Eurosport
Borussia Mönchengladbach klärt Trainerfrage: Bisherige Interimslösung Eugen Polanski erhält Vertrag bis 2028
Von
Update 18/11/2025 um 14:46 GMT+1 Uhr
Borussia Mönchengladbach setzt bei der Trainerfrage langfristig auf Eugen Polanski. Wie der Klub am Dienstag bekannt gab, erhält die bisherige Interimslösung an der Seitenlinie einen Vertrag bis 2028. Der 39-Jährige hatte im Anschluss an die Entlassung von Gerardo Seoane nach dem dritten Spieltag übernommen und zuletzt mit der Borussia drei Pflichtspielsiege in Serie gefeiert.
Eugen Polanski (r.) bleibt Trainer von Borussia Mönchengladbach und erhält einen Vertrag bis 2028
Fotocredit: Getty Images
Das Casting ist beendet: Eugen Polanski bleibt wie erwartet Trainer von Borussia Mönchengladbach. Der Traditionsverein gab der bisherigen Interimslösung am Dienstag endgültig grünes Licht für ein langfristiges Engagement an der Seitenlinie.
Gladbach stattete den ehemaligen Gladbach-Profi mit einem Vertrag bis 2028 aus - und blickt nach einem katastrophalen Saisonstart plötzlich doch wieder positiv gen Zukunft.
"Eugen hat uns von Beginn an mit seinen inhaltlichen und charakterlichen Qualitäten überzeugt, und wir sind sicher, dass wir mit ihm als Cheftrainer die positive Entwicklung der letzten Wochen fortsetzen können", sagte Rouven Schröder.
Nach dem jüngsten 3:1-Sieg im Derby gegen den 1. FC Köln hatte der Sportchef die Entscheidung pro Polanski noch nicht kommunizieren wollen.
Gladbachs "Bis-auf-Weiteres"-Trainer
Nach dem Aus von Gerardo Seoane war Polanski aus der U23 des Klubs zum "Bis-auf-Weiteres"-Trainer befördert worden, damals noch vom mittlerweile zurückgetretenen Sport-Geschäftsführer Roland Virkus.
In den ersten fünf Ligaspielen sammelte die strauchelnde Borussia mit dem neuen Coach aber nur zwei Punkte, erst Ende Oktober gab es durch das 3:1 in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den Karlsruher SC den ersten Sieg. Im Anschluss platzte dann auch der Knoten in der Bundesliga: Durch das 4:0 beim FC St. Pauli und den Prestigeerfolg gegen Köln kletterte das Schlusslicht bis auf Rang zwölf.
Polanski voller Freude und Stolz
Und so kamen die Verantwortlichen um Schröder, für den es nach der Vertragsverlängerung von Nationalspieler Tim Kleindienst die bereits zweite große Entscheidung seiner noch jungen Amtszeit war, dem von Fans und Mannschaft geteilten Wunsch pro Polanski nach.
"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, was mir diese Aufgabe bei meinem Heimatverein bedeutet. Cheftrainer bei Borussia zu sein, bereitet mir unheimlich Freude und erfüllt mich mit Stolz", sagte der frühere polnische Nationalspieler, der zu seiner aktiven Zeit 44 Ligaspiele für die Borussia absolviert hatte und für den es nun die erste Trainerstation im Profibereich ist.
Gewissheit im und am Borussia-Park
Nach nun schon zwei Monaten des langen Wartens herrscht damit endlich wieder Gewissheit auf der Trainerposition, die turbulenten Zeiten im und am Borussia-Park scheinen vorerst vorüber. In der Vergangenheit hatte die Borussia mit dem Aufstieg eines Interimstrainers zum Chef durchaus gute Erfahrungen gemacht.
Bernd Krauss führte den Klub nach seiner Beförderung zum DFB-Pokalsieg 1995, dem bislang letzten Titel. Andre Schubert schaffte 2015/16 nach einem Fehlstart unter Lucien Favre noch die Qualifikation für die Champions League.
Polanski muss sich beweisen
Mit dem neuen Job in der Tasche ist aber auch klar, dass Polanski nun die jüngsten positiven Eindrücke mit seiner Mannschaft weiter bestätigen muss.
Schon am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) steht mit dem Duell beim tabellenletzten 1. FC Heidenheim das nächste wegweisende Spiel für die Gladbacher an. Eine Niederlage hier könnte direkt wieder für Zweifel sorgen.
Das könnte Dich auch interessieren: Nagelsmanns "WM-Flieger": Wer ist sicher dabei - und wer muss zittern?
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/11/17/image-73bed8a7-3366-415c-8b33-7923abd6dce6-85-2560-1440.jpeg)
Nagelsmann lobt Siegeswillen: "Mannschaft hat super viel gearbeitet"
Quelle: SNTV
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung