FC Bayern München - RB Lepizig: Die zwei Gesichter des FCB - Münchner mit Problemen unter Flutlicht
Publiziert 01/10/2023 um 11:31 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München hat beim turbulenten Remis gegen RB Leipzig offenbart: Unter Flutlicht zeigt der deutsche Rekordmeister sein zweites Gesicht. Sowohl Bayer Leverkusen (2:2) als auch Manchester United (4:3) und nun RB Leipzig (2:2) brachten die Münchner gehörig ins Schwitzen. Hohe Fehleranfälligkeit, schlampiges Abwehrverhalten - gegen die Top-Teams hadern die Bayern mit ihrer Konstanz.
Tuchel: Haben unseren Plan "nicht mit Leben füllen können"
Quelle: Perform
Der FC Bayern München scheint zwei Gesichter zu haben. Dominant treten sie lediglich gegen die vermeintlich kleineren Gegner an - zum Beispiel beim 7:0 gegen den VfL Bochum oder beim 4:0 im Pokal gegen den Drittligisten Preußen Münster. Sobald es unter Flutlicht gegen die Top-Teams geht, herrscht aber vor allem eines: Fehleranfälligkeit.
"Gegen Leverkusen und Leipzig haben wir es nicht geschafft, den Gegner zu kontrollieren", erklärte Joshua Kimmich direkt nach dem 2:2 bei RB Leipzig. Das Spiel gegen Bayer Leverkusen endete zwei Spieltage zuvor mit selbigem Ergebnis. "Gegen United (4:3 für den FC Bayern, Anm.d.Red.) wurde es hinten raus auch fahrig. Wir haben Probleme, es gegen die Top-Teams über 90 Minuten konstant zu gestalten", bemängelte Kimmich.
Sportdirektor Christoph Freund pflichtete dem Nationalspieler bei: "Das zieht sich bereits seit ein paar Wochen so durch. Gegen Bochum haben wir es gut gemacht, aber ansonsten ist es immer so ein bisschen ein Auf und Ab."
Sein Lösungsansatz klang simpel: "Wir arbeiten daran, dass die langen Phasen länger werden." Doch lässt sich das so einfach umsetzen?
Tuchel kritisiert "schlampiges Abwehrverhalten"
Der FC Bayern hat zwar in den meisten Partien die Spielkontrolle, ist im Defensivverhalten aber sehr anfällig. Klammert man das Pokalspiel gegen den Drittligisten Preußen Münster aus, kassierte der FC Bayern in den letzten vier Pflichtspielen sieben Gegentore. Zu viel für eine Mannschaft, die die Bundesliga und im Idealfall sogar die Champions League dominieren möchte.
Gegen Leipzig wären beide Gegentreffer zu verhindern gewesen, wie Trainer Thomas Tuchel klarstellt: "Wir haben die Tore bekommen durch individuell schlampiges Abwehrverhalten. Der wirkliche Biss, den Plan über Emotionalität zu füllen, hat gefehlt. Das war in der zweiten Halbzeit besser."
Die Leistungssteigerung genügte allerdings nicht, um das Spiel zu gewinnen und die Tabellenführung zu verteidigen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/10/01/3795253-77194988-2560-1440.png)
Laimer analysiert Bayerns Comeback: "Reaktion war wichtig"
Quelle: Perform
Freund: Leverkusen und Leipzig "bis zum Schluss auf dem Zettel"
Nach sechs Spieltagen deutet sich an, dass der FC Bayern gleich mehrere Konkurrenten im Meisterschaftskampf haben könnte. Bayer Leverkusen führt die Tabelle vor dem VfB Stuttgart an. Borussia Dortmund ist punktgleich mit dem FC Bayern, RB Leipzig lediglich einen Zähler dahinter.
"Es ist spannend", sagte der Sportdirektor Christoph Freund. "Viele Mannschaften holen sehr viele Punkte und sind sehr konstant. Eine sehr, sehr spannende Saison steht uns bevor."
Leipzig und Leverkusen schätzt Freund nach den direkten Begegnungen besonders stark ein: "Sicherlich sind beide Mannschaften richtig gut drauf und haben eine super Qualität im Kader, auch in der Breite. Wir haben auf dem Zettel, dass beide Mannschaften bis zum Schluss dabei sein werden. Davon bin ich überzeugt."
Auch Tuchel hat Leipzig und Leverkusen im Blick. "Beide spielen momentan sehr gut, sehr gefährlich und sehr erfolgreich", sagte der Trainer, stellte jedoch gleich im nächsten Atemzug klar: "Wir schauen aber auf uns. Es macht keinen Sinn, zu spekulieren. Wir haben selber genug Sachen zu verbessern, um unseren eigenen Weg zu gehen. Wir wollen am Ende vorne sein, wollen zeigen, was wir können und wollen Biss zeigen."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/09/30/3794978.jpg)
RB Leipzig-FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Bayern in Kopenhagen: Ein völlig anderes Spiel
Die nächste Aufgabe steht bereits am Dienstagabend an, wenn der FC Bayern in der Champions League auswärts beim FC Kopenhagen aufläuft.
"Das wird sicherlich ein anderes Spiel", so Freund. "Ich habe gehört, dass der Rasen dort sehr schlecht sein soll. Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen und uns eine gute Ausgangssituation in der Gruppe schaffen."
Der Erfolg dürfte nicht zuletzt davon abhängen, welches seiner beiden Gesichter der FC Bayern zeigen wird.
Das könnte Dich auch interessieren: Drei Dinge, die auffielen: Ulreich macht unsichere Bayern noch nervöser
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/10/01/3795244-77194808-2560-1440.jpg)
"War selbst überrascht": Rose reagiert auf Eberl-Aus
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung