Für Salihamidzic ist Mané der Königstransfer - und Balsam auf seine gescholtene Sportchef-Seele. Er sei "glücklich, zufrieden und stolz", sagte Salihamidzic mehrfach, es sei eine "sehr gute Erfahrung, einen Weltstar nach München geholt zu haben". Bei der Vorstellung des senegalesischen Superstars erzählte der Bosnier stolz und ausführlich von den Verhandlungen mit Mané und dem FC Liverpool, er bekam das Grinsen kaum aus dem Gesicht.
Die Verpflichtung von Mané kommt für Salihamidzic einer Genugtuung gleich. Oft war er kritisiert worden, die Anhänger waren mit vielen seiner Transfers nicht einverstanden. Niklas Süle verlieren die Bayern ablösefrei, dasselbe passierte vor einem Jahr mit Abwehrchef David Alaba. Im Wechseltheater um Weltfußballer Robert Lewandowski wird Salihamidzic vorgeworfen, er habe den polnischen Stürmerstar vergrault.
Dazu wurden die Saisonziele größtenteils verfehlt, das peinliche Champions-League-Aus gegen den FC Villarreal schmerzte heftig. Ehrenpräsident Uli Hoeneß sprach von einer "Hetzjagd" auf Salihamidzic, den die Kritik an seiner Person traf. "Fußball ist sehr emotional. Die, die mich kennen, wissen, dass ich alles für den Klub gebe", sagte er.
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Doch der Wind beim deutschen Rekordmeister hat sich gedreht, der "Sensationstransfer" Mane gibt Salihamidzic neue Luft. Zuvor hatte der 45-Jährige bereits die Neuzugänge Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui (beide Ajax Amsterdam) eingetütet, auch der Verkauf von Ersatzspieler Marc Roca für angeblich stolze zwölf Millionen Euro an Leeds United schmeckt Fans und Bossen. "Ich arbeite gerne mit Hasan zusammen, er gibt jeden Tag alles für den Klub", betonte Vorstandschef Oliver Kahn bereits Ende Mai. Präsident Herbert Hainer bedankte sich bei Kahn und Salihamidzic für "ihren Einsatz und ihre Überzeugungskraft" beim Mane-Transfer.

FCB: Salihamidzic empfiehlt sich für Vertragsverlängerung

Für Salihamidzic scheint der Knoten endlich geplatzt zu sein - und das zur richtigen Zeit. 2023 läuft sein Vertrag aus, der 45-Jährige muss sich in diesem Transferfenster empfehlen. Er tut das eindrucksvoll und bastelt bereits weiter am Kader für die kommende Saison.
"Selbstverständlich halten wir die Augen offen. Ideen hätten wir", sagte Salihamidzic. Weltstar Cristiano Ronaldo ist aber wohl keine dieser Ideen. "Das Gerücht, das im Umlauf ist, ist allerdings ein Gerücht, an dem nichts dran ist", sagte Salihamidzic bei "Sky" - auch wenn er sich mit einer Verpflichtung von "CR7" bei den Anhängern wohl unsterblich machen würde.
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