Drei Dinge, die bei Borussia Dortmund – 1. FC Köln auffielen: Gregor Kobel rettet BVB-Start
Stotter-Start für Borussia Dortmund in die neue Bundesligasaison. Der Vizemeister mühte sich gegen den 1. FC Köln zum 1:0-Sieg, blieb seinen Fans aber vieles schuldig. Bedanken konnte sich BVB-Trainer Edin Terzic am Ende bei seinem Schlussmann Gregor Kobel, bei den Gästen ragte Dejan Ljubicic heraus. Drei Dinge, die beim Ruhr-Rhein-Duell auffielen.
Gregor Kobel und Felix Nmecha (r.)
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Donyell Malen brüllte seine Erleichterung heraus, nachdem er den Ball in der 88. Minute zum entscheidenden 1:0 über die Linie geeiert hatte.
Kurios: Eigentlich sollte der Niederländer zu ebenjenem Zeitpunkt gar nicht mehr auf dem Platz stehen. Dortmund-Trainer Edin Terzic wollte vier Minuten zuvor Jamie Bynoe-Gittens für Malen bringen. Weil Julian Ryerson aber signalisiert hatte, nicht weitermachen zu können, musste Terzic umplanen und brachte stattdessen Thorgan Hazard ins Spiel.
Am Ende reichte Malens Treffer zum Dusel-Sieg gegen Köln. Dass es für die Gäste aus der Domstadt nicht für mehr gereicht hatte, hatte sich der Effzeh aber auch selbst zuzuschreiben, wurden doch etliche hochwertige Chancen ausgelassen.
Auch, weil Gregor Kobel im Dortmunder Tor seine Qualität mehrfach eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Drei Dinge, die bei Borussia Dortmund – 1. FC Köln auffielen.
1.) Borussia Duselmund
Kraftlos, zahnlos, ideenlos. Die Fans "würdigten" die schwache erste Halbzeit ihres Teams mit Pfiffen zur Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde es allerdings mitnichten besser, vielmehr verbuchten die Kölner die deutlich besseren Tor-Möglichkeiten.
"Wir sind nicht bei 100 Prozent, aber nehmen die drei Punkte gerne mit", zeigte sich Neu-Kapitän Emre Can im Nachgang bei "Sky" selbstkritisch. Er schob nach: "Ich weiß, dass wir keinen guten Fußball gespielt haben. Wir waren träge und hatten keine Energie auf dem Platz."
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Edin Terzic im Gespräch mit Kapitän Emre Can
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Can selbst stand sinnbildlich für den schwachen Auftritt. Nach 59 Minuten hatte der gebürtige Frankfurter Feierabend, für Can kam Neuzugang Felix Nmecha ins Spiel. "Ich habe nicht gut gespielt, deshalb war die Auswechslung berechtigt", erklärte er.
Doch auch Nmecha brachte keine entscheidenden Impulse, den Hausherren fehlte es gänzlich an Kreativität, in 90 Minuten brachte Dortmund nur zwei Schüsse auf das gegnerische Tor zustande. Einer wurde von Geißbock-Torhüter Marvin Schwäbe glänzend pariert (31.), der andere landete im Netz. Zum Vergleich: Köln kam auf doppelt so viele Abschlüsse.
"Es ist menschlich, dass man am ersten Spieltag noch keinen perfekten Fußball spielt", sagte Julian Brandt im Gespräch mit der "ARD" und ergänzte: "Aber es war extrem wichtig, dass wir das Spiel gewinnen."
Coach Terzic befand auf der Pressekonferenz: "Es gab nicht viele Dinge, mit denen wir heute zufrieden waren. Aber wir sind froh, mit einem Heimsieg in die Saison zu starten. Wir werden diese Leistung mitnehmen, die hat uns nämlich nicht gefallen."
Terzic weiter: "Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir unsere Leistung verbessern." Dies steht außer Frage.
2.) Kobel der Retter in der Not
Wenn der Torhüter im Anschluss des Spiels der gefeierte Mann ist, dann bedeutet das für seine Vordermänner gemeinhin nichts Gutes.
Nach dem Ruhr-Rhein-Duell wusste Terzic, dass Gregor Kobel neben Torschütze Malen für die drei Punkte hauptverantwortlich zeichnete.
"Wir können uns bei Donny und besonders bei Gregor Kobel bedanken, dass wir heute das Spiel gewonnen haben", sagte Terzic.
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Gregor Kobel (M.) herzt Torschütze Donyell Malen
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Tatsächlich war der Schweizer im Dortmunder Kasten einmal mehr der Fels in der Brandung.
Im zweiten Durchgang bewahrte Kobel seine Mannschaft mit gleich zwei Glanztaten im Privatduell mit Köln-Joker Sargis Adamyan vor dem fälligen Rückstand (54., 78.).
3.) Ljubicic überzeugt bei Köln
"Sky"-Experte Lothar Matthäus geriet ins Schwärmen, als er über Dejan Ljubicic sprach. Der ehemalige Wiener verkörpere die perfekte Mischung aus Zweikampfstärke und Offensivpower, merkte der deutsche Rekordnationalspieler an.
12,3 Kilometer spulte Ljubicic im defensiven Mittelfeld ab, 33,4 km/h bedeuteten Top-Speed aufseiten der Gäste. Zudem standen drei erfolgreiche Tacklings, drei abgefangene Bälle und eine Zweikampfbilanz von 57 Prozent in den Büchern.
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Dejan Ljubicic
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Auf die Frage, ob er sich auf der Sechs besonders wohlfühle, sagte der Österreicher kurz und knapp: "Ich bin als Sechser geholt worden, natürlich fühle ich mich wohl." Ganz offensichtlich fühlt er sich nach mehr als zwei Jahren generell in Köln noch immer wohl.
Ljubicic, der in diesem Sommer mit einem Wechsel zum VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht wurde, unterstrich nach der Begegnung in Dortmund, dass er dem Effzeh treu bleiben wolle. "Ich konzentriere mich nur auf den Effzeh. Ich will mit der Mannschaft erfolgreichen Fußball spielen."
Aussagen, die von den Köln-Fans goutiert werden dürften. Vor allem nach diesem Auftritt.
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Quelle: Perform
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