Union Berlin schlägt RB Leipzig an der Alten Försterei - Baumgartl mit Treffer und Assist

Der 1. FC Union Berlin hat sein Heimspiel gegen RB Leipzig am 14. Spieltag mit 2:1 (1:1) gewonnen. Nach nur sechs Minuten brachte Taiwo Awoniyi die Köpenicker in Führung, Christopher Nkunku glich wenig später aus (13.). Nach dem Seitenwechsel spielte dann jedoch nur noch Union, das sich in der 57. Minute in Person von Timo Baumgartl mit dem 2:1 belohnte. Die Eisernen klettern auf Platz vier.

Timo Baumgartl erzielte den 2:1-Siegtreffer für Union Berlin gegen RB Leipzig

Fotocredit: Getty Images

Vor 13.500 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei legten die in der Bundesliga so heimstarken Berliner einen Blitzstart in die Partie hin und gingen durch Toptorjäger Taiwo Awoniyi früh in Führung. Nach einer kurz ausgeführten Union-Ecke setzte sich Timo Baumgartl im Kopfballduell gegen Benjamin Henrichs durch, am langen Pfosten drückte Awoniyi die Kugel zu seinem neunten Saisontor über die Linie (6.).
Kurz darauf vergab Max Kruse nach einem Konter der Eisernen die Großchance auf das 2:0, als der Routinier den Ball aus elf Metern knapp links am Leipziger Tor vorbeischob (12.). Stattdessen kamen die Gäste im direkten Gegenzug zum Ausgleichstreffer – allerdings auch unter gütiger Mithilfe von Andreas Luthe. Der Union-Torhüter verschätze sich bei einem aufsetzenden Distanzschuss von Christopher Nkunku und lenkte sich den unplatzierten Abschluss fast selbst ins Netz (13.).
Beflügelt vom Ausgleich machten die Gäste weiter Druck, Dominik Szoboszlai scheiterte mit einem Volley-Kracher aus der Distanz am diesmal stark reagierenden Luthe (18.). In einem umkämpften ersten Durchgang verpasst André Silva per Kopf für spielerisch leicht überlegene Sachsen die Führung, sodass es mit dem 1:1 in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel war es abermals eine einstudierte Eckballvariante, die Union wieder in Führung brachte. Niko Gießelmanns flache Hereingabe nahm Max Kruse am Strafraumrand direkt, von Konrad Laimer abgefälscht landete die Kugel vor den Füßen von Timo Baumgartl, der das Spielgerät gedankenschnell aus kurzer Distanz über die Linie drückte (57.).
Die Leipziger taten sich gegen diszipliniert verteidigende Hausherren im letzten Drittel enorm schwer und kamen erst nach 75 Minuten durch Szoboszlai zu einer guten Kopfballchance, bei der der Ungar aber an Grischa Prömel hängen blieb (75.). Kurz vor Schluss hatte dann der eingewechselte Bryan Brobbey den Ausgleich auf dem Fuß, seinen Abschluss aus sechs Metern blockte Gießelmann mit einer überragenden Grätsche aber noch in letzter Sekunde zur Ecke (89.).

Die Stimmen:

Max Kruse (Union Berlin): "Über 90 Minuten haben wir hochverdient gewonnen und hätten sicherlich auch noch höher gewinnen können. Wir stehen in der Tabelle nicht zu Unrecht da oben."
Timo Baumgartl (Union Berlin): "Was will man mehr an einem Freitagabend nochmal vor so einer Kulisse. Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen und verdient gewonnen."
Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig): "Es war eine desolate Leistung und nicht das, was wir erwartet haben. Wir sind hergefahren, um einiges wiedergutzumachen und haben dann katastrophal gespielt. Wir haben hier hochverdient verloren und haben das natürlich zu analysieren."
Peter Gulacsi (RB Leipzig): "Es war ein umkämpftes Spiel, in dem wir nicht gut begonnen haben. Wir wussten, was hier bei Union auf uns zukommt, aber wir waren auf dem Platz einfach nicht bereit. Momentan ist das einfach zu wenig von uns."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Fünferkette ohne Innenverteidiger

Kuriosum in der Leipziger Abwehrkette: Bei den noch immer von zahlreichen Corona-Ausfällen gebeutelten Sachsen stand kein einziger gelernter Innenverteidiger in der Startformation. Das Dreiergespann im Abwehrzentrum bildeten mit Nordi Mukiele, Lukas Klostermann und Joško Gvardiol zwei gelernte Rechts- sowie ein Linksverteidiger. Zwar hatten alle drei bereits vorher schon einmal in der Dreierkette gespielt, noch nie aber in einer Konstellation ohne einen waschechten Innenverteidiger und Organisator an der Seite.
Dies zeigte sich vor allem im ersten Durchgang immer wieder in der fehlenden Abstimmung bei langen Bällen von Seiten der Unioner. Immer wieder wurde die hoch aufgerückte letzte Linie der Gäste mit einfachen langen Pässen überspielt, wodurch sich immer wieder gute Angriffsmöglichkeiten ergaben. Erst mit Mohamed Simakans Einwechslung in der 70. Minute betrat bei der Leipzig der erste echte Innenverteidiger das Feld.

Die Statistik: 10

Die Auswärtsschwäche von RB Leipzig in der Bundesliga setzt sich fort: Die Sachsen haben saisonübergreifend seit zehn Ligaspielen nicht mehr auf fremdem Platz gewonnen.
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Quelle: Perform

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