BVB geht sich nach dem Remis gegen Heidenheim verbal selbst an die Gurgel - "Wild" und "dämlich"

Borussia Dortmund verspielt beim 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim am 3. Bundesliga-Spieltag eine 2:0-Führung und geht sich danach verbal selbst an die Gurgel. Während Julian Brandt von einer "dämlichen" Aktion seines Mitspielers Sébastien Haller berichtet, spricht Trainer Edin Terzic seinem Team ab, eine "Spitzenmannschaft" zu sein. Die Nerven liegen beim BVB jetzt schon blank.

Füllkrug trauert Chancen nach: "Es fehlen die drei Punkte"

Quelle: Perform

Selbst Frank Schmidt schwante Böses. "Wir liegen nach einer Viertelstunde 0:2 hinten. Da haben viele gedacht, es geht nur noch um die Höhe", sagte der Trainer des 1. FC Heidenheim nach dem Freitagsspiel der Bundesliga bei Borussia Dortmund.
Julian Brandt (7.) und Emre Can (15., Handelfmeter) hatten den BVB in Führung geschossen, Marcel Sabitzer (19.) noch Donyell Malen (43./45.+1) ließen bis zur Pause weitere hochkarätige Chancen liegen. In der zweiten Halbzeit wendete sich jedoch das Blatt.
Wie schon beim schmeichelhaften 1:0 gegen den 1. FC Köln zum Saisonauftakt und dem 1:1 beim VfL Bochum in der Vorwoche geriet Dortmund in der zweiten Halbzeit mehr und mehr ins Schwimmen. Die Konsequenz: Heidenheim verdiente sich durch Eren Dinkci (61.) und Tim Kleindienst (82., Foulelfmeter) seinen ersten Bundesliga-Punkt.
Ein Spielverlauf, der Torschütze Brandt richtig zusetzte. "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit zum großen Teil selbst geschlagen", echauffierte sich der Nationalspieler.

Brandt spricht Fehler der Mitspieler klar an

Beim 2:1 sei man "sicher am Ball" gewesen, meinte Brandt mit Blick auf den unnötigen Ballverlust von Marius Wolf (61.), die Entstehung des 2:2, als Angreifer Sébastien Haller seinen Gegenspieler Jan-Niklas Beste am eigenen Strafraum umriss (76.), sei einfach nur "dämlich" gewesen. Fazit: "Solche Tore brechen uns das Genick."
Der BVB habe "wilde, wilde Fehler gemacht", meinte Brandt zudem. "Du musst das dritte Tor machen, das Spiel killen", sagte der Offensivstar: "Wir müssen lernen, den Ball besser zu beschützen."
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Sébastian Haller reißt Jan-Niklas Beste um - Elfmeter für Heidenheim

Fotocredit: Imago

Alles Ansätze, die auch Trainer Edin Terzic unterschreiben würde. Der war so angefressen, dass er dem BVB schon fast die Meisterschaftstauglichkeit absprach. "Das passiert Spitzenmannschaften nicht - uns passiert das wiederholt", meinte er bei "DAZN" desillusioniert.
Es sei "schwer, das Ganze zu erklären". Sein BVB habe das Spiel nach einer guten ersten Halbzeit "komplett aus der Hand gegeben" und "wild werden lassen".

Terzic sieht kopflosen BVB

Nach dem Ausgleich habe sein Team nur noch kopflos agiert. "Selbst als es zwölf Minuten Nachspielzeit gab, wollten wir mit jeder Aktion schnell, schnell, schnell vor das Tor kommen", kritisierte der 40-Jährige: "Das sind Dinge, die uns nicht passieren dürfen, wenn wir die ganz großen Ambitionen haben wollen."
Der BVB habe so erneut "ein Gesicht gezeigt, dass wir schon in den vergangenen Jahren gezeigt haben. Das stimmt uns sehr unzufrieden. Wir haben uns vor der Saison vorgenommen, dass wir nicht wieder so viele Punkte liegen lassen wollen wie in der Hinrunde. Und nun passiert uns das wieder."
Letztlich konnte der BVB sogar froh sein, einen Punkt mitgenommen zu haben. "Am Ende muss man sich an den Kopf fassen, dass es sogar 2:2 steht", sagte Brandt und warf noch eine Frage in den Raum: "Ich weiß nicht, ob in manchen Köpfen die Sicherheit überwiegt, wenn man zuhause gegen einen Aufsteiger spielt." Es schien fast so.
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Quelle: Perform

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