Noussair Mazraoui: CDU-Politiker fordern Rausschmiss und Ausweisung von Profi des FC Bayern nach Pro-Palästina-Post

Noussair Mazraoui vom FC Bayern München hat am Wochenende für Aufsehen gesorgt, als er in den Sozialen Medien einen Beitrag teilte, in dem den Palästinensern im Konflikt im Nahen Osten der Sieg gegen Israel gewünscht wird. Der CDU-Politiker Johannes Steiniger, Mitglied des Deutschen Bundestages, reagierte schockiert auf die klare Positionierung des Marokkaners und forderte gar dessen Ausweisung.

Noussair Mazraoui - FC Bayern

Fotocredit: Getty Images

"Der Verein von Kurt Landauer, der von den Nazis als 'Juden-Club' bezeichnet wurde, darf das so nicht stehen lassen", schrieb der 36-Jährige bei "X" (ehemals "Twitter"). Der Jude Landauer war zwischen 1913 und 1951 mit Unterbrechungen fast 20 Jahre lang Präsident des FC Bayern gewesen.
Steiniger wandte sich in der Causa Mazraoui in der Folge direkt an den deutschen Rekordmeister: "Lieber FC Bayern: Bitte sofort raus schmeißen. Zudem sollten alle staatl. Möglichkeiten genutzt werden, ihn aus Deutschland zu verweisen."
Christoph Ploss pflichtete seinem CDU-Parteikollegen bei: "Ich hoffe, der FC Bayern zieht Konsequenzen! Wer Verständnis für die furchtbaren Terrorangriffe der Hamas auf Israel hat, hat in Deutschland nichts zu suchen!", war auf den Social-Media-Kanälen des Bundestagsabgeordneten zu lesen.
Der marokkanische Nationalspieler hatte am Sonntag ein Video in seiner Instagram-Story geteilt, in dem die Flagge Palästinas zu sehen ist. Im Hintergrund ist eine Stimme zu hören, die im Stile eines Gebets die Worte "Gott, hilf unseren unterdrückten Brüdern in Palästina, damit sie den Sieg erringen. Möge Gott den Toten Gnade schenken, möge Gott ihre Verwundeten heilen", sagt.

Mazraoui verteidigt sich

Den Beitrag versah der Bayern-Verteidiger mit einem betenden Emoji und dem Wort "Ameen" (Amen, zu Deutsch: "So sei es"). Noch am gleichen Abend nahm Mazraoui zu seinen Aktivitäten in den Sozialen Medien Stellung und verteidigte sich.
"Zunächst einmal möchte ich sagen, dass es wirklich enttäuschend ist, dass ich mich erklären muss, wofür ich stehe. Es gibt da draußen eine Situation, in der Tausende von unschuldigen Menschen ermordet werden", wird der 25-Jährige unter anderem von "Bild"-Zeitung zitiert.
"Mein Standpunkt ist, dass ich mich für Frieden und Gerechtigkeit in dieser Welt einsetzen werde. Das bedeutet, dass ich immer gegen alle Arten von Terrorismus, Hass und Gewalt sein werde. Und das ist etwas, hinter dem ich immer stehen werde", so Mazraoui weiter.
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Ein Beitrag aus Noussair Mazraouis Instagram-Story

Fotocredit: Instagram

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Ein Ausschnitt aus Noussair Mazraouis Instagram-Story

Fotocredit: Eurosport

Mazraoui reagiert mit Unverständnis

Vor rund einer Woche hatte die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas einen Angriff auf israelische Zivilisten durchgeführt, bei dem über 1300 Menschen ums Leben kamen.
Mazraoui reagierte weiter mit Unverständnis darauf, dass er "mit hasserfüllten Gruppen in Verbindung gebracht werde". Außerdem stellte er klar, dass es nie meine Absicht war, jemanden bewusst oder unbewusst zu beleidigen oder zu verletzen."
Der FC Bayern reagiert mit einem kurzen Statement auf die Vorfälle rund um den Rechtsverteidiger und bestätigte, dass man "umgehend Kontakt" mit Mazraoui aufgenommen hätte.

FC Bayern äußert sich zu Mazraoui-Beiträgen

"Der Spieler befindet sich derzeit mit der Nationalmannschaft von Marokko in Afrika. Nach seiner Rückkehr ist ein ausführliches persönliches Gespräch mit der Clubführung in München vorgesehen", teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister der "dpa" mit.
Unabhängig davon wisse jeder, "auch jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter, jede Spielerin und jeder Spieler, für welche Werte der FC Bayern steht".
Der deutsche Rekordmeister hatte kurz nach dem Angriff der Hamas auf "X" geschrieben, dass sich der Verein um seine Freunde in Israel sorge - dies betonten die Münchner in ihrem Statement nochmals. "Zugleich hoffen wir auf ein friedvolles Zusammenleben aller Menschen im Nahen Osten", so der FC Bayern.
(mit SID)
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Neuer vor Comeback im Bayern-Tor gegen Mainz

Quelle: Eurosport

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