FC Bayern München - Eberl äußert sich zu angeblicher Verfehlung von Vorstandsboss Dreesen: "Interessiert mich nicht"
Sportvorstand Max Eberl hat sich am Samstagabend nach dem Spitzenspiel der Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart (4:0) zu Vorwürfen über Bayerns Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen geäußert, diese aber beiseite gewischt. "Was in der Vergangenheit passiert ist: keine Ahnung, interessiert mich am langen Ende aber auch gar nicht", sagte Eberl.
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Laut "manager magazin" gibt es bei den Bayern interne Querelen um den Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen. Der Vereinsboss soll sich unter anderem vor drei Jahren eine interne Verfehlung gegenüber einer Mitarbeiterin geleistet haben, die das Magazin nun öffentlich machte. Auch die "Bild" berichtet darüber.
Außerdem soll Dreesen sein Zutun als DFL-Präsidiumsmitglied am verkorksten TV-Deal der Deutschen Fußball Liga im Verein negativ ausgelegt worden sein, so der Bericht.
Der CEO steht nun angeblich vor der Wahl, freiwillig auf eine Vertragsverlängerung über Saisonende hinaus zu verzichten - oder hinauskomplimentiert zu werden. Ein Votum darüber könne schon am 11. November auf einer der Aufsichtsratssitzung fallen.
Dreesen selbst wollte sich am Samstag nicht äußern. Eberl, der zum Zeitpunkt der angeblichen Verfehlung noch nicht im Verein war, äußerte sich nach dem 4:0 gegen den VfB achselzuckend.
Eberl: Bayern will "als Wagenburg zusammenstehen"
Der Sportvorstand hatte zwar das Spiel auf der Tribüne zeitweise neben Dreesen verbracht, ihn aber nicht auf den Bericht angesprochen. "Was in der Vergangenheit passiert ist: keine Ahnung, interessiert mich am langen Ende aber auch gar nicht", sagte der 51-Jährige.
Bei Bayern gäbe es "immer wieder Einschläge von außen, aber wir als Klub wollen als Wagenburg zusammenstehen. Und da gehen wir gemeinsam durch", so Eberl.
Die vorgebrachten Anschuldigungen lägen "weit, weit zurück".
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Eberl: "Drumherum komplett ausblenden"
Als Sportvorstand sei er mit verantwortlich, "was auf dem Platz passiert. Das ist das, worauf es ankommt. Das Drumherum versuchen wir komplett auszublenden, das hat die Mannschaft hervorragend getan, das tun wir. Was uns nicht direkt betrifft, lassen wir ein Stückweit links liegen und konzentrieren uns auf das, was unser Job ist."
Andeutungen über einen internen Machtkampf zwischen dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Diederich und Vereinsboss Jan-Christian Dreesen wies er ebenfalls zurück.
"Gerade Michael Diederich und Jan-Christian Dreesen arbeiten extrem vertrauensvoll und intensiv zusammen, um Fußballspiele zu gewinnen. Das ist, was unser Job ist, der Auftrag vom Aufsichtsrat und unserer Fans. Den wollen wir umsetzen", sagte Eberl.
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Matthäus: Bayern "bräuchte ein Spiegelbild von Rummenigge"
Urgestein Thomas Müller meinte bei "Sky" lediglich: "Das ist kein Thema, was mir zusteht, es öffentlich zu kommentieren."
"Sky"-Experte Lothar Matthäus sieht die Stelle des CEO bei Bayern indes seit dem Rückzug von Karl-Heinz Rummenigge als umkämpftes Feld.
"Wer die Nachfolge von Karl-Heinz Rummenigge übernimmt, der hat eine wahnsinnige Last. Die Fußspuren sind schwierig auszufüllen, das war es für Oliver Kahn auch. Wir bräuchten ein Spiegelbild von Rummenigge", sagte er.
Rummenigge hatte die Vereinsführung im Sommer 2021 an Kahn abgegeben, der wiederum war am Abend vor dem letzten Spiel der Saison 2022/23 mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden. Dreesen folgte ihm nach.
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