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FC Bayern München: Joshua Kimmich als neuer "Aggressive Leader" vor wichtigem Spiel in Manchester
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Publiziert 09/04/2023 um 13:08 GMT+2 Uhr
Nach dem knappen 1:0-Sieg von Bayern München gegen den SC Freiburg in der Bundesliga kam es auf dem Platz zu Tumulten. Der Auslöser war eine Provokation von Joshua Kimmich: "Da habe ich mich hinreißen lassen. Das muss man nicht machen." Bei dem ganzen Theater muss eins festgehalten werden: Die Münchner müssen sich gewaltig steigern, um bei Manchester City am Dienstag bestehen zu können.
Streich äußert sich zum Kimmich-Aufreger
Quelle: Perform
Joshua Kimmich schlurfte völlig entspannt in Badelatschen durch den Kabinengang. Dass er kurz zuvor ein ganzes Stadion gegen sich aufgebracht hatte, war dem "Aggressive Leader" vom FC Bayern München nicht anzumerken. Der Nationalspieler gestand nach dem 1:0 (0:0) beim SC Freiburg zwar ein, dass seine Provokationen unsportlich waren - das breite Grinsen bekam der 28-Jährige dabei allerdings nicht aus dem Gesicht.
"Da habe ich mich hinreißen lassen. Das muss man nicht machen. Ich verstehe jeden, der sagt, dass das unnötig war", gab Kimmich zu Protokoll. "Man muss nicht in die Richtung der gegnerischen Fans jubeln. Da waren aber sehr viele Emotionen. Es war Druck da, es ist viel abgefallen. Der Sieg war brutal wichtig für uns", sagte der Mittelfeldspieler, der mit seinem andauernden Lächeln während den Einlassungen zu seinem Fehlverhalten aber irgendwie irritierte.
Möglicherweise freute sich Kimmich insgeheim darüber, dass er "nur" die von ihm ausgelösten Tumulte nach dem Abpfiff erklären musste - anstatt über die bedenkliche Verfassung des Rekordmeisters vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League beim englischen Meister Manchester City am Dienstag zu sprechen.
Denn obwohl den Bayern die Revanche für das Aus im Pokal-Viertelfinale gegen Freiburg vier Tage zuvor (1:2) gelang und sie die Bundesliga weiter mit zwei Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund anführen, müssen sie sich in der Königsklasse gewaltig steigern. Dass die Münchner vor 34.700 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion nur um Nuancen besser als der Sport-Club waren und sie einen Distanzschuss von Innenverteidiger Matthijs de Ligt (51.) zum Sieg benötigten, nährte die Zweifel an der Form.
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Joshua Kimmich stand nach dem Abpfiff im Fokus
Fotocredit: Getty Images
Tuchel: "Brauchen eine absolute Topleistung"
Da kam es wohl gerade recht, dass Kimmich für Ablenkung sorgte, Rudelbildungen auslöste, die Gelbe Karte sah - und hinterher fleißig über all das reden durfte. "Als wir vor dem Spiel den Platz betreten haben, hat der Stadionsprecher verdeutlicht, dass sie im Pokal gegen uns gewonnen haben. Dann kam ein Kurzfilm über zehn Minuten beim Aufwärmen, wo auch nochmal deutlich gemacht wurde, dass wir verloren haben. Das saß tief", äußerte Kimmich: "Es war also so ein bisschen eine Gegenprovokation von mir."
Dass die Freiburger darauf ansprangen und sich aufregten, machte die Ablenkung vom eigentlichen Thema nahezu perfekt. So war es am Ende fast nur Trainer Thomas Tuchel, der zum bevorstehenden Kracher in der Königsklasse Auskunft geben musste. Dabei machte der Nachfolger von Julian Nagelsmann allerdings keinen Hehl aus seinen Bedenken.
"Ich habe ja offen thematisiert, dass uns ein bisschen die Leichtigkeit, das Selbstvertrauen und die Kreativität fehlt - und damit die absolute Topform", äußerte der Coach: "Wir sind uns aber bewusst, dass wir eine absolute Topleistung brauchen. Es ist einer der größten Tests aktuell. Wir wissen um ihre Qualität - und sie haben auch noch absolute Topform. Wir müssen sehr schlau sein. Dann geht das Visier hoch - und es gibt einen Fight."
Den "Aggressiv Leader" dafür hat Tuchel ja nun immerhin.
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(SID)
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Tuchel blickt auf Duell mit ManCity: "Dann geht das Visier hoch ..."
Quelle: Perform
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