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FC Bayern München: Trainer Julian Nagelsmann kritisiert Innenverteidiger Tanguy Nianzou
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Publiziert 11/02/2022 um 18:00 GMT+1 Uhr
Niklas Süles Abgang kommende Saison zu Borussia Dortmund könnte die Chance für Tanguy Nianzou bei Bayern München werden. Der französische Abwehrspieler wechselte im Sommer 2020 von Paris Saint-Germain zum deutschen Rekordmeister, konnte dort jedoch mit schwankenden Leistungen bislang nicht vollends überzeugen. Julian Nagelsmann ruft den 19-jährigen daher in die Pflicht und fordert Verlässlichkeit.
Tanguy Nianzou (r.) kommt in München wenig zum Zug
Fotocredit: Getty Images
"Er hat immer wieder Momente, in denen er herausragende Pässe ins Mittelfeld spielt und eine herausragende Spieleröffnung hat, aber halt auch immer wieder Situationen, wie nach der Einwechslung in Köln, in denen er haarsträubende Fehler macht. Diese Verlässlichkeit fehlt ihm noch ein bisschen", sagte der Bayern-Coach bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum (ab 15.30 Uhr im Liveticker).
In seiner ersten Saison bei den Münchnern hatte Nianzou mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen.
Wegen einer Oberschenkelverletzung und eines später erlittenen Muskelbündelrisses kam er lediglich auf sechs Kurzeinsätze in der Bundesliga.
Von Verletzungen blieb der Franzose in dieser Saison zwar weitestgehend verschont, aufgrund seiner schwankenden Performance kommt er jedoch aktuell nicht über seine Reservistenrolle hinaus.
Nagelsmann: "Verlässlichkeit fehlt"
Diese Situation sei jedoch nicht nur dem Spieler selbst zuzuschreiben, erklärt Nagelsmann: "Das liegt natürlich auch am mangelnden Rhythmus. Da muss man sich auch als Trainer gewisse Dinge an die Fahne heften."
Dennoch fordert Nagelsmann mehr Verantwortung vom Abwehrtalent: "Aus diesem Teufelskreis muss er sich schon ein Stück weit selbst befreien, in dem er diese Verlässlichkeit in sein Spiel bekommt. Ob er als Abwehrspieler ein Tor vorbereitet oder nicht, ist mir erstmal egal. Wichtig ist, dass er keines für den Gegner vorbereitet."
Verständnis für Rolle als Einwechselspieler
Der Bayern-Trainer zeigt jedoch auch Verständnis für die Rolle des Einwechselspielers als junger Verteidiger: "Wenn du als Offensivspieler vom Jugendspieler zum Profi wirst, ist das manchmal ein bisschen leichter, weil der Trainer dich leichter reinwerfen kann. Fehler haben vorne einfach nicht die gleiche Tragweite wie hinten."
Ob der Franzose künftig auch eine tragende Rolle beim Rekordmeister spielen kann?
"Er hat ein ganz großes Gut. Und das ist diese Aggressivität und dieser unbedingte Wille, zu verteidigen. Es gibt in Europa nicht viele Spieler in seiner Altersstufe, die auch wirklich verteidigen wollen", erklärt Nagelsmann.
Das sieht wohl auch Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic genauso, der Nianzou bei seiner Verpflichtung schon als "eines der größten Talente in Europa" bezeichnete.
Nach dem besiegelten Abgang von Niklas Süle stehen neben Nianzou nur noch Dayot Upamecano und Lucas Hernandez als Innenverteidiger unter Vertrag, weshalb sich die aktuelle Situation als echte Chance für den 19-jährigen Innenverteidiger erweisen könnte.
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