FC Bayern: Ehrenpräsident Uli Hoeneß klagt nach Remis bei Borussia Dortmund - und fordert einen Neuner

Nach dem Last-Minute-Remis des FC Bayern bei Borussia Dortmund (2:2) hat Ehrenpräsident Uli Hoeneß in der "BR"-Sendung "Der Sonntagsstammtisch" den Spielverlauf als nicht "Bayern-like" bezeichnet. Zudem forderte der 70-Jährige, dass der deutsche Rekordmeister in naher Zukunft auf den Abgang Robert Lewandowskis (FC Barcelona) reagiert - und einen echten Mittelstürmer verpflichtet.

Uli Hoeneß

Fotocredit: Getty Images

"Das Unentschieden kann man nicht mit den Unentschieden zuvor vergleichen", sagte Hoeneß mit Blick auf die Spiele gegen Borussia Mönchengladbach (1:1) und den VfB Stuttgart (2:2), die der FCB klar dominiert, aber trotzdem nicht gewonnen hatte.
Hoeneß ergänzte: "Wir haben beim wahrscheinlich zweitbesten deutschen Team vor über 80.000 gespielt und über 70 Minuten ein hervorragendes Spiel gemacht." Doch dann habe die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann "erst die Torchancen nicht reingemacht wie zu oft in letzter Zeit und dann das Spiel zu sehr aus der Hand gegeben."
Dies sei laut Hoeneß "nicht Bayern-like." Der Ex-Bayern-Boss weiter: "Wenn man mal 2:0 führt, sollte man das Spiel gewinnen." Dass die Luft für Nagelsmann nach mittlerweile vier Unentschieden und einer Niederlage nach neun Bundesliga-Spieltagen bereits dünn werden könnte, sieht Hoeneß indes nicht.
"Es ist überhaupt kein Grund vorhanden. Wir sind gut in die Champions League gestartet und in der Tabelle in Reichweite zur Spitze. Ich bin überzeugt, dass wir wieder Tabellenführer sind, wenn sich alles normalisiert."

Hoeneß: "Glaube, dass uns ein Neuner fehlt"

Hoeneß zufolge täte dem Serienchampion nach dem Sommer-Abgang Robert Lewandowskis gen Barcelona ein echter Mittelstürmer gut. "Eines ist ganz sicher: Ich glaube, dass uns ein Neuner fehlt. Es war eine schwierige Entscheidung, Robert abzugeben, mit dem Risiko, dass man gewisse Tore nicht macht - so wie Modeste einen Meter vor dem Tor. Dort steht normal der Mittelstürmer, der Knipser, den haben wir zurzeit leider nicht."
Diese Tatsache müssten "Julian und die Mannschaft irgendwie anders kompensieren." Hoeneß erklärte: "Wenn man einen Top-Mittelstürmer geholt hätte, hätte man richtig hinlangen müssen. Der Anfang der Saison gegen Frankfurt und Leipzig hat gezeigt, dass es auch ohne geht." Dennoch müsse man sich mittelfristig mit dem Thema befassen.
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"Ärgerlich für uns": Nagelsmann analysiert Bayern-Einbruch

Quelle: Perform

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