Vor 35.112 Zuschauern wechselte Tedesco im Vergleich zum Bergamo-Hinspiel auf fünf Positionen durch. Neben dem lange verletzungsgeplagten und nach 323 Tagen erstmals wieder in die Startelf berufenen Halstenberg ersetzten unter anderem Szoboszlai und Emil Forsberg vorne die Vielspieler Dani Olmo und Andre Silva. Doch früh glänzte einmal mehr Nkunku, der als einzige Spitze auflief.
Nach der ersten Hereingabe, einer Freistoß-Flanke Szoboszlais, ließ der französische Nationalspieler erst Pavel Kaderabek aussteigen, ehe er in die kurze Ecke einschoss und sein 17. Saisontor feierte. Schiedsrichter Bastian Dankert entschied zunächst auf eine Abseitsstellung Nkunkus, nahm dies jedoch nach Rücksprache mit dem Videoassistenten Benjamin Cortus wieder zurück.
Im Anschluss an die Führung bekam Leipzig die Hoffenheimer, denen zahlreiche Spieler wegen Gelbsperren, Corona-Infektionen und Verletzungen fehlten, gut unter Kontrolle - und blieb gefährlich. Nach einem Konter gelangte der Ball über Umwege zum durchgestarteten Halstenberg, der im Strafraum den langen Pfosten anvisierte und traf. Kurz vor der Pause legte Nkunku eine Flanke von Mohamed Simakan mit viel Übersicht auf Szoboszlai ab, der in der Mitte nur noch einschieben musste.
Bundesliga
Werner-Treffer, Rote Karte, Eigentor - Leipzig bleibt sieglos
UPDATE 13/08/2022 UM 15:28 UHR
Nach dem Wechsel bemühte sich Hoffenheim, Trainer Sebastian Hoeneß hatte von Dreier- auf Viererkette umgestellt, um mehr Eigeninitiative. Leipzig setzte auf Konter und ließ die Gäste gewähren, die jedoch oft Probleme hatten, wirklich gefährlich vor das RB-Tor zu kommen.

Die Stimmen zum Spiel

Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): ”Es war ein guter Auftritt von Beginn an. Wir haben hoch gepresst, viele Balleroberungen gehabt und generell gut gespielt. Mir hat besonders die Galligkeit gefallen und die Ballsicherheit. [...] Ich habe mich sehr für Marcel Halstenberg gefreut. Wenn man so lange nicht Fußball spielen kann und dann so zurückkommt, ist das toll. Das freut mich für ihn persönlich sehr. Er hat hart dafür gearbeitet.”
Kevin Kampl (RB Leipzig): "Es macht Spaß, für RB Leipzig zu spielen. Klar macht es noch mehr Spaß, wenn es gut läuft. Wir sind die beste Mannschaft der Rückrunde. Das zeigt, wie viel in diesem Team steckt. Wir zeigen in der Rückrunde endlich unser wahres Gesicht. [...] Der Trainer hat vom ersten Tag an viel Ruhe reingebracht. Wir waren vorher hektisch, hatten viele hängende Köpfe in der Kabine, weil es nicht lief. Aber Domenico hat uns Sicherheit gegeben, vor allem im Spiel mit dem Ball. Er macht das top mit seinem Trainerteam.”
Marcel Halstenberg (RB Leipzig): ”Ich hab mich sehr gut gefühlt, die Mannschaft hat es super gemacht. Ich treffe den Ball bei meinem Tor gut, er geht noch beim Gegner durch die Beine. Glück gehört eben manchmal auch dazu! Ich will einfach spielen und der Mannschaft helfen, das habe ich heute mit dem Tor gemacht. Ich gebe weiterhin Gas und habe Spaß bei der Sache. [...] Wir spielen guten Fußball, haben Qualität auf dem Platz, wollen immer Chancen herausspielen und sind eiskalt beim Kontern.”
Christoph Baumgartner (TSG 1899 Hoffenheim): ”Es war heute in allen Mannschaftsteilen zu wenig. Wir müssen schnell cleverer werden. Wenn wir oben dabeibleiben wollen, müssen wir nächste Woche gegen Fürth gewinnen.”

Der Tweet zum Spiel

Das fiel auf: Ersatzgeschwächt die Champions League verspielt?

Mit Kevin Akpoguma, Kevin Vogt und David Raum fehlten Sebastian Hoeneß gleich drei etatmäßige Verteidiger aufgrund einer Gelbsperre. Zudem musste der ehemalige Bayern-Coach verletzungsbedingt auf Florian Grillitsch, Dennis Geiger, Benjamin Hübner und Sebastian Rudy verzichten, ebenfalls allesamt Spieler, die normalerweise eine Rolle in der Kaderplanung spielen.
Mit einem Sieg im direkten Duell um die Champions League Plätze hätte die TSG auf einen Punkt an RB heranrücken können und weiterhin eine Chance auf die Teilnahme an der Königsklasse gewahrt. Durch die Niederlage und den Sieg von Freiburg müssen sich die Kraichgauer nun vorerst aus dem Rennen um die begehrten Ränge verabschieden. Zudem haben sich hinter Hoffenheim bereits Union Berlin und der 1. FC Köln in Stellung gebracht.

Die Statistik: 28

Christopher Nkunku kommt in der laufenden Bundesliga-Saison bereits auf 28 Torbeteiligungen (17 Tore & 11 Vorlagen). Kein anderer Franzose konnte seit Beginn der Datenerfassung innerhalb einer Bundesliga-Saison derartige Zahlen liefern. In der Spielzeit 2016/17 kam Anthony Modeste auf 27 Scorer.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Frankfurts Barça-Kater: Eintracht unterliegt effektiven Freiburgern

Nagelsmann stellt nach Freiburg-Einspruch klar: "Bin Streich nicht böse"

Bundesliga
3:2 nach 0:2 - Hoffenheim dreht Spiel gegen Bochum
UPDATE 13/08/2022 UM 15:25 UHR
Bundesliga
Leipzig holt "zeitnah" neuen Sportdirektor - das ist der Favorit
UPDATE 13/08/2022 UM 15:11 UHR