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Borussia Dortmunds Trainersuche läuft auf Hochtouren - U19-Coach Mike Tullberg soll es gegen Werder Bremen richten
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Publiziert 23/01/2025 um 16:06 GMT+1 Uhr
Gegen Werden Bremen springt U19-Coach Mike Tullberg für den entlassenen Nuri Sahin ein, im Hintergrund läuft beim kriselnden Bundesligisten Borussia Dortmund die Trainersuche auf Hochtouren. Einen Fehlgriff dürfen sich die Bosse nacht acht Trainern in den vergangenen zehn Jahren nicht leisten. Es steht eine ganze Saison auf dem Spiel.
Wie geht es weiter mit Dortmund nach dem Aus für Sahin?
Quelle: Perform
Unter dem Foto aus dem Familienurlaub haben sich längst einige Fans von Borussia Dortmund verewigt und dem neuen Hoffnungsträger ihre besten Wünsche übermittelt.
"Jetzt ist deine Zeit, um zu glänzen", lautet einer der Kommentare unter dem Schnappschuss bei Instagram. Auch ein "herzliches Willkommen ganz oben" ist dort zu lesen.
Klar ist: Die beschauliche Zeit, in der Mike Tullberg unerkannt mit seiner Familie am Strand bummeln kann, ist vorbei. Zumindest für ein Spiel rückt der Juniorentrainer zum Chefcoach auf - und er soll helfen, den taumelnden BVB wieder aufzurichten.
Dafür überlässt Tullberg nichts dem Zufall. Der 39 Jahre alte Däne, mit der Dortmunder A-Jugend 2021/22 deutscher Meister, habe sich "schon von seiner Familie verabschiedet und wird drei Tage ins Hotel gehen", berichtete Sport-Geschäftsführer Lars Ricken über den Interims-Nachfolger des am Mittwoch entlassenen Nuri Sahin: "Er ist ein sehr emotionaler Trainer und kann auch sehr laut werden. Er ist aber auch fachlich hervorragend."
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U19-Coach Mike Tullberg soll's gegen Werder Bremen richten.
Fotocredit: Imago
Schmidt winkt ab - kein Kontakt zu Kovac
Aber eben nur eine Lösung auf Zeit. Zwar bereitet Tullberg das Team auf das Duell mit Werder Bremen am Samstag vor - im Hintergrund suchen die Bosse aber fieberhaft nach einer größeren Lösung.
Roger Schmidt hat bereits proaktiv abgewunken. Der frühere Bayern-Trainer Niko Kovac, laut Medienberichten Favorit, betonte zwar, dass es noch keinen Kontakt gegeben habe. Dennoch sei er ein "Typ, der Herausforderungen braucht und sucht".
Eine solche würde er beim BVB zweifelsohne vorfinden. Die Mannschaft ist völlig verunsichert - sie hat alle vier Pflichtspiele des Jahres und in letzter Konsequenz ihren Trainer verloren.
Fast noch schlimmer: Es gibt keinerlei Leichtigkeit, kein Selbstverständnis, keine funktionierende Achse.
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Dem BVB ist die Leichtigkeit abhanden gekommen.
Fotocredit: Getty Images
Neuer Coach nicht aus BVB-Kreis
Niemand, auch nicht der im Profibereich noch unerfahrene Tullberg, kann dies in der Kürze der Zeit aufarbeiten. Die Hoffnung ist wohl, dass die Mannschaft durch den Trainerwechsel aus ihrer Lethargie gerissen wird und eine Art Trotzreaktion zeigt.
Tullberg werde "übergangsweise" auf der Bank sitzen, hatte der BVB mitgeteilt. Der Däne, der im Winter mit dem norwegischen Vizemeister Brann Bergen verhandelt hatte, soll alsbald Platz machen.
Aber für wen? Nach Edin Terzic und Sahin soll der Neue diesmal nicht aus dem Kreis des BVB kommen.
Verschiedenste Trainertypen im Gespräch
Die Spekulationen umfassen fast die gesamte Bandbreite unterschiedlicher Trainertypen. Nicht nur Kovac und Schmidt wurden genannt, auch die Namen Erik ten Hag, Urs Fischer, Christian Streich oder gar Joachim Löw fielen.
Der BVB kann sich keinen weiteren Fehlgriff leisten. Sportchef Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl mühten sich in ihren Statements, das Wohl des Klubs zu betonen.
Dies hatte auch Sahin im Blick, dessen großer Wunsch zum Abschied lautete, dass Dortmund wieder zur Ruhe findet. Der Verein besteht aber nicht nur aus Mannschaft und Trainerteam - den Kurs gibt die sportliche Leitung vor.
Der BVB und die sportliche Leitung
Und die wirkte zuletzt häufig uneins. Welchen Einfluss Sven Mislintat als Technischer Direktor hat, ist schwer einzuschätzen. Wesentlich gewichtiger ist das Wort des scheidenden Geschäftsführers Hans-Joachim Watzke.
Und da wäre ja noch Matthias Sammer, der externer Berater der Geschäftsführung ist, aber gleichzeitig in seiner Funktion als TV-Experte bei "Prime Video" beim letzten Spiel von Sahin ein vernichtendes Urteil über den Ist-Zustand des BVB gefällt hat.
Der größte Anreiz für den neuen Cheftrainer: Es kann eigentlich nur nach oben gehen. Den aktuellen Absturz haben andere zu verantworten.
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(SID)
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Sahin über Zukunft: "Wenn ich das Problem bin, dann ..."
Quelle: Perform
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