Freiburg - BVB: Grifo und Sallai erledigen Dortmunder - Haaland erwischt schwachen Tag

Der SC Freiburg hat sein Heimspiel am 2. Spieltag gegen Borussia Dortmund mit 2:1 (1:0) gewonnen. Vincenzo Grifo hatte die Breisgauer bereits in der sechsten Minute per Traumtor in Führung gebracht, Roland Sallai legte nach der Pause nach (55.). Für dein einzigen Dortmunder Treffer sorgte Yannik Keitel, dem ein Eigentor unterlief (59.).

Kobel kommt an Grifos Freistoß nicht heran

Fotocredit: Getty Images

Mit der Tabellenspitze im Visier startete Borussia Dortmund beim SC Freiburg in den zweiten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison. Doch nach nur wenigen Minuten war der Plan des BVB einmal auf den Kopf gestellt.
Die Breisgauer zogen ein mutiges Pressing auf und wurden nach einem Ballgewinn mit einem Freistoß in knapp 30 Metern Entfernung zum Tor belohnt. Vincenzo Grifo übernahm die Verantwortung und zirkelte den Ball mit viel Effet über die Mauer, wo er vom Innenpfosten ins Tor sprang (6.). Gregor Kobel hatte keine Chance, das 0:1 zu verhindern.
Nur kurz nach dem Rückschlag hatte Jude Bellingham die Möglichkeit, auszugleichen. Der 18-Jährige dribbelte sich durch die halbe Freiburger Hintermannschaft, kam dann aber beim Abschluss ins Straucheln und schloss zu zentral ab (11.).
In der Folge taten sich die Gäste allerdings schwer, an den laufstarken Freiburgern vorbeizukommen. Die wiederum überließen dem BVB die Spielkontrolle, waren nach Balleroberungen im Umschaltspiel aber stets gefährlich und hatten selbst noch weitere gute Gelegenheiten.
Nach einem Grifo-Freistoß köpfte Nico Schlotterbeck zu zentral auf Kobel (30.). Die noch viel größere Chance ließ aber Woo-Yeong Jeong liegen. Nach einer scharfen Flanke von Christian Günter verfehlte der Koreaner aus kürzester Distanz das Tor (32.). Unmittelbar davor hatte Bellingham eine Flanke mit dem Hinterkopf an den Pfosten gesetzt (32.).
BVB-Trainer Marco Rose hatte noch vor der Halbzeit genug und brachte Raphael Guerreiro für Nico Schulz (38.). Bis auf eher harmlose Versuche aus der Distanz brachten die Schwarz-Gelben aber nichts mehr zustande.
Der Beginn der zweiten Hälfte spiegelte den Verlauf der ersten wider. Dortmund konnte den Ballbesitz nicht nutzen und Freiburg blieb nach Ballgewinnen gefährlich. Und wie schon im ersten Durchgang mündete das in einem frühen Treffer für die Hausherren.
Nach einem schnell vorgetragenen Konter flankte Jeong von der linken Seite. Lukas Höler legte den Ball per Kopf ab und Roland Sallai vollendete aus kurzer Distanz zum 2:0 (53.). Auf der Gegenseite ließ Neuzugang Donyell Malen bei seinem Startelfdebüt die große Chance auf den Anschlusstreffer liegen. Der Niederländer umkurvte nach einem Pass von Erling Haaland SC-Keeper Mark Flekken, ließ sich dabei aber zu weit abdrängen, um den Ball noch im Tor unterzubringen (57.).
Zwei Minuten später war es dann aber soweit. Giovanni Reyna flankte auf den kurzen Pfosten, Bellingham verpasste den Ball, doch Yannik Keitel fälschte die Kugel unglücklich ins eigene Tor zum 1:2 ab (59.).
Doch auch der Treffer ließ das Momentum nicht in Richtung der Dortmunder kippen. Die Freiburger blieben diszipliniert und verteidigten geschlossen. So blieb ein ungenauer Haaland-Abschluss lange der einzige weitere nennenswerte Versuch (68.). Gleichzeitig spielten die Hausherren ihre Kontermöglichkeiten nun aber nicht mehr so konsequent aus.
Erst in der Schlussphase startete der BVB dann nochmal einen Sturmlauf. Haaland schaffte es aber gleich mehrfach nicht, den Ball mit dem Kopf in Richtung des Tores zu befördern.
Freiburg verteidigte mit letzten Kräften und sicherte sich am Ende die drei Punkte, während der BVB den ersten Rückschlag der jungen Saison hinnehmen musste.

Die Stimmen zum Spiel:

Manuel Akanji (Borussia Dortmund): "Wir haben dumme Fehler gemacht, zweimal. Es war ein super Freistoß, aber den hätte man verhindern können. Wir können die Gegner nicht zu Toren einladen, vor allem, wenn wir das ganze Spiel kontrollieren. So dürfen wir die Spiele nicht verlieren, wenn wir die Ansprüche haben, oben mitzuspielen."
Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund): "Die wichtigsten Daten sind die Endergebnisdaten und da liegen wir hinten. Wir mussten unglaublich hart arbeiten für Torchancen und Tore. Grundsätzlich ist es in Freiburg immer schwer, wenn du aber bei den Temperaturen in der 9. Minute anfängst, hier hinterherzulaufen, dann wird es schwierig."
Christian Streich (SC Freiburg): "Wir haben nie aufgehört zu verteidigen und haben es mit Glück und Geschick hinbekommen. Wir haben als Mannschaft leidenschaftlich verteidigt, das Glück haben wir uns erarbeitet."

Das fiel auf: Dortmunder Offensivmotor stottert

76 Prozent Ballbesitz helfen nicht, wenn sie nicht in auch in gefährliche Aktionen umgesetzt werden. Und davon hatte der BVB in diesem Spiel einfach zu wenig. Nachdem die Offensivmaschinerie des BVB gegen Frankfurt noch wie geschmiert lief, stotterte der Motor gegen Freiburg gehörig. Die lauf- und zweikampfstarken Breisgauer machten es den Gästen extrem schwer, ins letzte Drittel zu gelangen. Bezeichnenderweise war der einzige BVB-Treffer auch auf ein Eigentor zurückzuführen. Auch als der BVB in der Schlussphase immer druckvoller wurde, wurden die Angriffe meist zu kopflos zu Ende gespielt. Zwar stehen am Ende 18 Dortmunder Torschüsse auf dem Spielberichtsbogen, doch nur die wenigsten davon waren wirklich gefährlich.

Der Tweet zum Spiel:

Für die 10.100 Freiburger Fans an diesem Nachmittag war es mit Sicherheit kein schlechter Zeitpunkt, um ins Stadion zurückzukehren.

Die Statistik: 237

Zum 237. Mal stand Christian Günter in einem Bundesligaspiel für den SC Freiburg auf dem Platz. Damit stieg der Nationalspieler zum alleinigen Rekordhalter für die Breisgauer auf und löste Andreas Zeyer ab, der zwischen 1989 und 2004 mit zweijähriger Unterbrechung für den SC aufgelaufen war.
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Quelle: Perform

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