Bayer Leverkusen sucht Nachfolger für Xabi Alonso: Zwei große Namen als Top-Kandidaten für das Erbe des Erfolgstrainers
Erfolgscoach Xabi Alonso wird Bayer Leverkusen in wenigen Wochen nach zweieinhalb Jahren verlassen. Entsprechend dringlich ist unter dem Bayer-Kreuz die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für den Double-Macher. Die gehandelten Namen legen nahe, dass die Ansprüche bei der Werkself gestiegen sind – doch wie wahrscheinlich ist die erneute Verpflichtung eines Star-Trainers?
Fabregas als Nachfolger? Alonso äußert sich zu Gerüchten
Quelle: Perform
Xabi Alonso wurde am vergangenen Sonntag im Anschluss an die – aus Bayer-Sicht – bedeutungslose Niederlage gegen Borussia Dortmund (2:4) von den Leverkusener Fans verabschiedet.
Hochemotional ging es zu in der BayArena, jenem Ort, an dem Xabi und seine Mannschaft vor einem Jahr mit der ersten Leverkusener Meisterschaft Geschichte geschrieben hatten.
Dass der Spanier, der nebst Schale noch den DFB-Pokal in die Farbenstadt geholt hatte, eines Tages nach Höherem, nach einem Welt-Klub á la Real Madrid streben würde, war den Verantwortlichen klar – dementsprechend läuft die Suche nach einem Nachfolger auch nicht erst seit gestern auf Hochtouren.
"Wir haben zwar immer noch gehofft, dass er (Alonso, d. Red.) am Ende bei uns bleibt, aber es ist nicht so, dass uns seine Entscheidung in der letzten Woche unvorbereitet getroffen hat", gab Bayer-Boss Fernando Carro jüngst zu verstehen.
Die gehandelten Nachfolger sind mit Cesc Fàbregas und Erik ten Hag namhaft und spiegeln die gestiegenen Ansprüche wider. Doch wie stehen Bayers Chancen auf einen Deal?
1.) Cesc Fàbregas (Como 1907)
Weltmeister und zweifacher Europameister mit der spanischen Nationalmannschaft, Ex- Mittelfeldspieler mit Weltklasse-Format und aufstrebender Trainer nach der Karriere. Die Parallelen zwischen Alonso und Cesc Fàbregas springen sofort ins Auge.
Kein Wunder also, dass Leverkusen Xabis Landsmann ins Visier genommen hat. Fàbregas trainiert seit Sommer vergangenen Jahres den italienischen Aufsteiger Como 1907 und führte den Außenseiter gleich in seiner ersten Saison als Profi-Trainer ins gesicherte Mittelfeld der Serie A.
Fàbregas setzt auf aggressives Pressing, hohe Ballgewinne und schnelles Umschalten, doch Como kann auch klassischen Ballbesitzfußball spielen. Beim 38-Jährigen geht es -ähnlich wie bei Alonso – um Flexibilität.
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Cesc Fàbregas wird von Bayer Leverkusen umworben
Fotocredit: Getty Images
"Man braucht einen Plan, eine Struktur", sagte Fàbregas unlängst und führte aus: "Aber je nach Spiel und den verfügbaren Spielräumen gebe ich jedem Spieler auf jeder Position viele Lösungen. Ich bin kein Trainer, der sagt: Bleib hier und bleib da." Seine Spieler sollen laut Fàbregas "Freiheit spüren."
Eine Marschroute ganz nach Leverkusener Façon. Doch die Rheinländer sind mit ihrem Werben nicht alleine – auch RB Leipzig soll intensiv um Fàbregas buhlen, die Sachsen können jedoch nicht mit dem großen Zugpferd namens Champions-League-Teilnahme aufwarten.
In den vergangenen Tagen machten Meldungen die Runde, wonach Fàbregas weder Leverkusen noch Leipzig präferiert, stattdessen überraschend in Como bleiben möchte. So wirklich bekannt hat er sich zu seinem aktuellen Arbeitgeber aber nie, außerdem:
Laut "kicker" hat Bayer 04 bei Como offiziell Interesse hinterlegt, ohne Fàbregas‘ positives Signal für ein Engagement beim Bundesligisten wäre dies nicht erforderlich gewesen. Zudem hat bis dato weder ein Como-Vertreter noch Fàbregas bezüglich eines Verbleibs Stellung bezogen.
Ein Wechsel nach Deutschland soll längst nicht vom Tisch sein, Bayer macht sich weiterhin große Hoffnungen auf einen Deal mit dem Wunschkandidaten.
2.) Erik ten Hag (vereinslos)
Sollte Fàbregas doch nicht kommen, würde die Personalie Erik ten Hag noch einmal deutlich mehr an Fahrt aufnehmen.
Der Niederländer, der 2019 mit Ajax auf der ganz großen Bühne für Wirbel gesorgt, die Amsterdamer bis ins Halbfinale der Champions League geführt hatte, befindet sich seit seinem Aus bei Manchester United (Oktober 2024) auf Vereinssuche.
Dem Vernehmen nach reizt ihn Bayer 04, profiltechnisch würde er auch durchaus zu den Leverkusenern passen. Ten Hag steht für attraktiven Ballbesitzfußball, der 55-Jährige, der einst auch beim FC Bayern als Cheftrainer gehandelt wurde, ist besonders im Umgang mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern erprobt.
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Erik ten Hag und Matthijs de Ligt zu gemeinsamen Ajax-Zeiten
Fotocredit: Getty Images
Dafür benötigt ten Hag jedoch ein ruhiges Umfeld. Anders als bei United in Manchester, wo der Coach sich ständig für jedwede Entscheidung rechtfertigen musste, wo er mit Superstar Cristiano Ronaldo aneinandergeriet, kann Leverkusen ihm einen entspannten Schaffensbereich bieten.
Die Frage wird nur sein, ob der erfahrene Übungsleiter trotz seiner offenkundigen Rolle als 1B-Lösung sofort anbeißt.
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Quelle: Perform
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