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BVB - Vizemeisterschaft nur ein Trostpreis: Sebastian Kehl kündigt "kritische" Analyse in Dortmund an
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Publiziert 08/05/2022 um 14:31 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat sich nach einer wechselhaften Saison wenigstens die Vizemeisterschaft gesichert. Für große Jubelstürme sorgte dies in Fürth bei den Verantwortlichen aber nicht. Stattdessen herrscht weiter Unruhe beim BVB. Auch rund um Trainer Marco Rose. Dessen Verbleib scheint sicher, der künftige Sportdirektor Sebastian Kehl kündigte aber an, "ein paar kritische Dinge zu analysieren".
BVB-Trainer Marco Rose (Mitte) im Gespräch mit Erling Haaland
Fotocredit: Getty Images
Marco Rose hüpfte mit seinen Stars vor der BVB-Kurve. Doch Euphorie? Fehlanzeige! "Die Fans haben lange gesungen, da habe ich mir gedacht, ich springe mal", sagte der Trainer von Borussia Dortmund nach dem 3:1 (1:0) bei Absteiger SpVgg Greuther Fürth ziemlich nüchtern: "Das hat nichts mit meiner Gefühlslage zu tun. Wir sind jetzt am Ende Zweiter, aber ansonsten war meine Gefühlslage nicht speziell."
Der BVB sicherte sich zwar den Trostpreis Vizemeisterschaft. Nach einer äußerst wechselhaften Saison herrscht bei der Borussia jedoch nach wie vor Unruhe. Im Zentrum der Diskussionen steht neben dem wechselwilligen Torjäger Erling Haaland vor allem Rose selbst. Oft genug rief die Arbeit des 45-Jährigen Zweifel hervor.
Der künftige Sportdirektor Sebastian Kehl hatte am Samstag nicht unbedingt für Klarheit gesorgt. Auf die Frage, ob Rose auch nächste Saison noch Trainer beim BVB sei, antwortete Kehl bei "Sky" schwammig: "Davon gehe ich heute aus."
Am Sonntag korrigierte er sich. Das sei "unglücklich formuliert" gewesen, sagte Kehl im "Sport1-Doppelpass". Er könne "klar sagen, dass ich mit Marco die Saison plane. Wir besprechen komplett alles gemeinsam".
Kehl: "Haben ein paar kritische Dinge zu analysieren"
Allerdings werde man sich, so Kehl weiter, "nach der Saison auch hinsetzen. Wir haben ein paar Dinge zu besprechen, sicher auch ein paar kritische Dinge zu analysieren. Dann hoffe ich, dass wir das in der neuen Saison gemeinsam angehen".
Das ist für Rose klar. "Ich bin nächstes Jahr noch Trainer. Ich freue mich sehr drauf. Ich habe ein hervorragendes Verhältnis zu meiner Mannschaft und möchte einiges auf den Weg bringen", entgegnete der Coach kämpferisch.
Er arbeite auch mit den Verantwortlichen "sehr vertrauensvoll" zusammen. Man versuche vielmehr, fügte Rose an, "aus irgendwelchen Dingen etwas zu zaubern". Er nehme das "alles relativ entspannt. Wir sind Vizemeister und haben 66 Punkte. Aber wir haben in allen Cup-Wettbewerben schwer enttäuscht."
Restlos zufrieden war Rose auch in Fürth nicht. "Ich habe wieder Situationen gesehen, über die wir reden müssen. Es war der ein oder andere wichtige Zweikampf dabei, den wir nicht so angenommen haben", monierte er. Er habe aber auch "wunderschön herausgespielte Tore gesehen" - durch den auffälligen Julian Brandt (26./72.) und Felix Passlack (77.). Jessic Ngankam hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (70.).
Fürth verabschiedet Trainer Stefan Leitl: "Trauriger Tag"
Bei der SpVgg Greuther Fürth stand das vorerst letzte Bundesliga-Heimspiel ganz im Zeichen des Abschieds von Trainer Stefan Leitl. Geschäftsführer Rachid Azzouzi sprach von einem "traurigen Tag".
Für Leitl war es "emotional schwierig. Es sind mir noch einmal die letzten dreieinhalb Jahre durch den Kopf gegangen. Es war außergewöhnlich". Gerne hätte er sich aber von den Fans "mit einem besseren Ergebnis verabschiedet. Es war eine engagierte Leistung meiner Jungs, aber am Ende reicht es halt nicht".
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Quelle: Omnisport
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