Yann Sommer zum FC Bayern doch nicht vom Tisch? Gladbach stellt wohl Bedingung für Transfer

Gladbach-Sportdirektor Roland Virkus erteilte einem Abgang von Torhüter Yann Sommer zum FC Bayern München vergangene Woche öffentliche eine deutliche Absage. Doch offenbar ist ein Wechsel des Schweizers an die Isar nun doch noch nicht vom Tisch. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hängt der Transfer nur an der Ablösesumme. Demnach dürfte Sommer die Fohlen für acht bis zehn Millionen Euro verlassen.

Yann Sommer steht vor einem Wechsel zum FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

Die Münchner buhlen intensiv um den 34-Jährigen als Ersatz für den schwer verletzten Kapitän Manuel Neuer. Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte in der zurückliegenden Woche bestätigt, dass sich der Rekordmeister mit Sommer beschäftige. "Wir prüfen die Optionen. Wir werden bald eine Entscheidung fällen. Ja, er ist ein Thema", hatte er bei "Sky" deutlich gemacht.
Daraufhin reagierte erst Borussia-Coach Daniel Farke mit einem Machtwort, einen Tag später schloss auch Sportdirektor Virkus einen Wechsel des Keepers aus. "Wir werden Yann Sommer nicht abgeben. Das haben wir den Bayern auch so mitgeteilt", erklärte der 56-Jährige in der "Rheinischen Post". Doch das eindeutige Dementi könnte sich nun als taktisches Mittel entpuppen, um den Preis in die Höhe zu treiben.
Wie die "Bild" berichtet, signalisierte Virkus im persönlichen Gespräch mit dem Rekordmeister, dass die Tür noch nicht zu sei. Gladbach ist weiterhin zu Gesprächen bereit, demnach fordere der Tabellensechste aber zwischen acht und zehn Millionen Euro für die Dienste des Schweizer Nationalspielers.
Der Grund: Bei der Verpflichtung eines Ersatzes möchte die Borussia nicht draufzahlen. Auch, um bei einem Verkauf des Leistungsträgers vor den Fans das Gesicht zu wahren.
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Daniel Farke (l.) möchte Yann Sommer (r.) undbedingt in Gladbach behalten

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Landsmann als Sommer-Ersatz?

Denn die Borussia sondiert schon den Markt nach möglichen Nachfolgern. Als Top-Kandidat kristallisiert sich Jonas Omlin von Montpellier HSC heraus. Der Sommer-Landsmann müsste bei den Franzosen aber aus einem bis 2024 laufenden Vertrag ausgelöst werden.
Die Entscheidung von Sommer steht dagegen bereits fest. Der Schlussmann soll mit den Isarstädtern schon eine mündliche Übereinkunft getroffen und sowohl Virkus und Farke als auch die Mannschaftskollegen über seinen Wechselwunsch informiert haben.
Laut "Blick"-Informationen liegt Sommer sogar ein unterschriftsreifer Vertrag bis 2025 vor.

Bayern fürchtet längeren Neuer-Ausfall

Damit würde der zweimalige Schweizer Fußballer des Jahres in der kommenden Spielzeit auch mit Kapitän Neuer in Konkurrenz treten. Wie "Sport1" berichtet, zweifelt der Rekordmeister am Regenerationsplan des DFB-Kapitäns und befürchtet eine längere Ausfallzeit. Auch deswegen soll Sommer beim FC Bayern für zweieinhalb Jahre unterschreiben.
Doch die Borussia sitzt in der Cause Sommer am längeren Hebel. Der Rekordmeister scheint derzeit nicht bereit zu sein, die geforderte Summe über acht bis zehn Millionen für den 34-Jährigen, dessen Vertrag bei den Fohlen im Juni ausläuft, auf den Tisch zu legen. Zuletzt war ein Angebot über vier Millionen Euro kolportiert worden. Die Münchner erachten diese Summe als "marktgerecht". Noch.
Das Pokerspiel geht in die nächste Runde.
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