Buhrufe gegen die Führungsetage, Zoff um das Katar-Sponsoring und Frust auf allen Seiten - die Jahreshauptversammlung des FC Bayern am 25. November im Münchner Audi Dome endete chaotisch.
"Ich bin schockiert. Das war die schlimmste Veranstaltung, die ich je beim FC Bayern erlebt habe", sagte sogar der streiterprobte Ehrenpräsident Uli Hoeneß nach dem denkwürdigen Abend. Er schäme sich ob der Vorfälle.
Ganz so weit wollte Thomas Müller nach dem 1:0 gegen Bielefeld nicht gehen, doch auch das Bayern-Urgestein war enttäuscht vom Verlauf der Versammlung.
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Das umstrittene Sponsoring durch "Qatar Airways" war aus Sicht von Müller gar nicht unbedingt das größte Problem. Vielmehr hätte das eine oder andere Missverständnis dazu beigetragen, dass die Stimmung dermaßen angespannt war.

Müller: "Das hat mit Provokationen zu tun"

"Da geht es nicht um Katar, sondern da muss jetzt zwischen den Mitgliedern, den Fans und dem Verein gesprochen werden. Da wird ein bisschen aneinander vorbeigeredet. Das hat auch mit Provokationen zu tun", betonte Müller.
Dauerhafte Negativfolgen für den Verein erwartet der Nationalspieler aber nicht: "Wir sind kein Verein, der Mitglieder links liegenlässt. Wir sind der größte Sportverein der Welt, dementsprechend werden wir das hinbekommen. Wir haben die richtigen Leute dafür."
Trainer Julian Nagelsmann äußerte sich auf der Pressekonferenz nach der Partie gegen Bielefeld ebenfalls.

Nagelsmann hofft auf Versöhnung

"Es ist nachvollziehbar, dass solche Themen bewegen. Es ist gesund, dass wir da einen Diskurs habe und darüber sprechen", erklärte der 34-Jährige: "Es wird sicherlich Lösungen geben. Das ist zwar nicht meine Baustelle, aber ich denke, dass eine Diskussion in kleinerem Rahmen zu deutlich besseren Ergebnissen für beide Seiten führen wird."
Einen ersten Schritt hat der Verein bereits getan.
Präsident Herbert Hainer hat bereits ein Gespräch mit Bayern-Mitglied Michael Ott vereinbart, dessen Antrag zum Ende des Katar-Sponsorings auf der Jahreshauptversammlung nicht zugelassen worden war.
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