Terzic verrät BVB-Erfolgsformel nach Sieg in Bremen
Edin Terzic feiert bei Borussia Dortmund mit dem 2:1 bei Werder Bremen ein gelungenes Debüt als Chefcoach und gibt sich danach erleichtert. Seiner Vorstellung von Fußball habe der BVB zwar nur "teilweise" entsprochen - in Bremen sei es aber vor allem um eine "Reaktion" auf das blamable 1:5 gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende gegangen. Lob gab es für Marco Reus und Youssoufa Moukoko.
Edin Terzic (l.) umarmt Mats Hummels nach dem 2:1 von Borussia Dortmund bei Werder Bremen
Fotocredit: Getty Images
Die erste Gratulation kam vom Jüngsten: Nach Schlusspfiff klatschte als Erster Youssoufa Moukoko mit dem neuen BVB-Coach Edin Terzic ab.
Dem erst 16 Jahre alten Stürmer hatte Terzic zuvor zum Startelfdebüt in einem Pflichtspiel für Borussia Dortmund verholfen. Moukoko statt Emre Can aufzustellen und dabei auf Viererkette umzurüsten, blieb etwas überraschend die einzige personelle Veränderung zum desaströsen 1:5 gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Samstag.
Doch die zehn verbliebenen Profis plus Moukoko zahlten am Dienstagabend mit dem 2:1-Arbeitssieg bei Werder Bremen das in sie gesetzte Vertrauen zurück und hinterließen damit einen glücklichen Terzic.
Die Erleichterung sei groß, sagte der 38 Jahre alte ehemalige Assistent von Lucien Favre, der das Trainermandat beim BVB am Sonntag nach der Entlassung des Schweizer bis Saisonende erhalten hatte.
Terzic: "Dann werden wir sehr erfolgreich sein"
"Wir haben nach den Ereignissen der vergangenen Tage eine große Verantwortung gespürt", sagte Terzic. Man habe auf dem Platz eine Einheit gesehen "und das ist super". Wenn man das weiter vorlebe "und uns alle immer dran erinnern, mutig zu sein und an uns zu glauben, dann werden wir sehr erfolgreich sein", versprach der neue Cheftrainer.
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"Leichtigkeit zurückerarbeitet": Terzic analysiert den BVB-Sieg
Quelle: Perform
In Bremen habe der BVB allerdings nur "teilweise" den Fußball gespielt, den er sich vorstellt. "Das Spiel am Samstag sitzt auch bei den Jungs noch tief drin", führte er an. Er sei allerdings "wirklich stolz drauf, dass wir von Anfang bis Ende alles gegeben und jeden Meter gemacht haben, den wir machen mussten", sagte er bei "Sky". Wichtig sei,"dass wir das Spiel nicht einfach nur gewonnen, sondern den Sieg am Ende auch verteidigt haben".
Tore von Raphael Guerreiro (12.) und Marco Reus (78.) stellten den zehnten BVB-Sieg aus den letzten zwölf Auswärtsspielen sicher. In der Fremde tun sich die Dortmunder leichter.
Terzic erhält Lob von Bürki
Imponiert habe Terzic in Bremen, dass die Spieler "eine Reaktion gezeigt haben. Ich bin unglaublich stolz drauf, dass wir einigermaßen wieder wettgemacht haben, was am Samstag schiefgelaufen ist."
Alles lief dabei freilich noch nicht perfekt. "Wir haben Bälle verloren in Zonen, in denen wir sie einfach nicht verlieren dürfen, wen wir Erfolg haben wollen in der Zukunft. Wir müssen bisschen stabiler sein", sagte Terzic.
Lob gab es von Torwart Roman Bürki. "Was möglich war, hat er gemacht", sagte der Schweizer über den neuen Chef an der Seitenlinie: "Er hat uns gut auf das Spiel eingestellt." Reus meinte: "In der kurzen Zeit war es unheimlich schwierig für ihn – großes Kompliment, wie er das in den zwei, drei Tagen gemeistert hat."
Mit Terzic sei der Glaube zurück, "dass wir eine gute Mannschaft sind, wenn wir alles zusammen machen – als Einheit, sowohl defensiv als auch offensiv".
Terzic lobt Reus und Moukoko
Ein Kompliment, das Terzic gerne an seinen Siegtorschützen zurückgab. Reus sei "ein extrem wichtiger Spieler – nicht nur für uns, sondern für Deutschland. Er hat heute unglaublich viele Meter gemacht und dann das Siegtor geschossen. Wir sind sehr zufrieden."
Terzic lobte aber auch explizit den an diesem Abend glücklosen Moukoko: "Wir sind Borussia Dortmund - wir dürfen unsere offensive Stärke nicht komplett in die Hände eines 16-Jährigen legen. Youssoufa hat das super gemacht für die Mannschaft und das war heute wichtig."
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Youssoufa Moukoko (Mitte) - Werder Bremen vs. Borussia Dortmund
Fotocredit: Getty Images
Es sei nicht darum gegangen, Moukoko das Siegtor aufzubürden, sagte Terzic, "sondern darum, dass er für die Mannschaft arbeitet. Das hat er getan und deswegen ein riesiges Kompliment an ihn."
Nach seinem ersten Sieg als Cheftrainer sei er nun "glücklich und erleichtert – und müde", schloss Terzic: "Ich glaube, damit bin ich nicht allein. Auf der Busfahrt wird der ein oder andere schlafen."
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Terzic nach Auftaktsieg: Wollten Reaktion auf Klatsche zeigen
Quelle: Perform
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