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Werder Bremen feiert Kantersieg gegen Borussia Mönchengladbach
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Publiziert 01/10/2022 um 18:18 GMT+2 Uhr
Werder Bremen hat am 8. Bundesliga-Spieltag Borussia Mönchengladbach 5:1 (4:0) geschlagen. Durch die Treffer von Niclas Füllkrug (5., 13.) und Marvin Duksch (8.) sowie ein Eigentor von Ramy Bensebaini (37.) sorgten die Hanseaten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Marcus Thuram (63.) verkürzte für die Fohlen, Mitchell Weiser (73.) besorgte den Endstand. Werder gelangen zwei Klubrekorde.
Niclas Füllkrug
Fotocredit: Getty Images
Nach zuletzt zwei sieglosen Partien gegen Augsburg (0:1) und Leverkusen (1:1), wollte Werder vor heimischer Kulisse wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. Dies war von Beginn an zu spüren, denn die Hausherren sollten eine furiose Anfangsviertelstunde auf den Platz bringen.
Den Torreigen eröffnete Niclas Füllkrug in der fünften Spielminute: Der Stürmer entwischte Gegenspieler Joe Scally und traf nach einer Flanke von Romano Schmid im Fallen aus wenigen Metern zum 1:0 in die Maschen (5.).
Nur drei Minuten später durfte sich Sturmpartner Marvin Ducksch über seinen ersten Saisontreffer freuen. Nach einer schnellen Kombination steckte jener Ducksch auf Schmid durch, der alleine vor Yann Sommer auftauchte. Der Keeper kam raus und spitzelte die Kugel mit der Fußspitze direkt vor die Füße von Ducksch, der ins leere Tor einschob (8.).
Damit aber noch nicht genug: Ein überragendes Werder erhöhte nach einem fatalen Kopfball-Rückpass von Gladbachs Ramy Bensebaini in Person von Füllkrug auf 3:0 (13.). Es war das zweite Tor des Stürmers an diesem Abend und die schnellste Drei-Tore-Führung für Bremen in der Ligahistorie.
Im weiteren Verlauf hatten die Hanseaten durch Anthony Jung (16.) und Ducksch (28.) weitere gute Gelegenheiten. Letztendlich markierte aber Pechvogel Bensebaini das 4:0 für den Gegner, als er eine eigentlich harmlose Flanke ohne Not ins eigene Tor bugsierte (37.).
Gladbach wirkte über weite Strecken der Partie völlig von der Rolle, hatte jedoch auch durch Christopher Kramer (18.) und Scally (19.) die Chancen, zwischenzeitlich auf 1:3 zu verkürzen. Die beste Gelegenheit ließ jedoch Kapitän Lars Stindl kurz vor der Pause aus. Er scheiterte aus zentraler Position an Jiri Pavlenka (42.). Wenig später ging es pünktlich in die Pause.
Gladbach-Coach Daniel Farke ließ seine Mannschaft trotz des hohen Rückstandes auch nach dem Seitenwechsel unverändert. Er sah, wie Marcus Thuram kurz nach Wiederanpfiff mit seinem Flachschuss knapp das 1:4 verpasste (48.). Gute zehn Minuten später hatten die Gäste dann aber auch Glück, als Mitchell Weiser aus wenigen Metern per Kopf nur den rechten Torpfosten traf (59.).
Die Fohlen blieben jedoch professionell, stellten das Spiel nicht ein und suchten trotz aussichtloser Lage weiter den Weg nach vorne. Thuram belohnte den Willen mit dem 1:4-Ehrentreffer nach Vorlage von Stindl (63.).
Die Hausherren hatten aber noch Appetit auf Tore und spielten es dann sogar brasilianisch aus: Nach einer schnellen Passkombination über Weiser und Jens Stage chippte Füllkrug den Ball im Strafraum nur leicht an, damit der heransprintende Weiser per Volleyschuss flach zum 5:1 einschießen konnte (73.). Es war der Schlusspunkt in einem denkwürdigen Spiel.
Die Stimme:
Niclas Füllkrug (Werder Bremen): „Da ist heute ein riesiger Knoten geplatzt. Die erste Halbzeit war wirklich Weltklasse, da haben wir aber auch einige Körner gelassen deswegen war die zweite Hälfte dann etwas entspannter. Uns war klar, dass Gladbach nochmal versuchen wird, nach der Halbzeit ein schnelles Tor zu machen. Wir wollten kompakt verteidigen und Nadelstiche setzen. Sicherlich hätten wir im zweiten Durchgang die ein oder andere Situation besser ausspielen können. Nach so einer Leistung kann man sich aber nicht beschweren.“
Der Tweet zum Spiel:
Das Duo des Tages: Die Sturmpartner Füllkrug und Ducksch sorgten in der Anfangsviertelstunde mit ihren Toren für die frühe Vorentscheidung. Während Füllkrug mit seinen Toren zum 1:0 und 3:0 seine Saisontore sechs und sieben bejubeln durfte, traf Ducksch beim 2:0 zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit.
Das fiel auf: Bremen galoppiert über Fohlen hinweg
Die Gäste waren von Bremens furiosem Beginn und dem intensiven Pressing komplett überrascht. Der technisch sonst so starken Elf vom Niederrhein gelang es nicht, sich aus dem Anlaufen des Gegners spielerisch zu befreien – im Gegenteil. Gladbach produzierte immer wieder Fehler in Drucksituationen.
Das Team von Ole Werner arbeitet in allen Mannschaftsteilen effizient mit. Gladbach kam damit nicht zurecht, darunter litt auch die Raumaufteilung der Fohlen. Bremen hatte viel zu viel Platz und konnte die Defensive des Gegners viel zu leicht überspielen. Der verletzte Abwehr-Koordinator Ko Itakura wurde schmerzlich vermisst.
Zudem erwischte Leistungsträger Bensebaini einen rabenschwarzen Tag. Er leitete das 3:0 für Werder durch einen missglückten Kopfball ein und traf später noch ins eigene Tor. Sonst zählt der Algerier zu den sichersten Außenverteidigern der Liga - heute jedoch nicht.
Während Bensebaini und Co. enttäuschten, sprühte Werder vor Spielwitz. Krönender Abschluss war das sehenswerte 5:1, welches Weiser nach einem tollen Spielzug vollendete.
Die Statistik: 13
Nur 13 Minuten benötigte die Werder-Elf, um drei Treffer (Vereinsrekord!) gegen die bis dato zweitbeste Defensive der Liga zu erzielen und damit die Grundlage für den dritten Saisonsieg zu legen. Die 4:0-Führung zur Halbzeit bedeutet ebenfalls einen Ligarekord für die Hanseaten. Durch den Heimerfolg über die Fohlen klettert der Aufsteiger vorrübergehend auf Rang acht und überholt somit die Borussia aus Mönchengladbach.
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Quelle: SID
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