Werder Bremen stellt Trainer Ole Werner nach Absage an Vertragsverlängerung frei: Knall an der Weser ist perfekt

Werder Bremen hat Trainer Ole Werner mit sofortiger Wirkung freigestellt. Dies teilte der Klub am Dienstag mit. Der 37-Jährige hatte angekündigt, seinen 2026 auslaufenden Vertrag bei Werder nicht zu verlängern. Nun kommt es zur vorzeitigen Trennung. "Wir bedauern Oles Entscheidung sehr, weil wir uns eine langfristige Zusammenarbeit mit ihm hätten vorstellen können", wird Clemens Fritz zitiert.

Ole Werner wurde bei Werder Bremen als Trainer freigestellt

Fotocredit: Getty Images

Kaum hatte Clemens Fritz das Aus von Trainer Ole Werner verkündet, stürzte sich der Fußball-Boss von Werder Bremen in die Arbeit. Statt die Sommerpause und einen Urlaub zu genießen, muss der Ex-Nationalspieler nun dringend das Nachfolger-Casting vorantreiben. Die Trainersuche hat in Bremen seit dem Werner-Knall nun "höchste Priorität".
Werders Ziel "ist es, kurzfristig einen neuen Trainer zu finden, mit dem wir die erfolgreiche Entwicklung der letzten drei Jahre fortsetzen können, der von seiner Spielphilosophie sowie menschlich zu Werder passt", sagte Fritz, der möglichst noch in dieser Woche einen neuen Coach präsentieren will. 
Doch das dürfte gar nicht so einfach werden, denn: Neben den Bremern ist auch die zahlungskräftige Konkurrenz von RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg auf Trainersuche, zudem brauchen der FC Augsburg und Aufsteiger 1. FC Köln neue Coaches. Geeignete Kandidaten sind aber eher selten.
Nach Informationen der Deichstube ist Werder besonders an Horst Steffen (SV Elversberg) interessiert, zudem fallen die Namen von Marco Rose (zuletzt Leipzig) und Lukas Kwasniok (zuletzt SC Paderborn) bei den Grün-Weißen.

Wagner kein Thema für Werner-Nachfolge

Sandro Wagner ist an der Waterkant kein Thema, der Assistent von Bundestrainer Julian Nagelsmann wird nach seinem angekündigten Abschied vom DFB mit Augsburg in Verbindung gebracht.
Im Fall Werner fackelte Fritz nicht lange. Zwischen der Ankündigung, dass der 37-Jährige seinen bis 2026 laufenden Vertrag an der Weser nicht verlängert wird und seiner Freistellung am Montagmorgen lagen nicht einmal 24 Stunden.
"Wir wollten von Beginn an verhindern, mit einem Cheftrainer in die Saison zu gehen, der sein letztes Vertragsjahr beginnt", sagte Fritz, Vize-Europameister von 2008, schließlich ist eine "Lame Duck" auf dem Trainerstuhl für potenzielle neue Spieler nicht besonders reizvoll.
"Gerade mit Blick auf die Kaderzusammenstellung, die Weiterentwicklung der Mannschaft und die zukünftige Ausrichtung, ist es notwendig, auf dieser Position längerfristig planen zu können."

Fritz: "Bedauern Oles Entscheidung"

Dabei hätte Werner selbst Werder in die Zukunft führen sollen. "Wir bedauern Oles Entscheidung sehr, weil wir uns eine langfristige Zusammenarbeit mit ihm hätten vorstellen können", sagte Fritz - doch die für den Sommer geplanten Gespräche über eine Verlängerung wird es nun nicht mehr geben.
Offenbar gab es auch Meinungsverschiedenheiten darüber, wie Werder den Weg zurück nach Europa schaffen kann.
Er habe "schon häufig gesagt, dass es mir in meiner Arbeit darum geht, einen Verein zu entwickeln", sagte Werner, der die Bremer zu Zweitligazeiten im Herbst 2021 übernommen und sie in seiner ersten Saison auf Anhieb zurück in die Bundesliga geführt hat, zum Abschied.
Werner stabilisierte den Traditionsklub und führte ihn kontinuierlich nach oben, zuletzt bis auf Platz acht. Das dürfte das Interesse anderer Bundesliga-Klubs geweckt haben. Unter anderem suchen bekanntlich ja Leipzig, Wolfsburg, Augsburg und Köln.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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