Sandro Wagner adelt Mazraoui-Verpflichtung als "Sensationstransfer" - und hinterfragt Matthijs de Ligt

Der ehemalige Bayern-Profi Sandro Wagner zeigt sich begeistert von einem Transfer des Rekordmeisters. Dabei meinte der 34-jährige TV-Experte aber nicht den neuen Verteidiger Matthijs de Ligt oder Ex-Liverpool-Stürmer Sadio Mané. Viel mehr lobt der achtmalige Nationalspieler die Verpflichtung von Noussair Mazraoui als "Sensationstransfer". Hier decken die Münchner eine langjährige Schwachstelle ab.

Ex-Bayern-Profi Sandro Wagner

Fotocredit: Imago

"Den Zugang von Mazraoui finde ich herausragend", sagte Wagner bei einem "DAZN"-Termin in München. Gerade weil die Position in der jüngeren Vergangenheit nicht optimal besetzt gewesen sei, hält der Ex-Bayern-Profi den Zugang für einen "Sensationstransfer":
"Denn auf der Rechtsverteidigerposition hatten die Münchner ein Problem nach vorne", diagnostizierte der aktuelle Trainer der SpVgg Unterhaching. Neben Mazraoui war auch Ryan Gravenberch von Ajax Amsterdam gekommen.
Mit den übrigen Transfers geht der TV-Experte teilweise hart ins Gericht. "Wenn man sich die einzelnen Transfers anschaut, muss sich noch zeigen, ob jeder einzelne Transfer Sinn macht", so der achtmalige Fußball-Nationalspieler:
"Macht es Sinn, de Ligt für 70 Millionen zu holen, wenn man Niki Süle hatte und ihn vielleicht hätte behalten können?" Niklas Süle war ablösefrei zu Borussia Dortmund gewechselt.

Wagner über Mané: "Eigentlich nicht den großen Bedarf"

Bei Ex-Reds-Star Sadio Mané sieht Wagner nicht die absolute Notwendigkeit: "Mané ist ein großer Name, ein toller Spieler für die Bundesliga, aber auf den dribbelnden Positionen hat Bayern eigentlich nicht den ganz großen Bedarf gehabt."
Durch den Abgang von Robert Lewandowski zum FC Barcelona könnte der Senegalese aber wertvoll werden: "Wenn man das System umstellen will, weil man keinen Stoßstürmer mehr hat, macht es durchaus wieder Sinn", so der 34-Jährige.
Von der Transferpolitik zeigte sich Wagner verwundert: "Ich war überrascht, wie viel Geld in die Hand genommen wurde."
Auf lange Sicht könnten die Neuzugänge aber durch neuen Konkurrenzdruck fruchten: "Grundsätzlich muss man schauen, warum der FC Bayern so viele Transfers getätigt hat. Wenn man die Stimmen der letzten sechs Monate hört, dann wurde viel kritisiert, dass die Mannschaft in einer gewissen Art und Weise satt ist – das betrifft auch die Altersstruktur", sagte der TV-Experte.
picture

Oberdorf vor Frankreich-Kracher: "Werden für Klara spielen"

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung