FC Bayern München - Lothar Matthäus und Christoph Freund kontern Kritik von Dietmar Hamann an Jamal Musiala
Update 13/09/2024 um 13:09 GMT+2 Uhr
Bayern-Star Jamal Musiala bekam in der "Sky"-Kolumne von Dietmar Hamann einige Kritik ab. Als "Alleinunterhalter" stempelte der Ex-Profi den Offensivspieler ab. "Wenn ich aus Bayern-Sicht Wirtz und Musiala tauschen könnte, würde ich es gleich morgen tun", resümierte Hamann. Lothar Matthäus kann dies überhaupt nicht nachvollziehen. Der Rekordnationalspieler verteidigte Musiala in der "Bild".
FC Bayern: Freund und Kompany reagieren auf Kritik an Musiala
Quelle: SID
"Didi ist jemand, der mit seiner Meinung gerne und oft gegen den Strom schwimmt. Ich sehe das komplett anders. Messi ist ein Alleinunterhalter, das ist richtig, Musiala ist kein Alleinunterhalter", stellte Matthäus klar.
"Wenn er ins Eins-gegen-Eins gehen muss, dann macht er das. Aber er sieht genauso den freien Mitspieler. Etwa bei Füllkrugs Tor gegen Ungarn; das hätte Jamal auch selbst machen können", nannte der 63-Jährige ein Beispiel für den Teamplayer Musiala.
Der 21-Jährige sei "sich für nichts zu schade, auch nicht für Zweikämpfe. Nächstes Beispiel: Die Balleroberung vor dem Tor gegen Holland, als de Ligt den Fehler macht." Der Bayern-Star spiele und arbeite für die Mannschaft. Die Kritik von Hamann ist für Matthäus daher unverständlich.
"Er ist überhaupt nicht egoistisch, er geht ins Gegenpressing, und wenn er den Ball hat, setzt er seine Mitspieler in Szene, wenn es möglich ist und Sinn macht", schwärmte er weiter vom DFB-Star.
FC Bayern verteidigt Musiala
Musiala spiele "absolut mannschaftsdienlich. Und weil er das tut, hat er auch die Freiheiten – und muss sie auch haben – ins Dribbling zu gehen, wenn er es für richtig hält."
Auch beim FC Bayern ist man anderer Meinung als Hamann. Sportdirektor Christoph Freund fand klare Worte: "Ich finde das absurd, weit hergeholt", sagte Freund am Freitag und betonte: "In anderen Ländern würden solche Spieler hochgelobt und man wäre dankbar, dass man solche Spieler hat. Er wird das nächste Jahrzehnt prägen für Deutschland und Bayern München."
Der Rekordmeister sei "extrem happy und glücklich, so einen Spieler bei uns zu haben, ein Weltklassespieler, ein ganz außergewöhnlicher, für den die Leute ins Stadion gehen. Das gibt es nicht so oft, er ist ein absoluter Teamplayer, ein richtiger Profi, der sich immer verbessern will", schwärmte Freund und ergänzte: "Er kann einer der besten der Welt werden, Deutschland kann froh sein, so einen Spieler zu haben."
Trainer Vincent Kompany ergänzte, er habe "schon den ein oder anderen Topspieler miterlebt. Jamal soll nichts ändern, einfach so weitermachen. Er kann das Ziel haben, einer der drei, vier besten Spieler der Welt zu sein."
FC Bayern plant langfristig mit Musiala
Die Münchener würden gerne mit dem Youngster (Vertrag bis 2026) verlängern, betonte Freund.
"Das ist eine ganz wichtige Personalie für die Zukunft, natürlich gibt es da Gespräche. Wir hoffen, dass wir die positiv zum Abschluss bringen. Natürlich ist es unser Ziel, dass er sehr langfristig bleibt und eine Ära mit prägen wird", sagte der Österreicher.
Sportvorstand Max Eberl meinte vor wenigen Tagen in der "Sport Bild": "Wir sind immer im Kontakt, weitere Gespräche werden folgen. Er soll ein Gesicht des FC Bayern in der Zukunft werden. Sein Weg beim FC Bayern ist noch lange nicht zu Ende. Er will Titel gewinnen, und genau das wollen wir auch."
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(mit SID)
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