In einigen Bundesländern (Bayern, Brandenburg, Thüringen) gilt vorerst die Verordnung, dass nur vollständig geimpfte oder genesene Personen in Hotels beherbergt werden.
Das hieße, dass die bisher ungeimpften Bayern-Profis Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala und Eric-Maxim Choupo-Moting im Vorfeld des Bundesligaspiels gegen den FC Augsburg (Freitag, 20:30 Uhr im Liveticker) nicht im Augsburger Teamhotel der Münchener übernachten könnten.
Eine Ausnahme werde es für Fußball-Profis nicht geben, teilte eine Hotel-Mitarbeiterin in Augsburg auf "tz"-Anfrage mit. Doch am Mittwochabend teilte der Bayerische Gaststätten- und Hotelverband (DEHOGA Bayern) mit, dass das Gesundheitsministerium kurzfristig einige Ausnahmen eingeführt hat, die den ungeimpften Bayern-Spielern zugute kommen.
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Demnach gilt die 2G-Regel nicht für "zwingend erforderliche und unaufschiebbare nichttouristische Beherbungsaufenthalte". Bedeutet: In diesem Fall gilt die 3G-Regel. Ein anstehendes Spiel ist für einen Fußballprofi durchaus als unaufschiebbarer beruflicher Zweck zu verstehen. Für Kimmich und Co. würde in diesem Fall ein negativer PCR-Test genügen, um Zutritt zum Hotel zu bekommen.
Gerade erst konnten sich die Bayern-Stars nach der Corona-Infektion von Teamkollege Niklas Süle wieder aus der Quarantäne frei testen. Auf dem Platz selbst dürfen ungeimpfte, lediglich getestete Spieler auflaufen - zumindest noch.

Verschärfung der 2G-Regeln möglich

Denn neben weitverbreiteten 2G-Regelungen für Zuschauer in den Stadien, um Geisterspiele wie im Vorjahr zu verhindern, wird mittlerweile auch über eine Impfpflicht für Profi-Sportler und somit auch Bundesligaspieler diskutiert.
Oke Göttlich, Präsident des Zweitligisten FC St. Pauli, meinte etwa beim "NDR": "Ich bin klarer Befürworter für 2G - für sämtliche Akteure im Fußball, für alle."
Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte bei "Bild TV" klar: "Ich bin für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, das brauchen wir. Ich denke, es wäre ein gutes Signal, dass wir so etwas auch für den Fußballbereich diskutieren - als Signal auch der Einheit von Fans und Spielern."

DFL schließt Impfpflicht für Profis nicht aus

DFL-Chef Christian Seifert erklärte zudem bei "Bild", dass man bei entsprechenden rechtlichen Rahmenbedinungen "eine solche Option umgehend intensiv diskutieren" werde. Eine Impfpflicht für Bundesligaspieler scheint damit nicht ausgeschlossen. Immerhin knapp über 90 Prozent der 1. und 2. Liga-Profis sind laut DFL bereits geimpft. Aber: Im Handball oder Basketball liegen die Impfquoten auch ohne Pflicht bereits bei fast 100 Prozent.
Es könnten also ungemütliche Wochen auf ungeimpfte Profis zukommen. Denn auch in weiteren Bundesländern gilt größtenteils schon 2G, so etwa in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (2G Plus), Saarland (im Innenbereich) und Sachsen, wenn auch nicht zwingend in Hotels. Eine Verschärfung ist angesichts der allerorts steigenden Infektionszahlen nicht auszuschließen.
Sicher ist jedoch: Das Coronavirus hat auch den Profi-Fußball weiter fest im Griff. Erst am Mittwoch musste aufgrund von 13 positiv getesteten Spielern beim 1. FC Magdeburg das Drittligaspiel gegen den FSV Zwickau abgesagt werden. Auch beim Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern wurden mehrere Personen positiv getestet.
Weitere positive Fälle gab es zudem beim FC Bayern. Neben Verteidiger Josip Stanisic wurden zwei Mitglieder des Betreuerstabes positiv getestet.
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(mit SID)

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