BVB: Niklas Süle straft Bayern-Bosse Lügen - Dortmund-Verteidiger winkt mit Titelgewinn frühe Genugtuung
Ganz Dortmund fiebert dem spannenden Meister-Finale in der Bundesliga entgegen. Nur noch ein Sieg (am Samstag gegen Mainz 05) trennt den BVB vom ersten Ligatitel seit elf Jahren. Für Niklas Süle wäre dies der perfekte Abschluss seiner ersten Spielzeit in Schwarz-Gelb. Der im Sommer aus München gekommene Verteidiger überzeugt speziell im Saisonendspurt und straft damit Bayerns Bosse Lügen.
Gedankenspiele beim BVB? Terzic hat "keine Lust auf Konjunktiv"
Quelle: Perform
Borsig- statt Marienplatz, schwarz-gelbes Mottoshirt statt Lederhose, Dortmund statt Bayern.
Auch wenn sich die Rahmenbedingungen in dieser Spielzeit für Niklas Süle grundlegend verändert haben, so könnte das Ergebnis am Samstagabend doch das gleiche wie im vergangenen Jahr sein: Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Nur noch ein einziger Sieg trennt Borussia Dortmund vom ersten Ligatitel seit nunmehr elf Jahren. Es ist somit alles angerichtet für eine große Meistersause im Anschluss an das abschließende Heimspiel gegen Mainz 05 (15:30 Uhr im Liveticker). "Ich hoffe, dass etwas Großes auf uns wartet. Wie ich höre, wird das hier sehr stark gefeiert", sagte Süle voller Vorfreude.
Wenn dies jemand einschätzen kann, dann der deutsche Nationalspieler. Schließlich ist Süle in Sachen Meisterfeiern ein Experte.
Gerade einmal ein Jahr ist es her, als er in bayerischer Tracht den anwesenden Fans auf dem Münchner Marienplatz die Schale mit einem breiten Grinsen präsentierte. Es war ein würdiger Abschluss seines überaus erfolgreichen Engagements an der Isar (fünf Meistertitel, zwei DFB-Pokalsiege und ein Triumph in der Champions League), das gegen Ende von zahlreichen Nebengeräuschen begleitet wurde.
Bayerns Bosse karten gegen Süle nach
"Er war immer ein brauchbarer Spieler. Das Problem ist, er hat sich nie wirklich auf seiner Position durchgesetzt", stichelte etwa Bayerns Ex-Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge in einem "Bild"-Interview im Januar des vergangenen Jahres, als Süles Abgang bereits feststand.
Auch der Schutzpatron des deutschen Rekordmeisters, Uli Hoeneß, konnte sich unmittelbar vor dem offiziellen Wechsel eine Spitze in Richtung des gebürtigen Frankfurters nicht verkneifen. Ein entsprechender Videoclip mit den damaligen Aussagen von Hoeneß wurde pünktlich zum Saisonfinale in der Bundesliga herausgekramt und kursiert aktuell in den Sozialen Medien.
Süle bringe dem FC Bayern "keine Wertschätzung" entgegen, so Hoeneß, der das Verhalten des Verteidigers damals als "katastrophal" bezeichnete. Abschließend darauf angesprochen, wie Dortmund seiner Meinung nach für die kommende Saison aufgestellt sei, entgegnete Hoeneß süffisant: "Zweiter Platz sicher!"
Die Realität sieht allerdings anders aus.
Süle: Bei Bayern geschasst, beim BVB Leistungsträger
Die Westfalen sind nur noch einen Dreier davon entfernt, die zehnjährige Dominanz des FC Bayern in der heimischen Liga zu durchbrechen.
An jener glänzenden Ausgangsposition vor dem 34. und letzten Spieltag hat auch der ehemalige Hoffenheimer seinen Anteil, der sich in Dortmund nach anfänglichen Schwierigkeiten und scharfer Kritik an seiner Person zum Leistungsträger aufgeschwungen hat.
"Ich will immer das Maximale erreichen", sagte Süle kürzlich und betonte: "Wenn man um eine Meisterschaft spielt, wofür man die ganze Saison gekämpft hat, muss das ein schönes Gefühl sein."
Der 27-Jährige überzeugte speziell im Saisonendspurt an der Seite von Mats Hummels mit konstant stabilen Leistungen und trug dazu bei, dass der BVB in den vergangenen fünf Partien lediglich drei Gegentore kassierte.
War es aus Sicht des deutschen Rekordmeisters somit ein Fehler, Süle einfach ziehen zu lassen?
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/03/23/3667712.jpg)
Jubeln gemeinsam: Niklas Süle und Jude Bellingham
Fotocredit: Getty Images
Wechsel der richtige Schritt für Süle
Fakt ist, dass der Wechsel des Defensivspezialisten nach Dortmund alles andere als ein Rückschritt war, wie zunächst von etlichen Experten befürchtet.
Zumal es gut möglich gewesen wäre, dass Süle beim FC Bayern in dieser Spielzeit zu großen Teilen lediglich auf der Bank gesessen hätte. Schließlich herrschte beim Rekordmeister zu Saisonbeginn bereits ohne die Verpflichtung von Matthijs de Ligt (Juventus Turin) in der Abwehrzentrale mit Benjamin Pavard, Dayot Upamecano sowie dem lange verletzten Lucas Hernández nahezu ein Überangebot.
Beim BVB kam Süle dagegen in der bisherigen Saison in 40 von 45 Partie zum Einsatz und beeindruckte dabei mit einer über die Saison gesehen herausragende Zweikampfquote von 63,4 Prozent, was ihm im teaminternen Vergleich Platz zwei hinter Nico Schlotterbeck (66,8 Prozent) einbringt. Eine derart erfolgreiche Zweikampfquote kann beim FC Bayern dagegen niemand vorweisen.
Süles Statistiken in der Saison 2022/23
| Wettbewerb | Spiele | Tore | Vorlagen | Einsatzminuten |
| Bundesliga | 28 | 1 | 4 | 2026 |
| DFB-Pokal | 4 | 0 | 0 | 315 |
| Champions League | 8 | 0 | 0 | 674 |
Süle träumt von Meister-Party auf Mallorca
Nach insgesamt 14 Titelgewinnen in der bayerischen Landeshauptstadt steht Süle nun unmittelbar vor seinem ersten Triumph mit den Westfalen. Bezüglich einer möglichen Meister-Party hat sich der 27-Jährige auch schon Gedanken gemacht.
"Ich habe nichts geplant ab dem 28. Mai - mit der Hoffnung, dass wir da von mir aus in den Bierkönig gehen", witzelte Süle und ergänzte: "Falls ich das erleben darf, bin ich einer, der da auch vorangehen möchte."
Genauso, wie er es zuletzt auch auf dem Platz gemacht hat.
Das könnte Dich auch interessieren: Liverpool verpasst die Königsklasse: Salah "am Boden zerstört"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/05/25/3711795-75525828-2560-1440.jpg)
#SotipptderBoss: Borussia Dortmund im Meisterrausch
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-75bf2e61-56ec-4375-aef6-96b1adf156e9-68-310-310.jpeg)