RB Leipzig feiert dringend nötigen Heimsieg gegen VfL Bochum

RB Leipzig orientiert sich dank eines 3:0 (0:0)-Heimerfolgs am 7. Bundesliga-Spieltag gegen den VfL Bochum wieder nach oben. Joker André Silva traf vor 25.000 Zuschauern in der Red Bull Arena unmittelbar nach seiner Einwechslung zur Führung (69.). Christopher Nkunku machte per Doppelschlag (73., 78.) alles klar für die Sachsen, die nun Platz sieben in der Tabelle belegen.

Silva (vorne) trifft für RB Leipzig

Fotocredit: Getty Images

"Es war ein richtiger Kampf. Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr Freude gehabt und drei Tore erzielt. Das Spiel wäre mit einem frühen Tor einfacher gewesen. Es ist aber auch nicht schlecht, wenn wir für alles kämpfen müssen", erklärte RB-Trainer Jesse Marsch.
Der US-Amerikaner, der auf vier Positionen umstellte, hatte im Vorfeld die Instabilität seiner Mannschaft bemängelt. Er nahm sich aber auch selbst in die Pflicht: "Es ist mein Job, den Jungs Selbstvertrauen zu geben."
Marsch schien unter der Woche zunächst die richtigen Worte gefunden zu haben. Leipzig begann mit enorm viel Schwung und hatte Chancen im Überfluss. Der gegen Brügge gesperrte und schmerzlich vermisste Angelino lief frei auf VfL-Keeper Manuel Riemann zu, vertändelte den Ball jedoch (3.).
Einen unmittelbar danach gegebenen Foulelfmeter für Leipzig zog Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) nach Ansicht des Videobeweises zurück.
RB ließ sich davon nicht ausbremsen.

Leipzig klar am Drücker

Die Sachsen waren in den Zweikämpfen sehr präsent, schalteten nach Ballgewinnen blitzschnell um und kamen im Minutentakt zu besten Möglichkeiten. Bochum hatte in Riemann allerdings einen starken Rückhalt, der gegen Emil Forsberg (8.) und Yussuf Poulsen (15.) gut parierte.
Glück hatten die Gäste bei Forsbergs Lattentreffer (11.).
Bochum drohte zwei Wochen nach dem 0:7-Debakel in München die nächste deutliche Niederlage gegen einen Champions-League-Starter. Anders als beim FC Bayern überstand das Team von Trainer Thomas Reis diese Drangphase des Favoriten aber noch unbeschadet.

Silva bricht den Bann

Die Gäste beruhigten das Spiel mit einfachen Pässen, kamen zu mehr Ballbesitz und befreiten sich so vom ganz großen Leipziger Druck. RB ging in der Phase die Sicherheit verloren, Zuspiele wurden ungenauer, die Körpersprache verriet wachsende Frustration.
Denn Leipzig blieb das gefährlichere Team. Nkunku (29.) vergab fahrlässig und übersah dabei zudem den freistehenden Poulsen. Auch das Publikum wurde unruhig. Noch vor der Pause waren erste Pfiffe zu hören, zur Halbzeit wurden sie lauter.
Nach dem Seitenwechsel agierte RB lange weniger zielstrebig als zuvor. Oft trafen die Leipziger in den entscheidenden Momenten falsche Entscheidungen. Silva brach per Kopf nach einer Ecke den Bann, Nkunku machte alles klar.
"Wir haben Glück gehabt, dass wir nicht früh in Rückstand geraten sind. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel im Rahmen unserer Möglichkeiten offengehalten. Der Sieg ist natürlich nicht unverdient. Wir hätten trotzdem gerne einen Punkt mitgenommen", bilanzierte Bochums Trainer Thomas Reis.
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#SotipptderBoss: FC Bayern lässt auch Frankfurt keine Chance

Quelle: Eurosport

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