Eurosport
Robert Lewandowski: Bayern-Star feiert die Zeit unter Jürgen Klopp beim BVB
Von
Publiziert 12/01/2021 um 12:16 GMT+1 Uhr
Mit der Auszeichnung zum Weltfußballer des Jahres hat Robert Lewandowski endgültig den Status eines Superstars erreicht. Einen entscheidenden Beitrag an diesem Erfolg schreibt der Pole seinem früheren Coach beim BVB, Jürgen Klopp, zu. Das verriet der Stürmer des FC Bayern nun in einem Gastbeitrag für "The Players' Tribune", in dem er auf seine Karriere zurückblickt und eine Anekdote hervorholt.
Robert Lewandowski spielte beim BVB vier Jahre unter Trainer Jürgen Klopp
Fotocredit: Getty Images
Der polnische Nationalspieler erinnert sich: "Jürgen war nicht nur eine Vaterfigur für mich. Als Trainer war er so etwas wie der "böse" Lehrer. Und das meine ich im besten Sinne des Wortes", sagte der 32-Jährige.
Lewandowski erklärte: "Denken Sie an Ihre Schulzeit zurück. An welchen Lehrer erinnern Sie sich am meisten? Nicht an den, der dir das Leben leicht machte und nie etwas von dir erwartete. Nein, nein, nein. Du erinnerst dich an den bösen Lehrer, den, der streng mit dir war. Der, der dich unter Druck gesetzt hat und alles tat, um das Beste aus dir herauszuholen. Das ist der Lehrer, der dich besser gemacht hat, richtig? Und Jürgen war so."
Klopp gewann als Trainer bei Borussia Dortmund mit dem Stürmer zwei Mal die Deutsche Meisterschaft. Der heutige Bayern-Star spielte von 2010 bis 2014 für den Ruhrpott-Klub, ehe es ihn im Sommer 2014 zum deutschen Rekordmeister nach München zog.
Der Torjäger erinnerte sich zudem an eine lustige Anekdote, die ihm aus dieser Zeit noch sehr genau im Kopf geblieben ist. "Ich erinnere mich, dass wir einmal in der Umkleidekabine waren, nachdem wir ein Wochenende frei gehabt hatten. Und der klassische Trick, wenn ein Spieler getrunken hat, ist, am Morgen danach viel Knoblauch zu essen, damit der Atem nicht nach Alkohol stinkt", so der Weltfußballer.
Lewandowski erzählt Klopp-Anekdote: "Wir wussten, dass er es wusste"
Klopp habe die Kabine betreten und begonnen, herumzuschnüffeln. "Er war wie ein Jagdhund. Er schnüffelte und schnüffelte und schnüffelte", erinnerte sich der Rechtsfuß: "Schließlich sagte er: 'Ich rieche etwas. Ist es Knoblauch?".
Lewandowski führte fort: "Natürlich wusste er, dass es Knoblauch war. Und wir wussten, dass er es wusste. Aber er ließ die Frage einfach unbeantwortet und ging weg, ohne ein weiteres Wort zu sagen". Danach sei es kurz still gewesen, ehe sich die Spieler ansahen und "anfingen zu lachen".
Weil der Pole schnell zu viel wollte, habe ihn sein damaliger Trainer aber auch bremsen müssen. "Er hat mir so viel beigebracht. Als ich nach Dortmund kam, wollte ich alles schnell machen: starker Pass, nur eine Berührung. Jürgen hat mir gezeigt, dass ich mich beruhigen soll - und wenn nötig zwei Berührungen machen soll", erinnerte sich der Ausnahmespieler, der den deutschen Erfolgstrainer nicht zuletzt auch wegen dessen Menschlichkeit schätzt.
Das könnte Dich auch interessieren: Silva legt den Rucksack ab: Eintracht-Knipser macht's wie Lewandowski
/origin-imgresizer.eurosport.com/2020/12/11/2953484-60625608-2560-1440.png)
Eurosport Star of the Year : Lewandowski Skills on Social
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung