Paulo Dybala nach Aus bei Juventus Turin im zweiten Anlauf zum FC Bayern? Es gibt einen großen Haken

Paulo Dybala verlässt Juventus Turin im Sommer nach insgesamt sieben Jahren. Die Meldung hatte kaum die Runde gemacht, da flatterten auch schon die ersten Gerüchte durch den Blätterwald. Mittendrin im Zentrum der Spekulationen steht wieder einmal der FC Bayern. Dem Rekordmeister bietet sich nun die Chance, den Stürmerstar im zweiten Anlauf an die Isar zu locken - doch es gibt einen großen Haken.

Paulo Dybala - Juventus Turin

Fotocredit: Getty Images

Alea iacta est - die Würfel sind gefallen.
Paulo Dybala wird Juventus Turin im kommenden Sommer nach insgesamt sieben Jahren verlassen. Klub-Boss Maurizio Arrivabene bestätigte am Dienstag offiziell, dass beide Partien nicht auf eine Verlängerung des auslaufenden Kontrakts einigen konnte.
"Wir hatten ein klares, freundliches und respektvolles Treffen. Es wäre für uns ein Leichtes gewesen, niedrigere Angebote zu machen, aber das wäre gegenüber Paulo respektlos gewesen. Es hätte nicht den Respekt gezeigt, der ihm gegenüber besteht", erklärte der 65-Jährige bei "Sky Italia".
Einer der Hauptgründe sei demnach die Verpflichtung von Königstransfer Dusan Vlahovic (für rund 81 Millionen Euro von der AC Florenz) im vergangenen Winter. "Mit der Ankunft von Vlahovic stand die Position von Paulo nicht mehr im Mittelpunkt des Projekts - also wurde beschlossen, diese Entscheidung zu treffen", führte der ehemalige Ferrari-Teamchef weiter aus.
Die Aussage Arrivabenes fasst Dybalas Gesamtsituation bei Juve in den vergangenen Jahren gut zusammen. Denn wirklich im Mittelpunkt stand der 28-Jährige, dem während seiner Zeit bei Juventus immerhin 113 Tore und 48 Assists gelangen, selten. Häufig spielte er im Angriff hinter Superstars wie Mario Mandzukic, Gonzalo Higuaín, Cristiano Ronaldo und nun Vlahovic nur die zweite Geige.
An potentiellen Anlaufstellen sollte es dem talentierten Offensiv-Allrounder dennoch nicht mangeln.

Rummenigge verrät: Bayern hatte Dybala auf dem Zettel

Gab es in der jüngeren Vergangenheit Transfergerüchte rund um Dybala, war der FC Bayern meist nicht weit. Die Ursache dafür ist ein Interview von Karl-Heinz Rummenigge aus dem Jahr 2017.
"Es gibt einige hervorragende Spieler auf dem Markt. Wenn ich an einen denke, den ich gerne zum FC Bayern holen würde, fällt mir einer ein wie Dybala", sagte Bayerns damaliger Vorstandsvorsitzender dem "Corriere dello Sport".
Doch damit nicht genug: Ende des vergangenen Kalenderjahres legte Rummenigge nochmal nach und verriet, dass der Rekordmeister vor einigen Jahren ernsthaft am Argentinier - damals noch in Diensten von US Palermo - interessiert war. "Er ist ein überragendes Talent, hat aber seine Höhen und Tiefen", erklärte er gegenüber "Tuttosport".
Zum Leidwesen des FC Bayern entschied sich Dybala damals jedoch für einen Wechsel zu Juventus Turin. Schlappe 40 Millionen Euro ließ sich die Alte Dame die Dienste des Angreifers kosten.

Bayern: Dybala-Transfer nur schwer vorstellbar

Aufgrund von Rummenigges Äußerungen in der jüngeren Vergangenheit verwundert es nicht, dass die Münchner auch gegenwärtig, da Dybala wieder auf dem Markt ist, mit einer Verpflichtung in Verbindung gebracht werden.
Sonderlich realistisch erscheint ein Transfer allerdings nicht, was auch an den Gehaltsvorstellungen des 28-Jährigen liegt. Berichten zufolge soll er in Turin ein Vertragsangebot mit einem Jahressalär über zwölf Millionen Euro abgelehnt haben. Dybala könnte beim FC Bayern allenfalls zum Thema werden, sollten die Vertragsgespräche mit Müller scheitern.
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Quelle: Perform

Dybala die "perfekte Ergänzung" für Atlético

Ganz anders sieht die Lage dagegen bei der europäischen Konkurrenz aus. Inter Mailand ("AS"), der FC Barcelona ("Sport"), Paris Saint-Germain ("Footmercato") sowie Atlético Madrid ("Sky Sport Italia") sollen ihre Fühler ausgestreckt haben.
Adrian Garcia von Eurosport in Madrid hat einen klaren Favoriten im Transferrennen ausgemacht. "Dybala wäre die perfekte Ergänzung für Atlético Madrid", stellt der Fußball-Experte klar. Die Rojiblancos durchlaufen eine turbulente Saison mit zahlreichen Höhen und Tiefen. Hinzukommt, dass im Sommer nicht nur der Kontrakt von Torjäger Luis Suárez ausläuft, sondern auch der Leihvertrag von Antoine Griezmann mit dem FC Barcelona endet.

Dybala: Heiße Spur führt zu Inter

Ob Frankreichs Vorzeigeklub PSG, der in der Vergangenheit ebenfalls immer wieder als mögliche Anlaufstelle für Dybala gehandelt wurde, tatsächlich im Transferpoker eine Rolle spielt, bezweifelt Vincent Bregevin von Eurosport in Paris: "Dybalas Verletzungshistorie macht ihn für PSG nicht gerade attraktiv. Aufgrund der Tatsache, dass ein Abgang von Mauro Icardi als wahrscheinlich gilt, wird Paris die Verpflichtung eines klassischen Mittelstürmers vermutlich einem Dybala-Transfer vorziehen."
Inter Mailand macht sich laut Simone Eterno von Eurosport in Mailand dagegen durchaus Hoffnungen auf einen Transfer: "Inter wird ihm mit Sicherheit zumindest ein Angebot machen. Allerdings müssten sie sich dann wohl zwischen Dybala und Lautaro Martínez entscheiden, weil sie nicht beide behalten können."
Fakt ist, dass sich Dybala, der im Alter von 28-Jahren nun seinen letzten großen Vertrag unterzeichnen könnte, bei seinem neuen Klub nicht mehr mit der Nebenrolle im Angriff zufriedengeben wird - sondern anders als bei Juve "im Mittelpunkt des Projekts" stehen will.
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Quelle: Perform

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