BVB gegen FC Bayern: Thomas Tuchel vor dem Klassiker extrem genervt und dünnhäutig - Spitze gegen Experten um Matthäus
Thomas Tuchel vom FC Bayern München hat vor dem Bundesliga-Topspiel am 10. Spieltag bei Borussia Dortmund mit einem fragwürdigen Auftritt für Aufsehen gesorgt. Der 50-Jährige zeigte sich im Interview mit "Sky"-Reporter Patrick Wasserziehr maximal kurz angebunden und genervt. Auch eine kleine Spitze an die Experten in der Runde um Ex-Bayern-Profi Lothar Matthäus konnte sich Tuchel nicht verkneifen.
Tuchel ätzt nach Bayern-Sieg gegen Hamann und Matthäus
Quelle: Perform
Die Anspannung bei Thomas Tuchel war förmlich mit Händen zu greifen.
Der Trainer des FC Bayern stellte sich im Vorfeld des Bundesliga-Topspiels am 10. Spieltag bei Borussia Dortmund den üblichen Fragen zu seiner Aufstellung sowie der gegenwärtigen Form der Münchner. Doch anders als für Gewöhnlich wirkte Tuchel am Samstagabend im Signal-Iduna-Park extrem genervt und maximal kurz angebunden.
Die Einstiegsfrage von "Sky"-Reporter Patrick Wasserziehr, was er mit dem Spiel am Samstagabend verbinde, beantwortete der 50-Jährige kurz und knapp: "Champions-League-Nächte. Es sind zwei sehr gute Mannschaften, die unter Flutlicht spielen."
Auf Nachfrage, ob es für ihn aufgrund seiner BVB-Vergangenheit (2015 bis 2017 Cheftrainer der Schwarz-Gelben) denn gar keine emotionale Partie sei, entgegnete Tuchel energisch: "Das haben Sie jetzt hineininterpretiert. Ich kenne hier jeden - natürlich ist das für mich emotional, aber darüber brauchen wir vor dem Spiel nicht reden."
Tuchel mit Spitze gegen Experten um Matthäus
Ähnlich genervt wirkte Tuchel, als es im Anschluss um das jüngste Aus im DFB-Pokal bei Drittligist 1. FC Saarbrücken (1:2) ging. Die Frage, ob der Druck gegen Dortmund nun besonders groß sei, bügelt er ebenfalls schnell ab. "Der Druck ist bei Bayern immer groß", so Tuchel.
Auch Wasserziehr war die sichtlich verärgerte Art Tuchel nicht verborgen geblieben. "Warum sind sie denn auf bayerisch gesagt heute so 'zwider'?", fragte der 57-Jährige.
"Ich möchte einfach nicht stören, wenn die Experten über uns sprechen. Gerne die nächste Frage", sagte Tuchel. Eine eindeutige Spitze in Richtung "Sky"-Fachmann Lothar Matthäus, der genau wie sein Experten-Kollege Dietmar Hamann in der Öffentlichkeit zuletzt deutliche Kritik an Bayern Münchens Trainer geübt hatte.
Tuchel konterte darauf auf der Pressekonferenz am Freitag vor dem Topspiel in Dortmund auf seine eigene Art und Weise. "Ich sehe bei den beiden auch keine Weiterentwicklung", schoss er gegen Hamann und Matthäus zurück, die genau dies Tuchel und den Bayern zuletzt vorgeworfen hatten.
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Tuchel kontert Hamann: "Sehe auch keine Weiterentwicklung"
Quelle: Perform
Dreesen spielt Vorfall herunter - Matthäus wundert sich über Tuchel
Der Übungsleiter versicherte Wasserziehr jedoch, dass alles gut sei. "Das merke ich", antwortete der Reporter, der Tuchel weiter das Angebot unterbreitete, gerne in längeren Sätzen auf seine Fragen antworten zu können - jenem Wunsch kam Tuchel schließlich auch nach.
Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, der im Anschluss am "Sky"-Pult bei Matthäus, Julia Simic (ebenfalls Expertin) und Sebastian Hellmann (Moderator) Rede und Antwort stand, versuchte, den Vorfall herunterzuspielen.
"Er war nicht genervt, sondern konzentriert. Er ist einfach nicht zufrieden mit den Ergebnissen und der Leistung in Saarbrücken. Es ist wichtig, dass er genervt ist, das zeigt, dass er konzentriert ist", erklärte er.
Matthäus sah dies jedoch anders und kritisierte wiederum den Auftritt Tuchels: "Der Spruch gestern auf der Pressekonferenz war cool, heute hat er einen weniger souveränen Auftritt hinterlassen, ich hoffe, die Mannschaft ist souveräner."
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Tuchel: "Niederlage im Pokal spricht gegen das Grundgesetz"
Quelle: Perform
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