Borussia Dortmund steckt weiter in der Krise in der Bundesliga - weiter kein Auswärtssieg nach Pleite gegen Mainz 05

Schon vier Saisonniederlagen nach zehn Spieltagen, erst einen Punkt auswärts geholt - der Saisonstart ist für Borussia Dortmund und Nuri Sahin missglückt. Das jüngste 1:3 (1:2) bei Mainz 05 wurde durch die Rote Karte für Kapitän Emre Can nach einer halben Stunde eingeleitet. Die Kritik am neuen Trainer wird zumindest von Außen lauter, die Spieler versuchen sich an Erklärungen.

Sahin über Cans Rot: "Emre darf da nicht so hingehen"

Quelle: Perform

"Es ist Fakt, dass wir zu wenige Punkte haben", sagte Sahin auf der Pressekonferenz nach der Niederlage bei Mainz 05. Gerade einmal 16 sind es nach zehn Spieltagen und somit schon zehn Punkte Rückstand auf den Tabellenführer FC Bayern. Der BVB rangiert mit 18 Gegentoren aktuell auf Platz sieben in der Tabelle.
Spieler und Trainer versuchten nach Spielende, die sechste Pleite in Folge auf fremdem Rasen "differenziert" zu betrachten.
Das war jedenfalls der Ansatz von Nico Schlotterbeck und Julian Brandt, die betonten, dass "wir das auch zu zehnt besser spielen müssen" (Schlotterbeck) und Cans Platzverweis "nicht der Grund für drei Gegentore" gewesen sei (Brandt).
Während der Verteidiger auch den zweiten Treffer der Mainzer nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich per Elfmeter durch Serhou Guirassy als Knackpunkt ausmachte, stellte sich Trainer Sahin weniger schützend vor seinen Kapitän.

Sahin: "Da darf er nie so hingehen"

"Da darf er nie so hingehen. Das weiß er auch", sagte Sahin sichtlich bedient auf der Pressekonferenz nach Spielende.
Can war wegen groben Foulspiels beim Stand von 0:0 vom Platz geflogen (27.). "Das war ein Gamechanger. Die Jungs gehen auf der letzten Rille", sagte Sahin angesichts der kräftezehrenden Wochen und der vielen Ausfälle. In Mainz saßen in Donyell Malen und Rekonvaleszent Yan Couto nur zwei Profis auf der Ersatzbank - der Rest des Kaders wurde einmal mehr mit Spielern aus der eigenen Reserve aufgefüllt.
Nach kurzem Durchatmen gegen RB Leipzig (2:1) und dem knappen Champions-League-Sieg unter der Woche gegen Sturm Graz (1:0) ist der BVB wieder im Krisenmodus. Und auch die Kritik am Trainer wird wieder lauter.
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War sauer: Nuri Sahin

Fotocredit: SID

"Ich habe schon seit einigen Wochen kein gutes Gefühl. Das unterstreichen sie jedes Mal, wenn sie auswärts spielen", legte "Sky"-Experte Dietmar Hamann im Anschluss an die Partie gegen Mainz den sprichwörtlichen Finger in die Wunde.

Hamann kritisiert Sahin scharf

Die Rote Karte für Can ließ der Experte nicht als Ausrede gelten: "Das ist mir zu dünn. Auch für die Mannschaft mit einem Mann mehr ist es nicht immer einfach. Das haben wir auch schon oft gesehen, dass es dann ausgeglichene Spiele gibt. Und wir sprechen hier von einem Champions-League-Finalisten, der gegen einen Gegner spielt, dem letzte Saison das Wasser bis ganz kurz vor Schluss bis zum Hals stand", sagte Hamann.
"Da muss ich erwarten können, dass diese Mannschaft das Spiel auch zu zehnt ausgeglichen gestalten kann. Aufbäumen sieht anders aus."
Die Schwierigkeiten des BVB - vor allem bei Auswärtsspielen - hing in dieser Saison tatsächlich weder an den Verletzungssorgen noch an Platzverweisen. Beim 1:5 in Stuttgart beispielsweise beklagte der BVB kaum Verletzte, alle Abwehrspieler (Waldemar Anton, Schlotterbeck und Niklas Süle) waren fit und einen Platzverweis kassierte man auch zum ersten Mal.
Es sieht wie schon im vergangenen Jahr nicht danach aus, dass die Dortmunder in der Bundesliga vorne mitspielen können. Die Ursachenforschung der Verantwortlichen wird nach dem schwachen Auftritt gegen Mainz weitergehen - und sollte neben Sahin, Can und Verletzungssorgen auch die eigene Kaderplanung nicht aussparen.
(mit SID)
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Quelle: Perform


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