Beide Mannschaften waren unter der Woche im DFB-Pokal im Einsatz, beide Mannschaften verloren ihre Partien und kassierte sehr bittere Niederlagen – der BVB gegen St. Pauli, Hoffenheim gegen Freiburg. So waren beide Teams im Ligabetrieb auf Wiedergutmachung aus.
Die TSG wechselte im Vergleich zur 1:4-Niederlage gegen Freiburg auf drei Positionen. Benjamin Hübner feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback in der Startelf, zudem stürmten Andrej Kramaric und Munas Dabbur in der Offensive, Ihlas Bebou rückte auf die rechte Seite.
Auch Borussia Dortmund veränderte die Aufstellung auf drei Positionen. Marius Wolf ersetzte Thomas Meunier (muskuläre Beschwerden) auf der rechten Abwehrseite. Zudem kehrte Mahmoud Dahoud in die Startelf zurück, Donyell Malen spielte für Thorgan Hazard.
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Der BVB erwischte einen Blitzstart, kombinierte sich extrem stark aus der eigenen Hälfte bis in den gegnerischen Strafraum. Dort spielte Malen einen Doppelpass mit Jude Bellingham und brachte den Ball anschließend flach ins Zentrum. Erling Haaland war zur Stelle und verwandelte problemlos und freistehend aus kurzer Distanz.
Nach der Führung schaltete Dortmund zurück, ließ Hoffenheim kommen und hatte vor allem nach Standards enorme Probleme. Gleich zweimal rettete das Aluminium für die Gäste. Zunächst scheiterte der eingewechselte Georginio Rutter in der 11. Minute mit einem Kopfball am rechten Torpfosten. Zwölf Minuten später köpfte Chris Richards den Ball nach einer Ecke von der linken Seite an die Latte (23.).
Hoffenheim blieb dran und kam kurz vor der Halbzeitpause zum verdienten Ausgleich. Bebou flankte den Ball von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten. Wolf gab Kramaric zu viel Platz, der Angreifer nahm die Kugel perfekt volley aus der Luft und verwandelte aus elf Metern unhaltbar ins rechte Eck (45.).
Die TSG blieb auch im zweiten Durchgang die aktivere Mannschaft, drängte den BVB sehr tief in die eigene Hälfte und verbuchte gute Gelegenheiten – kassierte in der 58. Minute jedoch das zweite Gegentor. Malen ging mit dem Ball über das Zentrum in die Offensive und spielte einen Steckpass auf Marco Reus, der aus zehn Metern freistehend zur erneuten Führung verwandelte.

Erling Haaland erzielt die frühe Führung für Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

In der 63. Minute musste der BVB einen herben Rückschlag verkraften, Haaland verletzte sich in einer Offensivaktion ohne gegnerisches Einwirken und wurde daraufhin ausgewechselt. Nur kurz darauf legten die Gäste nach. Der starke Malen zog in die linke Strafraumhälfte ein und spielte den Flachpass in die Mitte. David Raum wollte vor dem eingewechselten Hazard klären und schoss die Kugel dabei ins eigene Tor.
Hoffenheim verlor den Glauben jedoch nicht und agierte weiter mutig und offensiv. Dabbur bekam den Ball im linken Halbraum und spielte einen feinen hohen Ball in den Strafraum auf den startenden Rutter, der freistehend vor dem Tor die Ruhe behielt und den Anschlusstreffer erzielte (77.) – zu mehr reichte es in der Schlussphase nicht mehr.

Die Stimmen zum Spiel:

Marco Reus (Borussia Dortmund): "Wir sind richtig gut reingekommen in den ersten Minuten und haben dann nicht den Faden verloren, aber sind zu passiv geworden - und dann sind sie spielerisch auch sehr, sehr gut. Natürlich war es ein Sieg der Effektivität und wir sind froh, dass wir dieses schwierige Spiel gewonnen haben."
Manuel Akanji (Borussia Dortmund): "Wir haben viele Spiele, in denen wir gut spielen und dann haben wir auch Spiele, in denen wir nicht gut spielen. Wir müssen es hinkriegen, dass wir auch an nicht so guten Tagen nicht, zum Beispiel, zu einfache Gegentore zulassen."
Chris Richards (TSG 1899 Hoffenheim): "Wir waren heute einfach die unglücklichere Mannschaft. Für mich hatte es den Eindruck, dass heute das entscheidende Prozent gefehlt hat. Das hat den Unterschied ausgemacht."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Nachhaltige Handschrift

Im Sommer wechselte Sebastian Hoeneß als neuer Trainer zur TSG, holte zuvor mit der Zweitvertretung des FC Bayern München den Meistertitel in der 3. Liga. Die Bayern Amateure holten in der Saison 2019/20 mit agilem Vertikalspiel und kollektivem Offensivspiel den Titel – taktische Umsetzungen, die Hoeneß einführte, erfolgreich umsetzen ließ und zur TSG mitnahm.
Der 39-Jährige hat einen klaren Plan, dem seine Mannschaft folgt. In seiner Premierensaison beendeten Hoeneß und sein Team die Liga auf dem elften Platz mit insgesamt 43 Punkten und einer negativen Tordifferenz (-2). Eine Saison später greifen die taktischen Schulungen und Vorgaben – die sich auch auf Standards beziehen: Hoffenheim liegt mit 31 Punkten auf dem vierten Platz.
Doch was nach wie vor dazuzählt, sind Aussetzer und Rückschläge. Gegen Freiburg kassierte Hoffenheim eine herbe Niederlage, gegen den BVB machte es die TSG zwar besser – war spielerisch über weite Teile überlegen – doch verlor die Partie dennoch. Jetzt liegt es an Hoeneß, mehr Konstanz in seine Mannschaft zu bringen – um sich nachhaltig in der oberen Tabellenregion festzusetzen.

Die Statistik: 3

Malen oder Hazard – das ist eine Personalentscheidung, die BVB-Coach Marco Rose fast wöchentlich anders trifft. Gegen Hoffenheim machte Malen nun viel Eigenewerbung. Drei Assists gab der 23-jährige Niederländer und war damit Mann des Spiels.
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