FC Bayern München: Wohin mit Thomas Müller? Hasan Salihamidzic heizt den Konkurrenzkampf an
Publiziert 21/01/2023 um 11:51 GMT+1 Uhr
Früher galt beim FC Bayern München das Motto "Müller spielt immer". Nun stellt sich eher die Frage: Wohin mit Müller? Am Freitagabend beim Bundesliga-Restart in Leipzig brachte Julian Nagelsmann den Nationalspieler erst in der 83. Minute für Serge Gnabry. Auf allen Offensivpositionen scheint die Vereins-Ikone derzeit das Nachsehen zu haben. Thomas Müller geht damit gelassen um – zumindest noch.
Thomas Müller beim FC Bayern München derzeit offenbar außen vor
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Aus Leipzig berichtet Oliver Jensen.
Quälend lange 83 Minuten musste sich Thomas Müller gedulden, bis er beim 1:1 gegen RB Leipzig für Serge Gnabry eingewechselt wurde. Immerhin einmal konnte er sich gut in Szene setzen: In der 3. Minute der Nachspielzeit setzte er den Ball knapp neben das Tor. Allerdings hätte der mögliche Treffer ohnehin nicht gezählt, weil der Vorlagengeber Mathys Tel im Abseits stand.
Für weitere große Aktionen war die verbleibende Zeit etwas zu knapp.
Ob er gerne früher zum Einsatz gekommen wäre? "Grundsätzlich ist man immer bereit, man ist bereit für alles", antwortet der 33-Jährige, ohne die eigene Situation in den Fokus stellen zu wollen: "Insgesamt stehe ich mit dem Trainer in einem guten Kontakt und in einem guten Austausch. Das Wichtigste ist, dass wir als Mannschaft gewinnen. Jeder Einzelne muss sich dem Team unterordnen. Das gilt genauso für mich. Trotzdem bin ich natürlich heiß darauf, Minuten zu sammeln."
Dazu bekam er zuletzt immer seltener die Gelegenheit. Müller hatte bereits die letzten sieben Bundesligaspiele vor der WM-Pause verpasst, weil er zunächst unter einer Erkältung und einer Magen-Darm-Grippe litt, dann auch noch Probleme mit der Hüfte bekam. Bei den drei Vorrundenspielen der Weltmeisterschaft stand Müller zwar stets in der Startelf, konnte aber nicht überzeugen.
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Thomas Müller und Joshua Kimmich
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Die junge und schnelle Konkurrenz bekommt den Vorzug
Zurück beim FC Bayern, drohen ihm im offensiven Mittelfeld sowie auf den Flügelpositionen die jüngeren, und vor allem auch schnelleren, Jamal Musiala, Leroy Sane sowie Serge Gnabry den Rang abzulaufen. Im Sturm ist zudem der treffsichere Eric Maxim Choupo-Moting gesetzt.
Trainer Julian Nagelsmann unterstrich am Donnerstag dennoch den Wert von Müller: "Thomas ist ein extrem wichtiger Spieler, wir sind sehr viel im Austausch. Er ist intelligent genug, dass er sieht, dass Choupo-Moting es sehr gut gemacht hat, aber er ist auch intelligent genug zu wissen, dass er auf verschiedenen Positionen Weltklasse ist."
Müller bestätigt die Gespräche mit dem Trainer: "Wir sind beide sehr kommunikativ. Wir reden ganz offen miteinander. Wir sind beide daran interessiert, dass der FC Bayern so viele Titel wie möglich gewinnt. Und wir versuchen, uns beide gegenseitig dafür zu benutzen, um erfolgreich zu sein."
Salihamidzic verweist auf das Leistungsprinzip
Auf die Situation von Müller angesprochen, verweist Sportvorstand Hasan Salihamidzic auf die hohe Qualität im Kader: „Wir haben eine starke Mannschaft. Und Thomas kennt genauso wie jeder andere die Situation in der Mannschaft. `King` (Kingsley Coman, Anm.d.Red.) saß auch auf der Bank, genauso Ryan (Gravenberch), Tel – da kann mal alle durchgehen. Das ist völlig normal. Wir sind der FC Bayern München.“
Salihamidzic heizt den internen Konkurrenzkampf an. "Wer gute Leistung bringt, wird sicherlich spielen. Das ist das Leitungsprinzip des FC Bayern München. Dadurch kann sich vieles noch ändern."
Nicht mehr verändern soll sich dafür allerdings der Kader. Nach der Verpflichtung von Torwart Yann Sommer plant der FC Bayern keine weiteren Zugänge. "Die Transferaktivitäten sind abgeschlossen", stellt Salihamidzic klar.
Der Fokus des FC Bayern richtet sich nun auf den Hinrunden-Abschluss, wenn am Dienstagabend das Heimspiel gegen den 1. FC Köln stattfindet. "Wir greifen wieder an", kündigt Müller schon einmal an. Die Frage ist eben nur, welche Rolle er dabei spielen darf.
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SotipptderBoss: FC Bayern mit Traumstart in Leipzig
Quelle: Eurosport
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