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Werder Bremen siegt gegen Hertha BSC: Spätes Tor von Niclas Füllkrug lässt Nordlichter jubeln
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Publiziert 28/10/2022 um 22:29 GMT+2 Uhr
Werder Bremen hat die Freitagspartie in der Bundesliga für sich entschieden. 1:0 hieß es nach 90 Minuten aus Sicht der Hanseaten, die sich dank des Sieges vorübergehend auf den sechsten Tabellenplatz schieben. Zum Mann des Spiels avancierte einmal mehr Niclas Füllkrug. Der 29-Jährige markierte kurz vor Schluss per Kopf den entscheidenden Treffer (85.). Es war bereits sein neuntes Saisontor.
Werders Shootingstar Niclas Füllkrug
Fotocredit: Getty Images
Nach zuletzt drei Pflichtspielniederlagen in Serie waren die Bremer um eine positive Reaktion bemüht. Die erste Chance des Spiels gehörte aber den Gästen aus Berlin, bei denen Marco Richter nach wenigen Minuten ans Außennetz traf (3.). Nachdem Dodi Lukebakio nach einem Herthaner Konter knapp über die Latte verzog (14.), verbuchten die Hausherren nach 26 Minuten ihre erste große Gelegenheit. Marvin Ducksch verpasste nach Zuspiel von Niclas Füllkrug aus acht Metern aber die Bremer Führung (26.).
Wenig später probierte es dann Füllkrug selbst mit einem Abschluss, seinen Schlenzer aus 14 Metern konnte Hertha-Keeper Oliver Christensen aber mit etwas Mühe abwehren (31.). Weil Mitchell Weiser den Ball nach Hereingabe von Ducksch kurz vor der Pause knapp rechts am Tor vorbeisetzte (41.), ging es nach umkämpften, teils hektischen ersten 45 Minuten torlos in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel sorgten die Gäste mit einer Reihe von Distanzschüssen durch Wilfired Kanga (49.), Suat Serdar (54.) und dem auffälligen Lukebakio (57.) für die gefährlicheren Abschlüsse in einer weiterhin äußerst zerfahrenen Begegnung.
Bis auf einen ansatzweise gefährlichen Freistoß von Ducksch aus 25 Metern (59.) kam von auf Sicherheit bedachten Bremen nach der Pause offensiv lange nichts. In der Schlussphase hatte zunächst Aktivposten Mitchell Weiser den Bremer Sieg auf dem Fuß, schoss sich beim Abschluss aus sieben Metern aber ans eigene Schienbein (81.).
Für die Entscheidung zugunsten der Grün-Weißen sorgte dann einmal mehr Torjäger Füllkrug. Nach einem kurz ausgeführten Ducksch-Freistoß flankte Anthony Jung gefühlvoll in den Strafraum. Dort schraubte sich Füllkrug im Luftduell mit Kempf hoch und traf mit einem Power-Kopfball aus 13 Metern in die linke obere Ecke zum entscheidenden 1:0-Siegtreffer (85.).
Die Stimmen:
Niclas Füllkrug (Werder Bremen): "Ein Abendspiel im Weserstadion zu gewinnen, ist das beste Gefühl. Schön, dass ich mit meinem Tor helfen konnte. Ich versuche einfach bei mir zu bleiben und auch nächste Woche ein Tor zu schießen. Das andere ist ja auch noch ein paar Wochen hin."
Mitchell Weiser (Werder Bremen): "Es war vorher schon klar, dass es intensiv wird. Es war ein ausgeglichenes Spiel, aber wir haben am Ende unsere Chance genutzt."
Marco Richter (Hertha BSC): "Alles in allem war es ein klassisches 0:0-Spiel. Bei Füllkrug läuft es gerade einfach, dass der Ball da noch so hinten rein fällt. Ein sehr bitterer Abend für uns."
Ole Werner (Trainer Werder Bremen): "Es ist gut gelaufen für uns. Es war ein ausgeglichenes, enges Spiel, in dem Zentimeter entschieden haben, mit dem besseren Ende für uns. Das war eine erwachsene, reife Leistung von uns."
Sandro Schwarz (Trainer Hertha BSC): "Es war ein emotionales Spiel - bitter, dass wir heute verloren haben. Nach der Pause hatten wir phasenweise alles im Griff. Dann ist es ärgerlich, dass man mit so einer Bogenlampe das Spiel noch verliert."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Füllkrugs nächste WM-Bewerbung
Gegen die Hertha stellte Werder-Angreifer Niclas Füllkrug erneut unter Beweis, warum er der DFB-Elf bei der anstehenden WM in Katar helfen könnte. Der Mittelstürmer fungierte bei den zahlreichen langen Bällen mit seiner Kopfballstärke als viel gesuchte Anspielstation und verlängerte die Bälle immer wieder klug auf seine Mitspieler.
Die enorme Wucht in Luftduellen nutzte Füllkrug dann auch beim Siegtor unwiderstehlich – auch ein Element, das der deutschen Nationalmannschaft aktuell fehlt. Mit neun Saisontoren führt der Werder-Stürmer aktuell die Torschützenliste der Bundesliga an.
Die Statistik: 22
Seit Jahresbeginn 2000 feierten die Grün-Weißen gegen kein anderes Team so viele Bundesliga-Siege wie gegen Hertha BSC (22). Die Berliner kassierten zudem in der Bundesliga gegen Werder die zweitmeisten Niederlagen (38) und Gegentore (174).
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Quelle: Perform
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