Harry Kane schlägt Alarm: Kader des FC Bayern München zu dünn - reagieren die Verantwortlichen mit weiteren Transfers?

Mit dem ersten Titel der noch sehr jungen Saison sind die Spieler des FC Bayern zurück nach München gefahren - aber auch mit einer zentralen Erkenntnis: "Es ist vermutlich einer der kleinsten Kader, in denen ich je gespielt habe", sagte Stürmerstar Harry Kane. Ein bedeutender Spieler schlägt Alarm: Zu viele Spieler hat der Rekordmeister ziehen lassen, zu wenige einsatzfähige in seinem Kader.

Harry Kane schlägt vor dem Start der Bundesliga-Saison Transfer-Alarm

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Die Stimmung könnte prächtig sein beim FC Bayern nach dem ersten Titel der Saison. 2:1 gegen den Pokal-Sieger VfB Stuttgart, das erste Statement ist gesetzt, kein Spieler hat sich verletzt, andere haben brilliert.
Alles bestens? Nicht so ganz. Mit Harry Kane macht sich mindestens ein Spieler ernsthafte Sorgen vor dem Bundesliga-Saisonstart gegen RB Leipzig (Freitag ab 20:30 Uhr im Liveticker).
"Es ist vermutlich einer der kleinsten Kader, in denen ich je gespielt habe. Wir sind ein bisschen dünn besetzt, aber das liegt nicht in der Macht der Spieler", sagte der 32-Jährige nach der Partie gegenüber Journalisten.
"Das liegt an Max, Christoph und dem Trainer, diese Art von Entscheidungen zu treffen." Eine klare Ansage eines mächtigen Bayern-Spielers an Sportvorstand Max Eberl, Sportdirektor Christoph Freund und Trainer Vincent Kompany. Was Kane meint - und wie die Bosse dieses Problem lösen können.

Abgänge und Verletzungen: Warum Kane Alarm schlägt

Thomas Müller, Leroy Sané, Kingsley Coman. Allein drei Schwergewichte des FC Bayern haben sich in diesem Sommer verabschiedet.
Jamal Musiala fällt noch mehrere Monate aus, auch Alphonso Davies, Hiroki Ito und Aleksandar Pavlovic sind verletzt. Eine doppelte Besetzung auf jeder Position erreicht Bayern aktuell nur mit Nachwuchsspielern.
Als Kompany im Supercup seine fünf Auswechslungen vollzogen hatte, waren - abgesehen von den Torhütern - mit Jonah Kusi-Asare und Wisdom Mike nur zwei Spieler auf der Bank übrig.
Der FC Bayern listet 25 Spieler auf seiner Website im Profikader, von denen vier verletzt und vier weitere Torhüter sind - das macht gerade einmal 16 zur Verfügung stehende Feldpieler.

Woltemade kommt nicht, Nkunku auch nicht?

Die ausbleibenden Transfers sind kein neues Thema für Eberl und Freund, doch Kanes öffentliche Aussagen machen sie zur Priorität.
In Luis Díaz kam vorne bisher erst ein Hochkaräter vom FC Liverpool hinzu. Die Bemühungen um Florian Wirtz oder Nico Williams scheiterten.
Auch Wunschspieler Nick Woltemade wird in diesem Sommer nicht nach München kommen - ein weiterer Dämpfer für die Bayern auf dem Transfermarkt. Christoph Nkunku heißt das neue Wunschobjekt.
Auch sein Wechsel ist bisher alles andere als fix: Wie "Bild" berichtet, soll die Tendenz nach einem Treffen von Nkunkus Berater Pini Zahavi mit den Chelsea-Bossen eher Richtung Verbleib gehen. Bayern möchte den 27-Jährigen leihen, die "Blues" ihn eher verkaufen.
Eine Leihe böte für den Rekordmeister den Vorteil, nicht gebunden zu sein, wenn andere Spieler zum Beispiel nach Verletzungspausen zurückkehren. Doch was passiert bei weiteren Ausfällen? Die ideale Strategie gibt es wohl nicht.
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Weitere Transfers? Christoph Freund (l.) und Max Eberl

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"Noch zwei Wochen Transferzeit": Wie Freund reagiert

Dennoch: Sportdirektor Freund zeigte sich am Freitag, angesprochen auf mögliche Transfers, entspannt.
"Durch die Verletzung von Jamal Musiala sind wir von der Anzahl natürlich anders aufgestellt als letztes Jahr", sagte er. "Die Qualität ist trotzdem sehr, sehr hoch, die Quantität ist jetzt geringer und es sind noch zwei Wochen Transferzeit. Wir halten die Augen jetzt natürlich offen und wollen nichts ausschließen."
Diplomatische Floskeln, mit denen er Zeit für Verhandlungen gewinnen möchte, etwa mit Nkunkus Berater und Chelsea. Ernstzunehmende Gerüchte über weitere Transfers gibt es nicht.
Mindestens ein weiterer Zugang in der Offensive dürfte Eberls und Freunds klares Ziel der nächsten zwei Wochen sein.

Talente kommen nur wenig zum Einsatz

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Fußball: Lennart Karl jubelt über sein Tor für den FC Bayern München gegen Tottenham Hotspur im Telekom Cup

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Zu den größten Gewinnern der Saisonvorbereitung zählen Nachwuchsspieler Lennart Karl und Nuezugang Tom Bischof. Karl gelangen unter anderem zwei Toren in den Testspielen gegen Tottenham und Zürich.
Kandidaten für die erste Elf scheinen die beiden für den Belgier aber nicht zu sein. Im Supercup kamen sie erst in der Nachspielzeit zum Einsatz. Kusi-Asare (18) und Wisdom Mike (16) saßen komplett auf der Bank.
Kompany bremste die Euphorie um die Jungen: "Es kommt auch auf die Position an, nicht jeder kann sofort spielen. Es ist auch normal, dass nicht jeder ohne Umwege sofort bei den Profis ankommt", sagte er vor dem Supercup.
Vielleicht ist er schon bald zum Umdenken gezwungen - etwa, wenn die bayrische Personalnot noch größer wird.
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Hoeneß und Kompany über Woltemade-Poker: "Hat eine gute Antwort gegeben"

Quelle: Perform


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