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Erling Haaland und Thomas Meunier treffen doppelt Borussia Dortmund mit überzeugendem Sieg gegen Freiburg
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Publiziert 14/01/2022 um 22:20 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund hat ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Der Tabellenzweite fertige das Überraschungsteam aus Freiburg 5:1 (3:0) ab. Thomas Meunier stellte die Weichen per Kopfball-Doppelpack auf Sieg (14., 29.), Torjäger Erling Haaland (45.+1, 75.) steuerte im Anschluss ebenfalls zwei Treffer bei. Mahmoud Dahoud markierte den Endstand (86.). Für die Gäste traf Ermedin Demirovic (61.).
Borussia Dortmund - SC Freiburg
Fotocredit: Getty Images
BVB-Trainer Marco Rose schickte exakt die gleiche Elf auf den Rasen, welche vor einer Woche beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt einen 0:2 Rückstand noch in einen 3:2-Sieg umwandeln konnte. Christian Streich nahm eine personelle Veränderung vor, brachte Manuel Gulde für Keven Schlotterbeck. Im Tor bei den Breisgauern vertrat Benjamin Uphoff erneut Mark Flekken, der nach seiner Coronavirus-Erkrankung noch keine Option für die Startelf war.
Vor 750 zugelassenen Zuschauern im Dortmunder Signal-Iduna-Park begannen die Hausherren mit viel Elan und drängten die Gäste aus dem Schwarzwald tief in die eigene Hälfte. Nach einer Anfangsphase mit mehr Ballbesitz, mehr gewonnenen Zweikämpfen sowie etwa doppelt so viel gespielten Pässen, belohnten sich die Schwarz-Gelben in der 14. Minute mit dem Führungstreffer durch Thomas Meunier zum 1:0. Vorausgegangen war ein scharf getretener Eckball von Julian Brandt. Meunier entwischte der Manndeckung in Form von Lucas Höler, stieg am Fünfmeterraum am höchsten und köpfte das Spielgerät über Uphoff hinweg ins Tor.
In Minute 29 sollte sich eine fast exakte Kopie des Führungstores abspielen. Brandt führte von rechts eine Ecke mit viel Effet aus, die Kugel landete erneut auf dem Kopf von Meunier. Unhaltbar segelte der Ball links neben den Pfosten, Uphoff war ein weiteres Mal geschlagen. Auch im weiteren Verlauf des Abends sollte es ein Spiel auf ein Tor bleiben. Freiburg wurde aggressiv angelaufen, kam überhaupt nicht zurecht mit dem effektiven Gegenpressing der Borussia.
Vor der Pause drohte das Spiel den Gästen völlig zu entgleiten, als Erling Haaland seine kurze Durstrecke beendete und zum 3:0 traf in der ersten Minute der Nachspielzeit (46.). Der hellwache Mahmoud Dahoud hatte im Mittelfeld den Ball erobert und Jude Bellingham auf die Reise Richtung Strafraum geschickt. Kurz vor der Box legte der Engländer das Spielgerät rüber zu Haaland, der in einer fließenden Bewegung den Ball mitnahm und Uphoff keine Chance ließ im Kasten.
Christian Streich reagierte zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem Doppelwechsel auf die desolate Leistung seiner Mannschaft, weiterhin spielte jedoch nur der BVB. Quasi aus dem Nichts konnten die Breisgauer in der 61. Minute den Abstand verkürzen und durch Ermedin Demirovic zum 1:3 treffen. Die Borussia war zu weit aufgerückt, dies nutzte Kevin Schade mit einer klugen Verlagerung zu Robert Sallai. Dieser prüfte Kobel aus halbrechter Position im Strafraum. Der Schweizer Schlussmann musste den Ball prallen lassen, Demirovic ließ sich aus wenigen Metern nicht bitten.
Bitter wurde es in der letzten Viertelstunde für den Sportclub, als der agile Haaland in typischer Manier zum 4:1 traf (75.). Erneut war ein starkes Gegenpressing des BVB und eine Balleroberung durch Dahoud vorausgegangen. Dieser setzte Haaland punktgenau in Szene, der Norweger erlief den Steilpass im Strafraum und schnürte seinen Doppelpack. Dahoud konnte sich in der 86. Minute noch selbst mit einem Treffer belohnen - an einem Abend, an dem den Schwarz-Gelben fast alles gelang.
Die Stimmen:
Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben heute viel richtig und gut gemacht. In der ersten Halbzeit waren wir in allen Spielphasen gut, vielleicht haben noch ein Paar Abschlüsse für diese Dominanz gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mit dem 3:0 im Rücken eine Phase gehabt, wo man sich das wünscht, dass man so ein Ding mal komplett durchzieht."
Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Nach dem Spiel gegen Frankfurt wollten wir heute einiges wieder gut machen. Zwar haben wir das Spiel gegen Frankfurt gewonnen, aber nicht besonders berauschend gespielt. Heute war es ein Spiel an einem Freitagabend. Wir wollen weiter Punkte sammeln in der Bundesliga. Es war einfach eine gute Chance, um vorzulegen."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wenn du so zwei Standard-Tore kriegst, ist es schwierig. Aber wir sind auch nicht in die Zweikämpfe gekommen. Insgesamt war es vom Mut her nach vorne zu wenig, es war einfach ein schlechtes Spiel von uns. Es ist einfach extrem enttäuschend, dass wir am Freitagabend so auftreten.“
Christan Günter (SC Freiburg): "Es war klar, dass sie (Borussia Dortmund) viel Ballbesitz haben wollen. Wir wollten unsere Nadelstiche setzen und in die Balleroberung kommen. Gefühlt haben wir überall auf dem Platz Unterzahl, kommen auch nicht in die Zweikämpfe. Das ist schade, auch weil wir uns mehr vorgenommen hatten."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Dortmunder Standardtore stechen Freiburg aus
Beide Teams sind in dieser Saison für ihre starken Aktionen nach ruhenden Bällen bekannt. Der BVB kam vor dem Spiel auf acht eigene Treffer nach Standards. Nur zwei Mannschaften können einen besseren Wert aufweisen, darunter die Breisgauer. Überragende 16 Tore konnten die Spieler von Christian Streich bereits durch eigene Freistöße und Eckbälle erzielen. Ganze 13 Mal hieß der Ausführende Vincenzo Grifo. Doch heute wurden die Freiburger mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Borussia Dortmund benötigte lediglich drei eigene Eckstöße, um zwei Treffer durch Thomas Meunier zu erzielen. In beiden Situationen blieb die Freiburger Manndeckung blass, ließ den Belgier zu zwei leichten Kopfballtoren kommen. Selbst konnten die Gäste aus dem Schwarzwald keine Akzente per Standardsituation setzen. Der sonst so gefährliche Grifo agierte über weite Strecken harmlos und blieb zur Halbzeit in der Kabine.
Die Statistik: 2000
Mit dem Tor zum 4:1 erzielte Erling Haaland den 2000. Heimtreffer in der Geschichte des BVB.
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