Mario Götze - Wechsel von BVB zum FC Bayern: Arzt plaudert aus dem Nähkästchen

Als Mario Götze 2013 von Borussia Dortmund zum FC Bayern München wechselte, kam das für viele überraschend. Einer der Gründe war, dass der FC Bayern den Medizincheck nicht etwa in München durchführen ließ, sondern in Augsburg. Der behandelnde Arzt, Dr. Ulrich Boenisch, sprach darüber nun im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen". "Es ist ein offenes Geheimnis geworden", gestand Boenisch.

Mario Götze spielte von 2013 bis 2016 für den FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

Der Kniespezialist fuhr fort: "Wenn er im Umfeld von Bayern München untersucht worden wäre, wäre alles aufgeflogen. Das ist ein gegenseitiges Vertrauen, das sich über Jahre aufgebaut hat."
Man habe alles versucht, die Untersuchung geheimzuhalten.
"Es war ja ein Transfer-Hammer damals. Als er bei uns untersucht wurde, herrschte höchste Alarmstufe. Wir haben Mützen verteilt, Hintereingänge benutzt, Diskretion pur. Zwei Stunden haben wir hier dafür alles blockiert", so Boenisch.
Er habe den Tag in guter Erinnerung. "Es war ein tolles Erlebnis, auch weil er ein sympathischer, höflicher Kerl ist", sagte der Arzt.

Götze nicht der erste Geheim-Patient

Geheime Medizinchecks seien das eine oder andere Mal vorgekommen, der von Götze sei aber mit Abstand derjenige mit dem größten Aufwand gewesen.
"Wenn ein Wechsel ansteht und der Heimatverein das noch gar nicht wissen darf, dann kommen Spieler, um sich hier durchchecken zu lassen. Das brauchen die Vereine, aber auch die Versicherungen um zu wissen, welches Risiko sie mit diesem Spieler eingehen", sagte Boenisch.
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Quelle: Eurosport

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