Borussia Dortmund: Elfmeter von Marcel Sabitzer sorgt für Wirbel - Strafstoß wird nach Ausführung zurückgenommen

Borussia Dortmunds Marcel Sabitzer lief zum Elfmeter an, traf, jubelte - doch dann wurde der Strafstoß überprüft und schließlich sogar zurückgenommen: Eine kuriose Szene hat im Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem BVB für viel Verwunderung unter den 54.042 Zuschauern gesorgt. Sabitzer hatte zunächst vom Punkt das vermeintliche 3:1 erzielt, es wäre sein drittes Tor in dem Spiel gewesen.

Elfmeter-Chaos in Gladbach: BVB-Trainer Terzic äußert sich

Quelle: Perform

Marcel Sabitzer bat nach seinem "Hörfehler" um Entschuldigung.
"Es war nichts Böses dabei, ich habe wirklich was gehört", sagte der Profi von Borussia Dortmund, nachdem er bei 50.000 Fans für mächtig Verwirrung gesorgt hatte. Minutenlang herrschte in Mönchengladbach nach einer kuriosen Elfmeter-Situation Rätselraten auf den Tribünen. Aufgeklärt wurden am Ende nur die Zuschauer an den TV-Geräten.
Was war passiert? In der 52. Minute des Borussia-Duells lief Dortmunds Sabitzer zu einem Foulelfmeter an, traf zum vermeintlichen 3:1, jubelte - und wurde zurückgepfiffen. Wohl jeder im Stadion dachte zunächst, dass der Strafstoß wiederholt wird, doch weit gefehlt.
Der Elfmeterpfiff wurde überprüft und schließlich zurückgenommen. Viele Fans witterten einen VAR-Skandal.

Sabitzer: "Habe hundertprozentig einen Pfiff gehört"

In Wirklichkeit aber hatte Schiedsrichter Florian Badstübner den Ball gar nicht freigegeben, Sabitzer hätte gar nicht anlaufen dürfen. "Ich habe hundertprozentig einen Pfiff gehört, aber ich habe mir versichern lassen, dass der von der Tribüne kam", sagte Sabitzer, der beim 2:1 (2:1)-Sieg so um seinen ersten Dreierpack in der Bundesliga gebracht wurde.
Gladbach-Keeper Jonas Omlin wiederum gab an, "keinen Pfiff" gehört zu haben. Er habe "nur gesehen, dass er anläuft und gedacht: spring mal mit." Das tat Omlin dann auch und war wenig später ebenfalls verwirrt.
Weil auch die Informationen auf der Leinwand knapp blieben, wurde erneut die Forderung nach Mikrofonen für Schiedsrichter laut. Beim American Football oder Eishockey können Referees ihre Entscheidungen dem Publikum über Lautsprecher erklären, beim Fußball wurde diese Neuerung bei der Klub-WM und der Frauen-WM 2023 zumindest getestet.

Terzic optimistisch ins Duell mit Atlético

Doch überzeugt sind nur die wenigsten. "Fußball lebt davon, dass er dynamisch ist, dass es keine Unterbrechungen gibt und die Zeit angehalten wird", sagte BVB-Trainer Edin Terzic. Zudem wäre es "gar nicht so leicht gewesen", die komplizierte Situation zu erklären. Szenen wie diese dürften aber ohnehin die Ausnahme bleiben, so Terzic: "Wir hoffen es jedenfalls."
Fast zur Nebensache geriet, dass Sabitzer zwei reguläre Tor erzielte - per Linksschuss (22.) und Foulelfmeter (28.) - und so den BVB in Reichweite zu den Champions-League-Plätzen hielt. Gladbach kam durch Maximilian Wöber (36.) zwar noch einmal heran, mehr war aber auch nach Gelb-Rot gegen Karim Adeyemi (55.) nicht mehr drin.
Die Dortmunder Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atlético Madrid war somit gelungen. "Wir haben heute so viele Widerstände bewältigt", sagte Terzic und meinte damit auch das kuriose Nicht-Tor von Sabitzer: "Für Dienstag stimmt mich das optimistisch."
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(SID)
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Quelle: Eurosport

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