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Borussia Dortmund glanzlos in der Liga auf Kurs: Der BVB-Motor stottert zum Saisonstart noch
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Publiziert 09/10/2023 um 23:46 GMT+2 Uhr
Der Auftakt der neuen Spielzeit wirft Licht und Schatten auf die Borussia aus Dortmund. Während die Schwarz-Gelben mit der Punkteausbeute der bisherigen Bundesligasaison einverstanden sein dürften, sorgen mehrere Baustellen des BVB für Fragezeichen. Die Defensive ist nicht immer sattelfest und auf der anderen Seite des Platzes laufen die Offensivgaranten der Vorsaison der eigenen Form hinterher.
Brandt über Hummels: "Das hat sich der Nationaltrainer notiert"
Quelle: Perform
16 Tore und acht Gegentreffer. Im engen Spitzenquartett, bestehend aus Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart, dem FC Bayern und Borussia Dortmund, spricht die Torbilanz der Schwarz-Gelben eine eindeutige Sprache.
Die wenigsten geschossenen Treffer und die meisten Gegentore aller Spitzenteams (gemeinsam mit dem VfB) fassen die Baustellen des BVB gut zusammen. Denn trotz der guten Punkteausbeute (17 Punkte aus sieben Spielen, zwei Punkte hinter Tabellenführer Leverkusen) weiß man in diesen Tagen in Dortmund nicht, ob das Glas halb leer oder halb voll ist.
"Es war eine sehr schwierige erste Halbzeit", zog der abgeschlagene Trainer Edin Terzic nach dem spektakulären 4:2-Erfolg über Union Berlin Bilanz und ergänzte: "Es war etwas, das uns nicht gut gefallen hat". Eine Partie, die als Spiegelbild der bisherigen Saison dienen dürfte.
Denn nach einer schwachen ersten Halbzeit samt nicht unverdientem Rückstand drehte der BVB vor heimischer Kulisse auf und gewann durch eine starke zweite Hälfte dann doch noch gegen kriselnde Berliner: "Wir sind heute mit der zweiten Halbzeit und dem Ergebnis zufrieden." Doch wieder einmal hinterließ die Borussia dabei keinen überzeugenden Eindruck.
BVB-Defensive zuletzt im Aufwind
Besonders die Defensivarbeit der Schwarz-Gelben lief zu Saisonbeginn den eigenen Erwartungen hinterher. Allein gegen die Underdogs aus Bochum (1:1), Heidenheim (2:2) und Freiburg (2:2) setzte es in den Spieltagen zwei bis vier satte fünf Gegentore.
Seither stabilisierte sich die Dortmunder Hintermannschaft: "Wir haben uns in den vergangenen Wochen Stück für Stück spielerisch weiterentwickelt", kommentierte Sportdirektor Sebastian Kehl die aktuelle Formkurve nach der Partie.
Dabei spielt besonders Routinier Mats Hummels im Herbst seine Karriere eine entscheidende Rolle. Die wieder erlangte Top-Form wurde zuletzt sogar mit einer Rückkehr in den Kader der Nationalmannschaft belohnt.
Gemeinsam mit dem Torschützen zum zwischenzeitlichen 2:2 gegen Union, Nico Schlotterbeck, bildet der Routinier auch in seiner mittlerweile 16. Bundesliga-Saison das etatmäßige Innenverteidiger-Duo, die Rückkehr ins DFB-Team ist folglich für Terzic "absolut verdient". Denn auch mit 34 Jahren sorgt Hummels für Struktur und Ordnung in der Dortmunder Defensive. Auch als Torschütze konnte sich der Innenverteidiger schon zweimal in der laufenden Spielzeit eintragen.
"In der zweiten Halbzeit haben wir das großartig gemacht. Ich bin ja einer, der viel kritisiert, wenn es etwas zu kritisieren gibt. Aber das war gut", lobte der sechsfache Deutsche Meister sein Team nach dem Comeback-Sieg am Samstag.
Füllkrug läuft Haller den Rang ab
Auch die Dortmunder Offensive weist die schlechtesten Zahlen der Spitzengruppe auf. Dabei hat sich der Vizemeister zuletzt verbessert, gegen Hoffenheim (3:1) und eben Union Berlin (4:2) erzielte man insgesamt sieben Treffer.
Doch besonders Sébastien Haller, der den BVB in der Rückrunde fast im Alleingang zum Titelanwärter schoss, ist in der neuen Spielzeit bislang nicht angekommen. Nur viermal schoss der 29-jährige Stürmer in der laufenden Saison auf den gegnerischen Kasten, ein Tor sprang dabei noch nicht heraus. Eine Formkrise, die für Terzic ist, und so zuletzt Last-Minute-Verpflichtung Niclas Füllkrug in die Startelf spülte.
Der Ex-Bremer bedankte sich bislang mit zwei Treffern und einer Vorlage. "Er tut uns auf und neben dem Platz enorm gut“, erklärte Geschäftsführer Carsten Cramer unlängst.
Can und Adeyemi außer Form
Doch während einige Stützen der Vorsaison wie Haller, Emre Can oder auch Karim Adeyemi der eigenen Form hinterherlaufen, überzeugen nun neben Füllkrug auch Julian Brandt und Routinier Marco Reus. Mit zwei Toren und vier Assists ist Brandt Dortmunds bester Scorer, gegen Union brachte seine Einwechslung die Wende. Auch Ex-Kapitän Reus durfte zuletzt wieder von Beginn an starten und steuerte bislang je drei Tore und Assists bei.
Während die Punkteausbeute in der Liga noch optimistisch stimmen dürfte, haben die Offensiv-Probleme der ersten Wochen den BVB besonders in der Champions League in die Bredouille gebracht. Nach den ersten beiden Spieltagen ohne eigenen Treffer (ein Punkt) ist die Borussia am dritten Spieltag bereits zum Siegen verdammt - ausgerechnet gegen PSG-Bezwinger Newcastle United.
Und so muss Cheftrainer Terzic die Baustellen des BVB nach der Länderspielpause endgültig in den Griff bekommen - und dafür womöglich verstärkt auf seine Routiniers zurückgreifen.
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Quelle: Perform
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