FC Bayern München und Leroy Sané: Vertragsverlängerung durch Beraterwechsel komplizierter - Hin und Her zwischen FCB und DFB-Star
VonJan Zesewitz
Update 07/05/2025 um 09:29 GMT+2 Uhr
Die Vertragsverlängerung schien schon in trockenen Tüchern: Leroy Sané wird voraussichtlich beim FC Bayern München bleiben - so weit lehnte sich Sportvorstand Max Eberl noch vor wenigen Tagen aus dem Fenster. Seitdem ist alles wieder ganz anders: Der Nationalspieler hat mit Pini Zahavi einen neuen Berater. Die Bayern waren weiter zuversichtlich und doch steht die Zukunft in den Sternen.
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Quelle: Perform
Laut "Bild"-Informationen erhöhen ie Bayern jetzt den Druck und setzten dem 29-Jährigen ein Ultimatum: In den nächsten zehn Tagen solle er sich entscheiden, ob er das vorliegende Angebot unterschreibt - oder den Verein eben verlassen.
"Es sind neue Entwicklungen, darauf müssen wir reagieren, das wird zeitnah passieren", sagte Sportdirektor Christoph Freund einen Tag nach der eingefahrenen Meisterschaft. "Wir führen schon länger Gespräche und werden sehen, was die nächsten Tage bringen."
Das klang im Zuge des Spiels gegen RB Leipzig (3:3) aus dem Mund von Eberl noch ganz anders: "Wir sind noch nicht ganz da. Wir würden es gerne machen, Leroy auch – jetzt müssen wir noch klarkommen."
Kurz darauf kam die Information: Sané wird fortan vom israelischen Berater Zahavi vertreten. Der 82-Jährige gilt nicht als bester Freund der Münchner: Er hatte unter anderem den ablösefreien Wechsel von David Alaba zu verantworten, woraufhin er von Uli Hoeneß als "geldgieriger Piranha" bezeichnet wurde.
Reschke: "Komplizierte SItuation für Bayern"
Die neuesten Entwicklungen könnten die Verhandlungen nochmal erschweren. Michael Reschke, ehemaliger Technischer Direktor bei den Bayern und jetzt bei einer Berateragentur tätig, sah im "Ran"-Interview eine kompliziertere Situation als noch vor wenigen Tagen: "Erfahrungsgemäß wird Zahavi in dieser Phase der Verhandlungen versuchen, Leroy Sane noch weitere Angebote einzuholen und auf den Tisch zu bringen."
Die "SportBild" vermutet hinter dem Berater-Wechsel auch private Gründe, aber den Verantwortlichen an der Säbener Straße dürfte das egal sein: "Es ist eine sehr komplizierte Situation für den FC Bayern", sagte Reschke. "Wenn man schon das Gefühl hatte, dass man eine einvernehmliche Lösung mit dem Spieler und dem vorherigen Beraterteam gefunden hat, dann wird es extrem schwer."
Das Angebot der Münchner an Sané umfasst laut "Bild" einen Dreijahresvertrag für zehn Millionen Euro Jahresgehalt plus möglicher Boni über fünf Millionen Euro. Keine Unterschrift würde einen ablösefreien Abgang bedeuten - wie bei Alaba, der im Sommer 2021 zu Real Madrid wechselte.
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Pini Zahavi zählt zu den einflussreichsten Spielerberatern der Welt
Fotocredit: Getty Images
Das wäre aber übereinstimmender Medienberichten zufolge deutlich weniger, als er bisher verdient hat - vielleicht möchte Zahavi aus diesem Beweggrund noch einmal genauer auf die Verhandlungen schauen. Zumal Sané ein finanziell lukratives Angebot aus Saudi-Arabien abgelehnt haben soll.
Neue Gerüchte kommen auf
Kaum wurde durch den Beraterwechsel mindestens vorübergehend die Handbremse bei den Verhandlungen gezogen, kommen neue Gerüchte über mögliche Destinationen des Flügelspielers auf.
Wie "Bild" und "Sport1" berichten, könnte sich Sané mit einem Transfer nach London anfreunden. Für ihn persönlich kommen dabei der FC Arsenal und der FC Chelsea infrage. Die Vereine aus Englands Hauptstadt haben Sané angeblich allerdings nicht sehr weit oben auf dem Zettel.
Bei allen neuen Komplikationen empfahl Reschke sowohl den Münchnern als auch dem Spieler, zu einer Einigung zu kommen: "Der Spieler und dessen Berater möchten natürlich einen interessanten und gut dotierten Vertrag aushandeln. Leroy hat mehrfach durchblicken lassen, dass er ein großes Interesse daran hat, beim FC Bayern zu bleiben. Das ist ja auch eine Top-Adresse. Beide Parteien wären am Ende gut beraten, eine Einigung zu erzielen."
Dabei ist ja gerade der Berater der Grund für das erneute Her im Hin und Her zwischen Bayern und Sané.
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