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Bundesliga: RB Leipzig spielt bei Werner-Rückkehr gegen Köln Remis - Sachsen erleben wilden Spieltag
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Publiziert 13/08/2022 um 17:28 GMT+2 Uhr
RB Leipzig blieb auch im dritten Pflichtspiel der Saison sieglos. Gegen den 1. FC Köln reichte es nur zu einem 2:2. Rückkehrer Timo Werner eröffnete in der 36. Minute. Florian Dietz glich kurzerhand aus (40.). Christopher Nkunku (56.) traf in der zweiten Hälfte für die seit dem Platzverweis von Dominik Szoboszlai (45.+1) dezimierten Sachsen. Josko Gvardiols Eigentor verhinderte den RB-Sieg (72.).
Timo Werner traf bei seiner Rückkehr
Fotocredit: Imago
RB begann mit viel Elan, war gierig auf den ersten Saisonsieg. Nach neun Minuten brachen die ersten Jubelstürme im Stadion aus, der Führungstreffer von Dani Olmo zählte allerdings aufgrund einer Abseitsposition in der Entstehung nicht.
Auch sechs Minuten später feierten die Fans der Sachsen, wieder war es nichts mit der Führung.
Der alte und neue Leipziger Timo Werner hatte Christopher Nkunku mit einem herrlichen Steckpass bedient, der Franzose hatte die Aktion mustergültig zum Tor verwertet. Pech nur, dass Nkunku beim Zuspiel einen guten Meter im Abseits stand (15.).
Das Spiel wogte im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hin und her, bis sich Werner nach Zuspiel von Benjamin Henrichs aus 28 Metern ein Herz fasste und das lange Kölner Toreck anvisierte. Marvin Schwäbe tauchte ab, musste den undankbaren Aufsetzer unter sich durchrutschen lassen – ein klarer Fehler des FC-Keepers (36.).
Köln verfällt nicht in Schockstarre - Szoboszlai fliegt
Die Geißböcke berappelten sich schnell, konterten wenige Augenblicke später über Florian Kainz. Der Österreicher setzte sich stark gegen Marcel Halstenberg durch, fand dann mit seiner scharfen Hereingabe den eingelaufenen Dietz am zweiten Pfosten. Dieser drückte den Ball zu seinem ersten Bundesligator über die Linie, zum 1:1 (40.).
Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es nochmal hitzig, als Dominik Szoboszlai mit dem Ellenbogen gegen Kainz hinlangte und dafür die Rote Karte von Referee Benjamin Brand sah. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung des Unparteiischen (45.+1).
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Dominik Szoboszlai
Fotocredit: Getty Images
Leipzig spielt munter weiter - Gvardiol verhindert Sieg
In den zweiten 45 Minuten ließen sich die Hausherren zunächst nicht von der Unterzahl beirren und spielten weiter munter nach vorne. Ein genialer Steckpass von Olmo genügte, um die sonst sehr wachsame Defensive der Gäste auszuhebeln. Nkunku stand plötzlich halblinks im Strafraum allein vor Schwäbe und verwandelte traumwandlerisch sicher ins lange Eck, zur erneuten Führung (56.).
FC-Coach Steffen Baumgart bließ nach etwas mehr als einer Stunde mit einem dreifachen Wechsel zur Aufholjagd, brachte frisches Blut für die Offensive. Die Bemühungen sollten sich in der 72. Minute bezahlt machen, als Kainz eine freche Ecke mit viel Schnitt auf den Kasten von Leipzig servierte.
Der ebenfalls eingewechselte Josko Gvardiol konnte am zweiten Pfosten nicht mehr ausweichen und drückte so den Ball über die eigene Linie, zum 2:2-Ausgleich für Köln. In der Schlussphase spielten beide Teams mit offenem Visier, ließen dabei allerdings die letzte Präzision vermissen.
Für die Domstädter dürfte sich das Remis wie ein Sieg anfühlen, der Leipziger Saisonstart mit zwei Unentschieden aus zwei Spielen droht endgültig zum Fiasko zu werden.
Die Stimmen zum Spiel:
Florian Kainz (1. FC Köln): "Es war wirklich extrem intensiv heute. Beide Mannschaften haben sehr viel investiert. Im Endeffekt geht das Unentschieden in Ordnung. Leipzig hatte trotz der Unterzahl noch sehr viel Qualität, sie haben es sehr gut heraus gespielt. Wir hatten nicht so viele große Chancen. Trotzdem können wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein."
Jonas Hector (1. FC Köln): "Ich glaube wir haben es in den ersten 25 bis 30 Minuten wirklich gut gemacht. Natürlich haben wir auch Glück, dass die Tore zurückgenommen wurden. Das hat uns gut getan. Wir waren drin im Spiel, hatten Ballgewinne, haben relativ wenig zugelassen. Ich glaube das 1:1 zur Pause ist okay. Marvin Schwäbe hat den Schuss von Christopher Nkunku überragend gehalten, im zweiten Durchgang. Für Florian Dietz hat es mich sehr gefreut, dass er heute seinen ersten Treffer erzielt hat."
Der Tweet zum Spiel:
Köln jubelt nach vier Punkten aus den ersten zwei Saisonspielen.
Das fiel auf: Kainz als Kölner Mentalitätsmonster
Köln zeigte nach dem gelungenen Saisonauftakt gegen Schalke eine starke kollektive Leistung. Trotz zweimaligem Rückstand und einem Torwartfehler von Marvin Schwäbe gaben sich die Rheinländer nie auf. Vor allem Florian Kainz ragte heute bei den Domstädtern als unermüdlicher Antreiber auf dem Platz heraus.
Zwei Torschüsse, zwei Torvorlagen, fünf Torschussvorlagen – der Österreicher war überall auf dem Platz zu finden, war sich auch für defensive Aufgaben zu keiner Zeit zu schade. Mit seiner selbstbewussten und frechen Ecke sicherte der Akteur des FC schließlich seiner Mannschaft einen wichtigen Punkt. Gegen solche Spieler, die sich niemals aufgeben, spielt niemand gerne.
Genau solche Spieler braucht der 1. FC Köln mehr denn je - vor allem nach dem Abgang von Anthony Modeste.
Die Statistik: 777
Timo Werner kam exakt 777 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel für RB Leipzig wieder zum Einsatz für die Sachsen.
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Quelle: Perform
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