Eurosport
Verrückte Szene in Mainz: Schiedsrichter Felix Zwayer überstimmt Torlinientechnologie nach VAR-Einsatz
Von
Publiziert 19/03/2022 um 16:42 GMT+1 Uhr
Irre Szene im Bundesligaspiel zwischen Mainz 05 und Arminia Bielefeld. Nach einem Kopfball von Moussa Niakathé parierte Torhüter Stefan Ortega den Ball auf der Linie. Dennoch entschied Schiedsrichter Felix Zwayer auf Treffer, deutete auf seine Uhr, die offenbar vibriert hatte. Doch der Ball hatte die Torlinie nicht überschritten. Zwayer lief nach VAR-Eingriff zum Monitor und nahm das Tor zurück.
Felix Zwayer nach dem vermeintlichen Treffer im Gespräch
Fotocredit: Imago
Der Bielefelder Torhüter hatte nach dem Kopfball des Innenverteidigers aus kurzer Distanz Probleme, den Ball festzuhalten und musste auf der Linie nachgreifen. Dennoch hielt der 29-Jährige den Ball deutlich auf - und eben nicht hinter der Linie.
Trotzdem reagierte die Torlinientechnologie: Als die Spieler bereits wieder aus dem Sechzehner herausliefen, unterbrach Zwayer die Begegnung und entschied auf Treffer für Mainz. Die Uhr, die im Falle eines Treffers vibriert, hatte augenscheinlich ein Tor gemeldet. Doch auch dem Videoschiedsrichter fiel der Fehler auf, er rief den 40 Jahre alten Berliner zum Monitor, der daraufhin seine Entscheidung korrigierte und das Tor von Niakathé zurücknahm.
Zwayer füjhrte die kuriose Tor-Entscheidung auf einen technischen Fehler zurück. "Wir haben gehört, dass das System während der Spiels überprüft wurde und da tatsächlich eine Fehlfunktion vorgelegen hat", sagte der 40-Jährige. Er sprach von einer "kuriosen oder zumindest außergewöhnlichen" Szene.
Er habe sich selbst ein Bild von der Szene machen wollen. "Ich musste und sollte nicht raus, ich wollte unbedingt. Bei uns kam auch Verwunderung auf", sagte Zwayer: "Ich hatte selbst eine klare Wahrnehmung und es war für mich unwahrscheinlich, dass ich mich so getäuscht habe."
"Je mehr Technik, desto besser"
Es habe "unheimlich gut getan, mit einem klaren Bild zurück aufs Feld zu gehen und es den Spielern und Beteiligten zu erklären".
Bielefelds Trainer Frank Kramer nahm die Szene mit Humor. "Je mehr Technik, desto besser ist es. Dann kann die Technik die Technik wiederum überstimmen", sagte er. Der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt betonte: "Da hat die Technik einen Streich gespielt."
Mainz hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 1:0 geführt. Jonathan Burkardt brachte die Mannschaft von Bo Svensson schon nach weniger als 30 Sekunden in Führung.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: "Fassungslos": Schiri-Assistent meldet sich nach Becher-Treffer zu Wort
(mit SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/03/15/3338063-68241528-2560-1440.jpg)
Rose zu Bellingham-Kritik: "Dann springt man gerne drauf"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung