Karl-Heinz Rummenigge äußert sich zur Zukunft des FC Bayern München: "Wir brauchen wieder mehr Empathie"
VonThomas Gaber
Publiziert 10/06/2023 um 21:26 GMT+2 Uhr
Karl-Heinz Rummenigge mischt als Aufsichtrat wieder mit im Tagesgeschäft des FC Bayern München. Das sei derzeit ohne Sportdirektor nötig, verriet Rummenigge vor dem Champions-League-Finale bei "DAZN". Er werde seine Rolle im Aufsichtsrat aber generell offensiv auslegen. "Wir werden die Dinge hin und wieder kritisch beleuchten. Das ist in der heutigen Zeit notwendig", sagte der 67-Jährige.
Karl-Heinz Rummenigge (l.) im Gespräch mit Uli Hoeneß
Fotocredit: Getty Images
Vor allem hinsichtlich Spielertransfers sei intensive Arbeit zwischen Trainer, Präsident, Vorstand und Aufsichtsrat gefragt. "Transfer sind wahnsinnig teuer geworden und wenn du da falsch liegst, kannst du schon in Schieflage geraten - finanziell, aber auch auf dem Platz. Da muss jeder ambitioniert Klub aufpassen", sagte Rummenigge.
Mit Konrad Laimer und Raphael Guerreiro habe der FC Bayern "zwei gute Spieler" geholt. "Mir gefällt Laimer sehr gut, er passt mit seiner Physis und seiner Aggressivität sehr gut in unser Mittelfeld", so Rummenigge.
Priorität beim FC Bayern hat jedoch die Verpflichtung eines neuen Mittelstürmers. "Man hat Lewandowski abgegeben und dadurch haben in allen Wettbewerben etwa 50 Tore gefehlt. Da wird man etwas machen müssen", sagte Rummenigge.
Zudem äußerte sich Rummenigge kritisch zur Diskussion über die Außendarstellung des Vereins. "Das Mia san mia wird für meinen Geschmack überstrapaziert. Da darf man nicht übertreiben. Klar, man muss diesen Klub speziell führen", sagte er.
Rummenigge weiter: "Der Klub hat genügend Qualität, benötigt aber wieder ein bisschen mehr Empathie. Wir müssen bei Bayern München zu alten Tugenden zurückfinden ohne die Dinge aus dem Blick zu verlieren."
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