Drei Dinge, die beim Sieg von Borussia Dortmund in Bremen auffielen: Trainingsplan von Edin Terzic geht auf
Publiziert 09/03/2024 um 23:45 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund rettet das 2:1 (2:0) gegen den SV Werder Bremen in Unterzahl über die Zeit und verteidigt somit den vierten Tabellenplatz. Trainer Edin Terzic hatte seine Mannschaft mit den richtigen Trainingsinhalten darauf vorbereitet. Jadon Sancho gelingt ein echtes Traumtor, ist aber dennoch mit seiner Leistung unzufrieden. Niclas Füllkrug ist bei seiner Rückkehr nach Bremen kein Faktor.
Borussia Dortmund gewann in Bremen 2:1
Fotocredit: Imago
Borussia Dortmund hat dem Druck standgehalten. Durch den vorherigen Sieg von RB Leipzig gegen Darmstadt 98 (2:0) rutschte die Mannschaft von Edin Terzic auf den 5. Tabellenplatz ab, ehe der BVB im Weserstadion loslegte. Nervosität war den Schwarz-Gelben allerdings nicht anzusehen.
Der BVB kontrollierte das Spiel und ging durch Donyell Malen in Führung (21.). Jadon Sancho baute die Führung aus (38.) In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde BVB-Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer vom Platz gestellt, weil er mit offener Sohle seinen Gegenspieler Mitchell Weiser foulte.
In Unterzahl verlor der BVB die Spielkontrolle, Werder konnte durch Justin Njinmah auf 1:2 verkürzen (70.). Schlussendlich brachte Dortmund den Sieg über die Zeit und schob sich zurück auf den vierten Tabellenplatz.
Drei Dinge, die uns in Bremen auffielen.
1.) Sancho trifft endlich und hadert
Acht Pflichtspiele hatte Jadon Sancho für Dortmund bestritten, ohne getroffen zu haben. Vielfach wirkte der 23-Jährige wie ein Schatten des Spielers, der er vor seinem Weggang zu Manchester United einmal gewesen ist.
Auch bei der Partie gegen Werder lief nicht alles rund. Sancho war zwar engagiert, leistete sich aber den einen oder anderen Fehlpass. Was allerdings in Erinnerung bleiben wird, ist sein Treffer. Wie in seinen besten Zeiten legte er einen Alleingang über die linke Seite hin, vernaschte Gegenspieler Julian Malatini und traf ins kurze Eck.
Von Glückseligkeit war der Engländer dennoch weit entfernt. "Er war nach dem Spiel sehr unzufrieden", sagte Terzic zu von Eurosport. "Er hat selber gesagt, dass das zu viele unnötige Ballverluste seinerseits waren, besonders in der zweiten Halbzeit. Ich mag an ihm, dass er sich nicht nur auf sein Tor reduziert, sondern die gesamte Leistung wahrnimmt."
Tatsache ist: Sein Treffer war gleichzeitig Sanchos einziger Torschuss des Spiels. Zudem hatte er eine mäßige Zweikampfquote von 50 Prozent. Dennoch sollte ihm das Tor Auftrieb geben.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/03/09/3926425.jpg)
Jadon Sancho erzielt das 2:0 für Dortmund in Bremen
Fotocredit: Getty Images
2.) Terzics Training zahlt sich aus
45 Minuten lang hatte der BVB die Partie im Griff. Das änderte sich grundlegend durch den Platzverweis für Sabitzer. "Nach der Roten Karte war es ein völlig anderes Spiel“, analysierte Terzic: "Trotzdem haben wir sehr fleißig verteidigt. Die Jungs haben ein großes Kompliment verdient, weil sie sehr für den Sieg gekämpft haben."
Terzic bewies Weitsicht, da er seine Mannschaft zuletzt auf genau solch eine Spielsituation vorbereitet hatte. In der Halbzeitpause, die sich fast im direkten Anschluss an den Platzverweis ereignet hatte, erinnerte er seine Spieler an die letzten Trainingsinhalte.
"Wir haben in den vergangenen Wochen sehr häufig Unterzahl und Überzahl trainiert, weil wir Probleme hatten, uns beim Pressing des Gegners herauszuspielen", erklärte der Trainer. "Das sah im Training schon richtig gut aus. Wir haben Acht-gegen-Zehn gespielt und wollten trotzdem immer ruhig und klar am Ball bleiben. Das geht, indem man sehr viel Aktivität zeigt."
Terzic erläuterte die Herangehensweise gegen Werder in Unterzahl: "Wir wussten, dass wir unser Tor gut verteidigen müssen. Aber am besten verteidigt man mit gutem Ballbesitz. Wir wollten die Bälle nicht einfach planlos nach vorne schießen und hoffen, dass sie nicht gleich wieder zurückkommen. Wir wollten den Gegner und den Ball weit weghalten. Wir haben das System entsprechend umgestellt, um das Zentrum gut zu kontrollieren."
3.) Füllkrugs zwiespältige Rückkehr
Niclas Füllkrug kehrte erstmals nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer in das Weserstadion zurück. 30 Minuten vor dem Anpfiff wurde er von Werder offiziell verabschiedet, bekam unter anderem eine Bildcollage und eine College-Jacke in Werder-Design überreicht. "Die hänge ich mir in den Schrank. Wer weiß, vielleicht ziehe ich sie irgendwann sogar einmal an", sagte er nach dem Spiel grinsend.
Im Spiel war festzustellen, dass die Gegenspieler Füllkrug noch gut kennen. Die Dreierkette von Werder ließ ihm kaum Platz und nahm ihn weitestgehend aus dem Spiel. Der Stürmer hatte lediglich 23 Ballkontakte und eine Zweikampfquote von 33 Prozent. Sein einziger Torschuss wurde abgeblockt.
Abwehrspieler Milos Veljkovic sagte im Gespräch mit Eurosport: "Die ganze Kette hat es sehr gut gegen ihn gemacht. Es war heute vielleicht ein bisschen unglücklich für ihn, aber er ist trotzdem ein Top-Spieler."
Und was sagte der Betroffene selber? Dass ihm stets mehrere Werder-Verteidiger auf den Füßen standen, sah Füllkrug von der positiven Seite: "Dadurch haben andere mehr Platz. Das ist ja der Sinn der Sache. Es geht nicht um mich, es geht um die Mannschaft."
Das könnte Dich auch interessieren: Gala gegen Mainz - endlich rollt der Bayern-Express
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/03/09/3926350-79759768-2560-1440.jpg)
Torrekord? Tuchel: "Traue Kane alles zu"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung