Vier Tage nach dem Alptraum von Amsterdam übernahm Borussia Dortmund auf der Bielefelder Alm früh die Kontrolle, während die Arminia in der heimischen Schüco-Arena auf Konter lauerte. Folgerichtig verbuchte BVB-Stürmer Donyell Malen die erste Chance für den Ruhrgebietsverein: Aus 18 Metern visierte der Niederländer die linke Ecke an, doch Bielefeld-Torwart Stefan Ortega parierte sicher (8.).
Dortmund konnte die dominante Anfangsphase dann zunächst nicht fortführen. Es war die Heimmannschaft, die dem Tabellenzweiten immer wieder den Ball im Aufbauspiel abluchste und sich gefährliche Konterchancen erarbeitete. Nach Zuspiel von Edimilson Fernandes kam Hack aus der Drehung gefährlich im Strafraum zum Abschluss. Kobel hielt den Kasten jedoch sauber (11.).
Wenig später kam es zu einer strittigen Situation im Dortmunder Strafraum: Wolf berührte den Ball mit dem Arm, doch das Schiedsrichtergespann übersah die Situation (15.). Kurz darauf lief Janni Serra nach einem Abspielfehler von Marin Pongracic im Spielaufbau frei auf Torwart Kobel zu. BVB-Verteidiger Manuel Akanji klärte in letzter Sekunde (18.). BVB-Keeper Gregor Kobel musste daraufhin behandelt werden.
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Die Dortmunder wirkten beeindruckt und waren bemüht, das Spiel zu beruhigen. Torchancen für den BVB waren Mangelware. Nach einer halben Stunde wurde Malen von Cédric Brunner im Strafraum zu Fall gebracht und Schiedsrichter Benjamin Brand zeigte auf den Punkt. Den Strafstoß verwandelte Emre Can sicher unten rechts (31.).
Durch den Führungstreffer tankten die Borussen Selbstvertrauen und erspielten sich gleich die nächste Großchance. Marco Reus bediente Marius Wolf rechts im Strafraum, doch Ortega parierte. Den anschließenden Abpraller brachte Reus nicht mehr auf den Kasten (36.).
Ortega spielte sich mit einer nächsten starken Parade gegen Julian Brandt aus kurzer Distanz in den Vordergrund (44.). Doch auch der starke Arminia-Keeper war beim 2:0 durch Mats Hummels machtlos. Der Nationalspieler traf mit einer sehenswerten Direktabnahme von außerhalb des Strafraums (45.).
Die Bielefelder Heimmannschaft gab sich auch trotz 0:2-Pausenrückstand in der zweiten Hälfte nicht auf. Der eingewechselte Fabian Klos versuchte es aus der Distanz, konnte den für den verletzten Gregor Kobel (Schlag auf den Oberschenkel) zur Pause eingewechselten Marwin Hitz jedoch nicht fordern (49.). Im Anschluss kam Ramos nach einer Ecke von Alessandro Schöpf gefährlich zum Kopfball am zweiten Pfosten, verfehlte das Tor aber knapp (54.).
Im Gegenzug zog Marco Reus nach Zuspiel von Brandt aus spitzem Winkel ab. Mit seinem Versuch verfehlte der Offensivakteur das Tor jedoch am zweiten Pfosten (62.). Dann sorgte Patrick Wimmer für Gefahr im Dortmunder Strafraum. Der Österreicher versuchte es aus halbrechter Position, doch Hitz war zur Stelle (70.).
Nach einer kurzen Ruhephase war es Jude Bellingham, der den Deckel aus Sicht des BVB auf die Partie machte. Der englische Youngster demonstrierte seine individuelle Klasse und ließ die komplette Arminia-Abwehr mit einem Solo stehen. Lässig lupfte er anschließend den Ball aus halblinker Position über Ortega (72.).
Die Bielefelder versuchten es weiter und wurden schlussendlich für ihren Einsatz belohnt. Wimmer drang mit einem Dribbling in den Strafraum ein und Hummels foulte ihn. Publikumsliebling Fabian Klos besorgte mit seinem Elfmeter den 1:3-Endstand (87.). Es war erst der fünfte Saisontreffer für die Arminia und gleichzeitig der Schlusspunkt der Partie.

Die Stimmen zum Spiel:

Frank Kramer (Trainer Arminia Bielefeld): "Nach einer Anlaufphase war die Mannschaft sehr gut im Spiel. Leider haben wir unsere Chancen nicht veredelt. Der Elfmeter fiel äußerst unglücklich für uns. Ich muss sagen, dass die Mannschaft alles investiert hat und nie aufgehört hat."
Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund): "Wir mussten eine Reaktion zeigen nach dem letzten Spiel, und das haben wir getan. Es war ein sehr offenes Spiel in der ersten Halbzeit. Wir haben dagegen gehalten in den Zweikämpfen und gut auf Ballverluste reagiert. Hinten heraus haben wir es leider verpasst, zu Null zu spielen. Es war eine gute Reaktion gegen einen unangenehmen Gegner."
Amos Pieper (Arminia Bielefeld): “Wir haben bisher nicht das mitgenommen, was möglich gewesen wäre."
Emre Can (Borussia Dortmund): "Wir mussten nach dem letzten Spiel eine Reaktion zeigen. Das haben wir heute hier gemacht. Man darf Bielefeld nicht unterschätzen, es war nicht einfach hier. Wir haben das souverän gemacht, ein großes Kompliment an die Mannschaft."
Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Wir waren bis auf ein paar Minuten komplett fokussiert und wollten hier eine Antwort auf das Spiel am Dienstag geben. Das war leider ein Rückfall."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: BVB sehr effizient

Über weite Strecken der Partie hatte die Arminia ein Wörtchen mitzureden und verlangte Borussia Dortmund einiges ab. Dennoch ließen die Arminen sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit gute Torchancen liegen. Auf der anderen Seite spielte der BVB mit einer brutalen Effizienz und nutzte seine Chancen. Auch ohne die Qualität von Stürmer Erling Haaland war es die individuelle Klasse, die den Unterschied machte. Ein vorangehender Can bleib cool vom Punkt, Bellingham und Hummels glänzten mit Traumtoren.

Die Statistik: 14

Mats Hummels ist der einzige Profi der Bundesliga, der in den vergangenen 14 Spielzeiten mindestens einen Treffer erzielte. Torlos blieb der Innenverteidiger zuletzt in der Saison 2007/08.
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