Neuer Schwung für Borussia Dortmunds Sturm: Serhou Guirassy ist fit - und muss sich stellen

Nach seiner Verletzungspause steht Serhou Guirassy vor seinem Debüt bei Borussia Dortmund. Im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim könnte der neue Torjäger des BVB zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Nicht nur sportlich wird in Dortmund gleich von Beginn an einiges von ihm verlangt. Nach dem Weggang von Publikumsliebling Niclas Füllkrug tritt der Ex-VfB-Stürmer in große Fußstapfen.

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Quelle: Perform

Nanu, ist aus der 19 plötzlich die 9 geworden? Einige BVB-Fans werden sich gewundert haben über den kurzfristigen Tausch der Rückennummer. Kurz vor seinem Pflichtspieldebüt strahlt Serhou Guirassy mit seinem Trikot und der Rückennummer 9 in die Kamera – statt der 19, die er sich bei seiner Ankunft vor einigen Wochen ausgesucht hatte.
Nachdem der ursprüngliche Träger der Nummer 9, Sebastien Haller, zu CD Leganes gewechselt ist, ergriff Dortmunds neuer Stürmer die Chance und wechselte. Guirassy legt seine Rolle also fest: Er ist Stürmer Nummer eins.
Im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim (Freitag ab 18:30 Uhr im Liveticker) wird Guirassy voraussichtlich zum ersten Mal zum Einsatz kommen.
"Er ist voll dabei und hat in den letzten zwei Wochen richtig gut trainiert", erklärte BVB-Cheftrainer Nuri Sahin auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Er habe sein Pensum in den vergangenen Wochen immer mehr gesteigert. "Und ich muss sagen, dass er einen hervorragenden Eindruck im Training macht."

Die Ausgangslage: Wenig schwarz-gelbe Torgefahr

Offensivpower kann der BVB gut gebrauchen: Im ersten Saisonspiel gegen Eintracht Frankfurt gewann Schwarz-Gelb zwar dank eines Doppelpacks von Joker Jamie Gittens, blieb vor dem gegnerischen Tor aber lange harmlos. Die Nullnummer gegen Werder Bremen, als Maximilian Beier die Sturmspitze bekleidete, offenbarte hingegen Schwierigkeiten vor dem gegnerischen Tor.
Nun wartet Tabellenführer Heidenheim, das schon sechs Tore in zwei Spielen erzielt hat. Doch Dortmunds Trainer Nuri Sahin hat Grund zur Hoffnung.
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Quelle: Perform

Karim Adeyemi kehrte mit viel Selbstvertrauen von der U21-Nationalmannschaft zurück. Der 22-Jährige schoss in den vergangenen beiden Länderspielen fünf Tore. "Das sollte mein Standard sein“, sagte Adeyemi und meinte damit nicht nur seine Leistung beim DFB.
Adeyemi, der zum Saisonauftakt gegen Frankfurt noch in der Sturmspitze startete, gegen Bemen dann aber auf die Bank rotierte, könnte eine erneute Chance von Beginn an bekommen. Doch auch Guirassy, der in der vergangenen Saison beim VfB Stuttgart 28 Tore in 28 Spielen schoss, dürfte mit den Hufen scharren und seiner Bundesliga-Premiere im BVB-Trikot entgegenfiebern - genau wie Fans und Verantwortliche bei den Westfalen.
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Fünf Tore in zwei Spielen: Karim Adeyemi

Fotocredit: SID

Der Guirassy-Transfer: Als er kam, wollte Füllkrug gehen

Denn für den BVB war die Sache schon bei seiner Verpflichtung im Sommer klar: Einen wie Guirassy bekommen sie so schnell nicht mehr zu diesem Preis. Der Guineer besaß beim VfB Stuttgart eine Ausstiegsklausel in Höhe von 18 Millionen Euro. Fast schon spottbillig für einen Stürmer mit seiner Torgquote.
Doch mindestens einer war von dieser doch so logischen Aktion seines Arbeitgebers wenig amüsiert. Niclas Füllkrug – Mittelstürmer Nummer eins in der vergangenen Saison – erklärte jüngst: "Natürlich ist so ein Transfer, den der BVB getätigt hat, für mich nicht der größte Vertrauensbeweis."
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Serhou Guirassy könnte gegen Heidenheim sein Debüt geben.

Fotocredit: Getty Images

Der 31-Jährige entschied sich daraufhin für einen Wechsel zu West Ham United – das wiederum sehr zum Leidwesen der Dortmunder Fans. Der Nationalstürmer galt mit seiner lockeren Art als Publikumsliebling, viele Fans trauerten ihm nach seinem Abgang nach England nach.
Neben Füllkrug haben auch Marco Reus und Mats Hummels den BVB verlassen, drei Identifikationsfiguren, drei Fan-Lieblinge. Guirassy wird seine eigene Rolle finden müssen.
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Niclas Füllkrug bei West Ham United

Fotocredit: Getty Images

Dortmunds Stürmer-Situation: Adeyemi oder Guirassy?

Eines ist klar: Dortmunds Offensive braucht schnell Schwung, damit der Klub nicht von Anfang an in der Bundesliga hinterherläuft. Bedeutet: Tore gegen Heidenheim. Die Hoffnungen ruhen auf Guirassy.
Denn auch wenn Adeyemi oder Beier noch einen kleinen Fitnessvorsprung besitzen, soll Guirassy kurz- bis mittelfristig im Sturmzentrum gesetzt sein. So zumindest der Plan der Verantwortlichen.
Der Ex-Stuttgarter wird an der Leistung der vergangenen Spielzeit gemessen und hat Rückendeckung vom Trainer. Sahin sagte vor dem Heidenheim-Spiel: "Ich habe das Gefühl, der Kopf spielt da gar keine Rolle und er ist voll dabei. Er hat in den letzten zwei Wochen richtig gut trainiert und verhält sich, wie ein Topspieler sich verhalten muss - sowohl auf dem Platz als auch außerhalb."
Im Gegensatz zu Adeyemi und Beier ist Guirassy ein echter Neuner. Einer, der den Spielen gegen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen zweifelsohne gutgetan hätte. Einer, der die vielen Flanken in den Strafraum vermeintlich besser hätte verwerten können.
Auch Nationalspieler Beier, den der BVB im Sommer für knapp 30 Millionen Euro verpflichtete, deckt diese Qualitäten in der Form nicht ab, wie sie dem Team in den bisherigen Spielen hätten helfen können.
Der BVB braucht Guirassy. Am besten sofort. Am besten in Topform.
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Sahin über Verhältnis zu Süle: "Sprechen jeden Tag"

Quelle: Perform


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