FC Bayern München - Freude über die erste Meisterschaft: Julian Nagelsmanns feuchte Boxershorts
Julian Nagelsmann hat mit dem FC Bayern seine erste deutsche Meisterschaft eingetütet. Drei Spieltage vor Schluss sind die Münchner nach dem 3:1 über Borussia Dortmund von ebenjenem BVB auch rechnerisch nicht mehr einzuholen. Im Anschluss an die Partie zeigte sich der FCB-Trainer, der im Sommer von RB Leipzig gekommen war, beseelt. Doch ein Problem machte ihm merklich zu schaffen.
Gelöster Nagelsmann liefert Sprüchefeuerwerk
Quelle: Perform
Aus der Allianz Arena berichtet Dennis Melzer
Julian Nagelsmann lugte zunächst kurz in den Raum hinein, ehe er ihn betrat. "Ist das kalt, ey", sagte der Trainer des FC Bayern, ehe er auf dem Podium Platz nahm, um sich den obligatorischen Fragen der Journalisten zu stellen.
Im Vergleich zu seinem Auftritt im Nachgang des bitteren Champions-League-Aus gegen Villarreal vor anderthalb Wochen zeigte sich am Samstagabend ein beseelter Nagelsmann. Kein Wunder, hatte er wenige Minuten zuvor doch seine erste deutsche Meisterschaft als Coach eingetütet.
Das vorentscheidende 3:1 über Borussia Dortmund und die damit verbundene Gewissheit der zehnten Meisterschaft in Serie habe sich "sehr gut" angefühlt.
"Es war wichtig, dass wir das heute geschafft haben. Die Konstellation war gut. Dass wir das im Heimspiel gegen Dortmund, also den Konkurrenten, der noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft gehabt hätte, geschafft haben, rückt die Saison in ein etwas besseres Licht", erkärte Nagelsmann.
Nagelsmann scherzt und erinnert an "Nackenschläge"
Nach seinem Statement schloss der 34-Jährige aber schnell an sein eingangs erwähntes Frösteln ein. Seine Weißbierduschen-Premiere hatte sich offenbar nur bedingt gut angefühlt. "Die war sehr kalt. Ich friere immer noch ein bisschen. Ehrlich gesagt ist meine Hose und auch die Unterhose, beziehungsweise Boxershort, so viel Zeit muss sein, noch sehr feucht und kalt", sagte Nagelsmann mit einem Grinsen.
Ein Grinsen, das kurzzeitig verschwand, als er sein erstes Jahr beim Rekordmeister Revue passieren ließ: "Es war nicht das leichteste Jahr. Es waren ein paar Nackenschläge dabei, die nicht so leicht zu verkraften waren", sagte er und garnierte seine Einschätzung mit einem Hauch Selbstkritik: "Ich kann einige Dinge besser machen."
Dazu gehöre auch, bewährte und eingespielte Mechanismen bisweilen über die eigene Philosophie zu stellen. "Das Personal steht über allem", so Nagelsmann. "Es ist nicht so, dass ich zuhause an der Tafel stehe und denke: 'Jetzt zeige ich mal, was ich taktisch kann und heute spielen wir eine Dreierkette.' Sondern ich spreche das mit den Spielern ab."
Nagelsmann: "Eher auf die Tanzfläche"
Vielleicht werde der Druck im kommenden Jahr sogar noch größer, prophezeite er und schob nach: "Hoffentlich sind wir in zwei von drei Wettwerben dann erfolgreicher als in dieser Saison." Am Ende seiner ersten Spielzeit steht aber nun mal ein wichtiger nationaler Titel - und diesen wollte sich Nagelsmann auch in keinster Weise madig machen lassen.
Er wisse nicht, ob anschließend noch eine Feier geplant sei, sagte Nagelsmann und warf einen Blick zu Pressesprecher Dieter Nickles herüber, der prompt in Aussicht stellte, dass es "etwas gibt". Im Falle einer Festivität werde er definitiv nicht bloß in einer dunklen Ecke Wein trinken, sondern das Tanzbein schwingen. "Ich bin kein mega begnadeter Tänzer, ich glaube, es ist schon okay. Also würde ich eher sagen, dass ich auf die Tanzfläche gehe, anstatt in der Ecke zu stehen."
Begießen wolle er den Triumph mit Gin Tonic, dieser weise eine gewisse Ähnlichkeit zu Mineralwasser auf, so könne ihm der Boulevard auch nichts Böses. "Clever, oder?", fragte er mit einem Augenzwinkern. Zu allererst müsse er aber unter die Dusche. Wegen der kalten, feuchten Boxershorts.
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Gelöster Nagelsmann liefert Sprüchefeuerwerk
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