BVB-Stars haken nach Pleite in Leipzig die Champions-League-Qualifikation ab - Niko Kovac kritisiert eigene Bilanz

Der BVB hat in der Bundesliga abermals einen Dämpfer kassiert. Durch das 0:2 in Leipzig geraten die internationalen Plätze in der Tabelle in immer größere Ferne. Nico Schlotterbeck hält das Erreichen der Champions League über die Bundesliga mittlerweile für "fast unmöglich". Auch Trainer Niko Kovac geht mit seiner Mannschaft hart ins Gericht - und hält seine eigene Bilanz für "eine Katastrophe".

Kovac reagiert auf BVB-Pleite: "Spiel dürfen wir nicht verlieren"

Quelle: Perform

Nach der x-ten vergebenen Torchance eines irren Sturmlaufs fiel Maximilian Beier nach hinten um wie ein Baum. 26 Torschüsse, drei Aluminium-Treffer und riesige Gelegenheiten in Serie hatte Borussia Dortmund vor allem in der zweiten Halbzeit produziert - und doch verlor der BVB sein wegweisendes Spiel bei RB Leipzig mit 0:2 (0:1).
Die Aussicht auf einen Europapokalplatz für den Viertelfinalisten der Champions League schwindet und schwindet.
Die Dortmunder setzten drei Tage nach dem Achtelfinal-Erfolg beim OSC Lille (2:1) auch ihre Bundesliga-Achterbahnfahrt nach internationalen Erfolgen fort. "Immer wird gesagt, dass wir nach der Champions League keine Spiele gewinnen können. Das nervt extrem, das haben wir wieder nicht geschafft", schimpfte Pascal Groß bei "Sky" im Interview. "Konstanz ist im Fußball eine Riesenqualität - und die kriegen wir einfach nicht hin."
Der Rückstand auf den sechsten Platz beträgt sieben Punkte, das Restprogramm ist zudem enorm schwierig.

BVB-Stars haken Champions League ab

Dementsprechend pessimistisch äußerten sich die BVB-Stars im Anschluss an die Pleite. "In unserer Situation müssen wir kleine Brötchen backen", meinte Groß: "Es sind immer weniger Spiele, deshalb wird es langsam unrealistisch."
Nico Schlotterbeck ging mit Blick auf das Erreichen der Champions League über die Bundesliga sogar noch einen Schritt weiter: "Haken dran machen ist schwer, aber es ist fast unmöglich", so der Innenverteidiger: "Es sind noch acht Spiele und wir haben die vorderen Teams noch vor uns."
Doch trotz der geringen Chance werde die Mannschaft ihr "Bestes geben. Vielleicht tut es jetzt gut, dass wir mal aus Dortmund rauskommen. Nach der Länderspielpause müssen wir als Einheit auftreten und gegen Mainz ein gutes Spiel machen."

"Katastrophe": Kovac geht mit sich hart ins Gericht

Auch Trainer Niko Kovac war bedient: "Wir müssen erstmal Spiele gewinnen. Wir können nicht davon reden, dass die anderen für uns spielen. Wir spielen auch für die anderen", schimpfte der 53-Jährige.
Mit der fatalen Chancenverwertung habe sich sein Team am Samstagabend "selbst besiegt, das ist sehr ärgerlich".
Doch auch mit sich selbst ging Kovac hart ins Gericht. Dass der BVB vier von sechs Bundesliga-Spielen unter seiner Ägide verlor, sei "eine Katastrophe. Das ist nicht der Anspruch an mich selbst."
Seit Jürgen Röber, der die Schwarz-Gelben von Dezember 2006 bis März 2007 betreute, legte kein BVB-Trainer mehr einen schlechteren Start hin als Kovac.
(mit SID)
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Quelle: Perform


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