Albert Riera äußert sich nach seinem Abschied aus Frankfurt: "Gehe mit dem Gefühl, dass ich alles gegeben habe"

Eintracht Frankfurt hat Albert Rieras Amtszeit nach nur 104 Tagen beendet. Der Spanier war erst Anfang Februar als Nachfolger von Dino Toppmöller verpflichtet worden, konnte die Erwartungen bei den Hessen aber nie erfüllen. Neben schwankenden Leistungen und dem verpassten internationalen Geschäft sorgten interne Spannungen, öffentliche Diskussionen und Kritik aus der eigenen Kabine für Unruhe.

Riera nimmt Frankfurt in die Pflicht: "Müssen den Fans etwas liefern"

Quelle: Perform

Geräuschlos wollte Riera natürlich nicht abtreten. Er sei "traurig", schrieb der exzentrische Mallorquiner, dass Eintracht Frankfurt "nur 20 Prozent der Kraft von Albert" genutzt habe. Dennoch, versicherte Riera unmittelbar nach seiner Entlassung auf "Instagram", gehe er "in Frieden".
Von Frieden war während seiner kurzen Amtszeit aber nur wenig zu spüren. Erst Anfang Februar hatte der Spanier die Nachfolge von Dino Toppmöller angetreten. Was folgte, war ein 104-tägiger Frankfurter Fiebertraum voller sportlich schwankender Leistungen, skurriler Pressekonferenzen und interner Unstimmigkeiten.
Am Sonntagabend beendete die Vereinsführung um Sportvorstand Markus Krösche "nach einer offenen und ehrlichen Analyse der sportlichen Entwicklung" schließlich das große Missverständnis.
Dabei gingen die Probleme mit Riera weit über das Sportliche hinaus. Als Tabellenachter der Fußball-Bundesliga verpasste die Eintracht erstmals seit sechs Jahren das internationale Geschäft, Riera sorgte aber vor allem abseits des Platzes für Aufsehen. Im Umgang mit Medien und der Mannschaft wirkte der Spanier unberechenbar.

Riera verliert Rückhalt bei Mannschaft und Fans

Interne Unstimmigkeiten gipfelten in einem Zwist mit Stürmer Jonathan Burkardt, der Riera nach einem Treffer in Dortmund Anfang Mai beschimpft haben soll und eine 20.000-Euro-Strafe aufgebrummt bekam. Große Teile der Kabine hatte Riera da wohl längst verloren.
Und auch bei den Fans kippte die Stimmung. Beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart im Saisonfinale am Samstag wurde Riera erst ausgepfiffen und dann mit einem Plakat gerügt ("Nada de gracias, Alberto"; sinngemäß: "Danke für nichts, Alberto"). Riera selbst bedauerte, dass er während seiner Zeit "mit vielen Problemen konfrontiert war" und führte fehlende Vorbereitungszeit und Neuzugänge an.
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"Danke für nichts, Alberto": Ein Banner der Eintracht-Fans beim Saisonfinale gegen Stuttgart

Fotocredit: Getty Images

Krösche zunehmend unter Druck

Das gescheiterte Experiment Riera wirft dabei auch kein gutes Licht auf Krösche. Der Sportvorstand, schrieb die "hessenschau" in einem Kommentar, sei auf einen "Blender" hereingefallen.
Die Verpflichtung des Spaniers ist zweifelsfrei der größte Fehler in der bislang fünfjährigen Amtszeit von Krösche, der bisher eher mit klugen Transfer- und auch Trainerentscheidungen inklusive Millioneneinnahmen aufgefallen war.

Riera zeigt trotz Aus keine Reue

Doch nun geht es für die Eintracht und Krösche an die Aufräumarbeiten. Nachfolger für Riera werden schon gehandelt. Laut "Bild" sollen der Ex-Dortmund-Coach Mike Tullberg (40), Al-Ahli-Trainer Matthias Jaissle (38) und der frühere Eintracht-Coach Adi Hütter (56) die heißesten Kandidaten auf den Posten bei den Hessen sein. Klar ist: Der nächste Schuss von Krösche muss sitzen.
Denn einen zweiten Riera darf sich der Sportvorstand nicht erlauben. Der Spanier blickt jedenfalls ohne Reue auf seine kurze Zeit in Frankfurt zurück. "Ich hatte das Gefühl, dass ich ein Schutz für den Verein und die Leistungen der Spieler bin, und ich würde es wieder tun, weil ich dachte, dass genau darauf unser Fokus liegen musste, um zu gewinnen", schrieb Riera. Seine eigene Person, fügte er an, sei ihm dabei "egal" gewesen.
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(SID)
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Kovac freut sich auf Kaba und Gadou

Quelle: Perform


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