Serge Gnabry - Chelsea, City und Arsenal buhlen angeblich um den Bayern-Star: Darum hakt eine Rückkehr auf die Insel
Im Schatten der Causa Robert Lewandowski spitzt sich beim FC Bayern der Vertragspoker um Serge Gnabry zu. Der Kontrakt des 26-Jährigen läuft 2023 aus, eine Einigung mit dem Rekordmeister ist bislang nicht in Sicht, weshalb sich die ersten Interessenten angeblich in Stellung bringen. Speziell eine Rückkehr in die Premier League steht im Raum - doch ein Transfer hakt an mehr als einer Stelle.
Serge Gnabry
Fotocredit: Getty Images
Kommt er oder kommt er nicht?
Sowohl die Fans als auch die Verantwortlichen des FC Bayern München hielten am Dienstagmorgen den Atem an, ehe der abwanderungswillige Weltfußballer Robert Lewandowski um kurz nach neun Uhr pflichtbewusst zum Medizincheck erschien.
Die Transfer-Posse rund um den 33-Jährigen bestimmt weiterhin die Schlagzeilen in der bayerischen Landeshauptstadt, dabei steht aus Sicht des Rekordmeisters längst nicht nur hinter der Zukunft des polnischen Ausnahmestürmers ein Fragezeichen.
Im Schatten der Causa Lewandowski spitzt sich der Vertragspoker um Serge Gnabry mehr und mehr zu. Schließlich hängt auch ein Verbleib des Nationalstürmers in der Schwebe. Der Kontrakt des 26-Jährigen läuft im Sommer 2023 aus.
FC Bayern mit "sehr gutem Angebot" für Gnabry
"Es hat leider noch keine Einigung gegeben. Da gibt es noch ein paar unterschiedliche Vorstellungen", hatte Bayern-Präsident Herbert Hainer kürzlich im Hinblick auf die Vertragssituation des Flügelspielers erklärt.
Laut "Sport Bild" soll der FC Bayern Gnabry ein Angebot mit einem Jahressalär im Bereich von 17 bis 19 Millionen Euro vorgelegt haben.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß bestätigte - ohne konkrete Zahlen zu nennen - eine lukrative Offerte vonseiten des Rekordmeisters. "Ich weiß, dass er ein sehr gutes Angebot vom FC Bayern vorliegen hat. Jetzt liegt es an ihm, eine Entscheidung zu treffen", bekräftigte der 70-Jährige.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/07/13/3409750.jpg)
Sadio Mané (l.), Alphonso Davies und Kingsley Coman - FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Mané-Transfer sorgt für Gedränge auf den Flügeln
Der Ball liegt somit im Feld des ehemaligen Hoffenheimers, der zuletzt mangelnde Wertschätzung beim FC Bayern beklagte. Erschwerend hinzukommen könnte, dass die Münchner mit Sadio Mané, der pikanterweise wie Gnabry von der Berater-Agentur "ROOF" vertreten wird, eine namhafte Alternative zum DFB-Star verpflichtet haben.
Auch wenn der ehemalige Schützling von Jürgen Klopp anders als Gnabry (rechts außen) eher auf der linken Außenbahn beheimatet ist, wird der Konkurrenzkampf auf den ohnehin prominent besetzten Flügeln (Gnabry, Leroy Sané, Kingsley Coman) durch den Transfer noch einmal verschärft.
Nun ist wie so oft in diesem Sommer Sportvorstand Hasan Salihamidzic gefragt, eine schnelle Lösung in der Causa Gnabry zu finden. "Es wäre aus Sicht der Klubs nur fair, falls ein Spieler nicht verlängern möchte, dass wir uns darüber unterhalten, wie wir diese Situation für alle Beteiligten zufriedenstellend lösen", sagte der 45-Jährige gegenüber der "Sport Bild" und spielte damit unweigerlich auf einen Verkauf an.
Gerüchten zufolge soll der Rekordmeister bei einem Wechsel mindestens 40 Millionen Euro verlangen. Doch welche Teams kommen überhaupt für eine Verpflichtung des deutschen Nationalspielers infrage?
Chelsea Favorit auf Gnabry-Transfer? Es gibt einen großen Haken
Der neueste Name auf der Liste möglicher Interessenten ist der FC Chelsea. Die Blues sollen laut englischen Medienberichten bereits eine "unverbindliche Anfrage" an Gnabry gestellt haben.
Ibrahim Mustapha von Eurosport in London hegt jedoch Zweifel hinsichtlich eines möglichen Engagements. "Chelsea hat gleich mehrere Spieler in ihren Reihen, die ähnliche Rollen bekleiden. Nach dem scheint Gnabry nur eine Art Bonus zu sein. Auf dem Papier sieht ein Transfer wie eine gute Ergänzung aus, aber Thomas Tuchel hatte in der Vergangenheit nicht immer Glück mit seinen Außenstürmern. Es ist schwer zu prognostizieren, ob Gnabry bei Chelsea funktionieren würde", so der Fußball-Experte.
Hinzukommt, dass Gnabry laut "Sport Bild" aufgrund seiner Vergangenheit beim FC Arsenal (2011-2016) für keinen anderen Londoner Klub auflaufen möchte.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/06/29/3400706.jpg)
Serge Gnabry vom FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Gnabry: Rückkehr zum FC Arsenal unwahrscheinlich
Apropos Arsenal: Die Gunners werden auf der Insel als Geheimfavorit im Poker um den 26-Jährigen gehandelt. Obwohl eine Rückkehr von Gnabry nach Nord-London nicht ganz unmöglich erscheint, gibt es laut Mustapha dennoch einen Haken:
"Arsenal sucht immer noch nach einem Spieler auf seiner Position, aber seine angeblichen Gehaltsforderungen dürften unerschwinglich sein. Der Verein hat offensichtlich seine Lektion aus den Transfers von Mesut Özil und Pierre-Emerick Aubameyang gelernt und will die Gehälter nun auf einem für sie angemessenen Niveau halten."
Für reine Spekulationen hält Mustapha dagegen die Gerüchte rund um Manchester City, die kürzlich hochkochten. "Einen Wechsel zu City halte ich für unwahrscheinlich, da sie genug Qualität auf den Flügeln haben. Ich bezweifle, dass City Gnabry holen würde, ohne die Absicht zu haben, ihn zum Stammspieler zu machen", prognostiziert er.
Gnabry: Real-Gerüchte nur Schall und Rauch?
Spricht man in diesen Tagen über einen möglichen Abnehmer für Gnabry außerhalb der Premier League, kommt man um den Namen Real Madrid kaum herum. Dem frischgebackenen spanischen Meister wird seit geraumer Zeit Interesse am Bayern-Star nachgesagt.
Auf sportlicher Ebene würde ein Transfer durchaus Sinn ergeben, wie Félix Martin von Eurosport in Madrid betont. "Gnabry wäre bei Real eine perfekte Ergänzung für den rechten Flügel, wo er mit Rodrygo um einen Stammplatz konkurrieren würde", sagt der Experte.
Wirklich realistisch hält Martin einen Wechsel zu den Königlichen jedoch nicht: "Ich denke, dass es sich dabei nur um Gerüchte handelt. Gnabry wurde schließlich nicht nur mit Real, sondern mit zahlreichen Teams aus der Premier League in Verbindung gebracht. Ich bin mir daher nicht sicher, ob er in diesem Sommer überhaupt zu einem anderen Team wechseln wird oder ob er nur den Markt sondiert, um etwas Druck auf die Bayern auszuüben."
Nun soll es allerdings positive Signale aus München geben: Wie der "Kicker" berichtet, könnte Gnabry beim Rekordmeister bald verlängern, die Gespräche sollen inzwischen "deutlich positiver" verlaufen. Eine Einigung könnte in "absehbarer Zeit" erfolgen. Bis dahin wird die Bayern - im Schatten der Causa Lewandowski - auch der Poker um Gnabry weiter beschäftigen.
Das könnte Dich auch interessieren: Der Absturz des Sergio Ramos: Wie es jetzt für den Routinier weitergeht
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/07/12/3409555-69671268-2560-1440.png)
Fans trauen DFB-Elf den Coup zu: "Funktionieren als Team besser"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-75bf2e61-56ec-4375-aef6-96b1adf156e9-68-310-310.jpeg)