FC Bayern München: Leon Goretzka gibt das Stehaufmännchen - DFB-Star von der Resterampe zurück ins Rampenlicht

Im Supercup gegen den VfB Stuttgart zeigte Bayern-Profi Leon Goretzka einmal mehr, weshalb es sich gelohnt hat, zu kämpfen. Der 30-Jährige startete auf der Sechs neben Joshua Kimmich und bewies strategische Qualitäten ebenso wie seine Torgefahr. Von Sami Khedira und Stefan Effenberg gab es anschließend viel Lob für sein Durchhaltevermögen. Warum Goretzka den Rekordmeister zum Nachdenken zwingt.

FC Bayern 2025/26: Rekordmeister zurück zu internationaler Stärke

Quelle: Perform

Das Bild erinnert an alte Zeiten: Mit Kumpel Joshua Kimmich schlenderte Leon Goretzka nach Schlusspfiff des Supercups gegen den VfB Stuttgart über den Rasen, lachte, scherzte und trug das neue Team-Maskottchen, den Porzellan-Kakadu. Ob er ihm Glück gebracht hat?
An diesen Anblick dürfen sich die Fans des FC Bayern München wohl wieder gewöhnen, denn Trainer Vincent Kompany braucht den 30-jährigen Mittelfeldspieler mit der enormen Physis und dem guten Raumgefühl.
Ausgerechnet Goretzka, der vergangenes Jahr aussortiert war, von den Bayern-Bossen zum fixen Verkaufskandidaten abgestempelt wurde und sich lange Zeit in Geduld üben musste.
Im Supercup zeigte Goretzka, der neben Joshua Kimmich im defensiven Mittelfeld startete, vor allem offensiv, was er drauf hat.
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Bayern-Profi Leon Goretzka feiert den Supercup-Titel mit "Kakadu"

Fotocredit: Getty Images

In der Anfangsphase lag ihm zweimal das Führungstor auf dem Fuß, beide Male scheiterte er nur knapp.
Der deutsche Nationalspieler blieb gefährlich, startete mehrere tiefe Läufe, bediente seine offensiveren Kollegen, beeindruckte durch seine Übersicht und Körperlichkeit. Fast, als wäre er nie weg gewesen. Am Ende holten die Bayern mit 2:1 den ersten Titel der Saison.

Khedira lobt Goretzka nach Supercup

Goretzkas Comebackqualitäten beeindruckten auch 2014-Weltmeister Sami Khedira, der die Leistung im Supercup als "herausragend" beurteilte.
"Es zeugt von Stärke, von Reife, aber auch von extremer Mentalität und einer Klarheit im Kopf", schwärmte der Ex-Profi am Sonntag bei "sport 1".
Dabei sah die Welt des gebürtigen Bochumers im vergangenen Sommer noch ganz anders aus. Mit Aleksandar Pavlovic und João Palhinha hatte Goretzka mächtige Konkurrenz im Kader erhalten.

Goretzka kommt zurück

Der 30-Jährige galt als Verkaufskandidat Nummer eins und wurde öffentlich von den Bayern-Verantwortlichen angezählt. Doch Goretzka erwies sich als überaus resilient, hielt dem Gerede stand.
Er habe in der Öffentlichkeit "komplett die Schnauze gehalten. Intern hat er, was man so hört, gearbeitet wie ein Verrückter. In der Mannschaft ist er hoch angesehen. Und nach drei Monaten, als er dann gebraucht wurde, war er da - und topfit", lobte Khedira.
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Nick Woltemade (l.) neben Bayerns Leon Goretzka

Fotocredit: Getty Images

Nachdem der Nationalspieler zu Beginn fast nur auf der Bank saß, brauchte Kompany dann ab Oktober, als die Zahl der Pflichtspiele zunahm. In der Startelf stand Goretzka in der Spielzeit 2024/25 aber trotzdem nur in 13 Bundesliga-Spielen.

Goretzka profitiert und nutzt die Chance

Was auch zur Wahrheit gehört: Kompany griff aufgrund mangelnder Alternativen auf Goretzka zurück.
Konrad Laimer wurde in die Außenverteidigung beordert, Palhinha erwies sich nicht gerade als Glücksgriff, Pavlovic fiel mit einem Schlüsselbeinbruch aus. So rückte Goretzka in die erste Garde auf.
Letzten Endes erkannte Kompany, dass er sich auf Goretzka, der bereits seit 2018 im Verein ist, verlassen kann. Das sieht auch Ex-Bayern-Star Stefan Effenberg so. "Er hat immer Charakter gezeigt. Er hat sich nie beschwert, sondern hart gearbeitet - und dann wirst du dich belohnen." Goretzka sei nun "in einer sehr guten Position".

Bayern zum Nachdenken gezwungen

Der FC Bayern ist gezwungen, über eine Vertagsverlängerung nachzudenken. Goretzkas Arbeitspapier an der Säbener Straße läuft zum Saisonende aus.
Er fühle sich "in der Stadt pudelwohl. Ich liebe den FC Bayern, die Menschen hier, meine Mannschaftskameraden. Wir haben einen super Haufen zusammen", sagte Goretzka der "Welt am Sonntag". Der Klub sei "wieder auf dem Weg, dass etwas Großes entstehen kann. Ich sehe mich definitiv als Teil davon." Ob der Verein das ebenso wahrnimmt, wird sich zeigen.
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Quelle: Perform


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